Panorama Soziales
 
Daimler will mit dem Start des Ausbildungsjahrs 2008 im kommenden September das Angebot an Ausbildungsplätzen weiter über den eigenen Bedarf hinaus auf einem hohen Niveau halten und dabei die Dynamik des Ausbildungsmarkts stärker berücksichtigen. Beim Lehrstellenangebot werden Veränderungen des Lehrstellenmarkts in Deutschland vorausschauend in die Planung miteinbezogen. Das bedeutet, dass der mittel- und langfristige Bedarf an Ausbildungsplätzen und die zukünftigen Beschäftigungsperspektiven für junge Mitarbeiter stärker in die strategische Planung des Angebots eingehen werden und ebenso die zu erwartenden Schulabgängerzahlen sowie die Altersstruktur der Belegschaft. Der langfristige Bedarf der einzelnen Standorte, an denen Lehrstellen angeboten werden, wird künftig stärker berücksichtigt. Daimler-Personalvorstand und Arbeitsdirektor Günther Fleig: "Die Situation auf den Arbeitsmärkten einerseits und die demografische Entwicklung andererseits verlangen stärker als bisher eine vorausschauende Mitarbeiterpolitik." Im September 2008 wird das Unternehmen über 1.600 Ausbildungsplätze in den deutschen Werken und in der Untertürkheimer Konzernzentrale anbieten. Damit wird das zum Ausbildungsbeginn 2006 erhöhte Niveau des Lehrstellenangebots beibehalten.
 
Mercedes-Benz South Africa hat das im eigenen Unternehmen erfolgreich umgesetzte HIV/AIDS-Arbeitsplatzprogramm in einem ersten Schritt auf kleine und mittlere Zulieferbetriebe in der Region Buffalo City ausgeweitet. Dadurch werden rund 6.700 Arbeiter und Angestellte dieser Firmen mit Familienangehörigen (insgesamt etwa 26.000 Menschen) erreicht. Weitere 50 Betriebe sollen 2008/2009 folgen. Das Siyakhana-Projekt ist ein Public-Private-Partnership-Projekt mit dem Ziel, die HIV-Prävalenz in den beteiligten Unternehmen zu senken und die Lebenssituation der Beschäftigten zu verbessern. Es ist ein Kampf gegen HIV/AIDS über die Werkstore hinaus und in die Gesellschaft hinein, welcher die wirtschaftliche Stabilität der gesamten Region nachhaltig fördert und so gleichzeitig die Produktion im Mercedes-Benz-Werk East London absichert.
Die "School of Joy" ist eine private Schule in Palästina, die rund 60 Kinder und Jugendliche mit Lernschwäche oder mit seelischen Störungen betreut. Einige der Schüler sind Waisen, manche stammen aus ärmsten sozialen Verhältnissen. Der Schulbetrieb wird hauptsächlich durch Spenden finanziert. Daimler hatte 2007 zusammen mit dem Kindermissionswerk "Die Sternsinger" einen Mercedes-Benz Vito an die Schule übergeben, der als Schulbus eingesetzt wird. Daimler engagiert sich zudem in einem weiteren Projekt für die Jugendlichen in Beit Sahour: Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) wurde eine Lehrwerkstatt mit dem Schwerpunkt "Kfz-Berufe" aufgebaut, wo in einer Kooperation mit dem Mercedes-Benz-Generalvertreter sowie einheimischen Autowerkstätten seit Ende 2007 fünfzehn junge Leute mit moderner Fahrzeugtechnik vertraut gemacht werden.
 
Bei einer feierlichen Preisverleihung im Dezember 2007 in der indischen Metropole wurden die "Mondialogo Engineering Awards 2007" für nachhaltige technische Verbesserungen in Entwicklungsländern an die zehn besten Projektteams aus 15 Ländern verliehen. Der Preis ist mit insgesamt 300.000 Euro dotiert. 6 Monate lang hatten die Teams über Kontinente hinweg an gemeinsamen Lösungsvorschlägen gearbeitet, insgesamt hatten sich 3.200 Studenten aus 89 Ländern beteiligt. Bei der Preisverleihung zeigte sich Bharat Balasubramanian, Leiter Elektrik/Elektronik, IT und Prozesse, Konzernforschung und Vorentwicklung bei Daimler und Jury-Mitglied für den Mondialogo Engineering Award, sowohl von der Kreativität also auch vom sozialen Engagement der Studenten beeindruckt. "Ich freue mich zu sehen, dass vielversprechende junge Nachwuchsingenieure nicht nur für die eigene Karriere arbeiten, sondern sich auch mit Ideen, ihrem Fachwissen und vor allem einem großen sozialen Gewissen für die Herausforderungen der Zukunft stark machen und die Probleme in den armen Regionen dieser Welt tatkräftig anpacken."
 
Im Juni 2007 wurde das "Blantyre Mechatronics Training Center" zur Berufsausbildung von Kfz-Mechatronikern in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) als Public-Private-Partnership-Projekt eröffnet. Es ist eines der ersten Ausbildungszentren in Afrika, das Fachkräfte für die Wartung und Instandhaltung von Fahrzeugen nach europäischem Vorbild ausbildet. Der Standort Blantyre wird als Aus- und Weiterbildungszentrum für die Generalvertretungen der Länder Malawi, Angola, Mosambik, Sambia und Simbabwe dienen, wobei die Rahmenbedingungen in diesen Ländern nahezu identisch sind: Qualifizierte Servicekräfte für die Kraftfahrzeug-Instandsetzung sind rar; die Ausbildung von Fachkräften ist daher auch für die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern ausschlaggebend. Um die Wartung und Instandsetzung von Fahrzeugen in Afrika sicherzustellen und um das Ausbildungsniveau zu verbessern, soll langfristig ein Netzwerk von Trainingscentern in Afrika aufgebaut werden.
Das vom amerikanischen German Marshall Fund (GMF) organisierte und hochrangig besetzte jährliche Forum dient in erster Linie dem europäisch-amerikanischen Meinungsaustausch auf Entscheiderebene. Die Unterstützung des German Marshall Fund durch Daimler unterstreicht die Bemühungen des Unternehmens, einen Beitrag zu guten transatlantischen Beziehungen zu leisten. Daimler unterstützt diese Initiative seit dem Start im Jahr 2006. Die Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik, Medien und Wissenschaft diskutieren aktuelle politische Themen mit dem Fokus auf wirtschafts- und sicherheitspolitischen Aspekten, wie die Entwicklung der Beziehungen zwischen der EU und Russland, die Lage auf dem Balkan oder die geplante Osterweiterung der NATO. Auch der Friedensprozess im Nahen Osten, im Irak und in Afghanistan waren bereits mehrfach auf der Agenda vertreten.
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