Energiesparende Karosseriereinigung
Karosserien, die aus dem Rohbau kommen, sind mit sogenannten Ziehölen behaftet. Vor dem Lackieren müssen diese Öle rückstandslos entfernt werden. Bei der Reinigung fällt ein Gemisch aus Öl, Fett, Schmutz und Wasser an, das bisher nur in einem energieaufwendigen Ultrafiltrations-verfahren getrennt und entsorgt werden konnte.
Eine neue, im Werk Sindelfingen entwickelte Methode erlaubt es nun, den Energie- und Chemikalienverbrauch sowie die Abwassermenge zu reduzieren. Dafür wurde das Projektteam mit dem Daimler-Umweltpreis 2007 in der Kategorie Produktionsbezogener Umweltschutz ausgezeichnet.
Einer der ersten Schritte waren systematische Laborversuche, um geeignete Tenside zu entwickeln (Foto). Diese trennen nun das Wasser-Öl-Gemisch in einer neuen Anlage, die wesentlich weniger Energie schluckt. Der Primärenergieverbrauch sank um 65 Prozent, der CO2-Ausstoß um 75 Prozent. Das Verfahren soll nun auch in anderen Mercedes-Benz-Werken eingeführt werden.