Gesund und fit: Überblick Daimler Health & Safety / Eckdaten
„Unser Produkt ist Gesundheit“ – das sagt Dr. Ralf Franke, der Leiter des Bereichs „Health & Safety“ (H&S), in welchem nach einer Neustrukturierung Mitte 2006 sämtliche Funktionen des Gesundheitsmanagements bei Daimler zusammengefasst sind. Der Bereich H&S konzentriert sich auf sechs Handlungsschwerpunkte: Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz, Anwesenheitsverbesserung, betriebliche Gesundheitsförderung, Sozialberatung und Ergonomie. Der gemeinsame Nenner dieser sechs Teilbereiche ist das erklärte Ziel, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten und nach Möglichkeit noch zu stärken. Dafür gibt es nicht nur gute Empfehlungen für die Beschäftigten, sondern viele konkrete Angebote.
Beispiel: Im vergangenen Jahr setzte Daimler mit dem generellen Rauchverbot in allen Gebäuden ein deutliches Signal für den Nichtraucherschutz – und flankierte diese Maßnahme mit Angeboten des Werksärztlichen Dienstes zu Rauchentwöhnungskursen an allen Standorten. Als innovatives Konzept gilt das „Integrationsmanagement“ von H&S: Weil das Durchschnittsalter der Daimler-Belegschaft steigt (wie das der Gesellschaft insgesamt) und weil gleichzeitig der Renteneintritt immer später stattfindet und der Fachkräftemangel zunimmt, wird es immer wichtiger, die individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften von Mitarbeitern – auch solchen mit gesundheitlichen Problemen – mit den Arbeitsplatzprofilen abzugleichen. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Daimler“, sagt Bereichsleiter Franke. Auch extern wird das Engagement von H&S gewürdigt: In einer Studie des „Handelsblatts“ belegte das Daimler-Gesundheitsmanagement den ersten Platz, der BKK-Bundesverband und die Europäische Kommission würdigten das vorbildliche Gesundheitsmanagement bei Daimler mit dem „Unternehmenspreis Gesundheit 2007“.
Große Fortschritte verzeichnet der Bereich Arbeitsschutz bei Health & Safety: In den deutschen Standorten von Daimler fiel die Unfallhäufigkeit (pro 1 Million Anwesenheitsstunden) von 2006 auf 2007 von 15,6 auf 15,3 Fälle; zehn Jahre zuvor waren es noch 27 Fälle gewesen. Entsprechend verringerte sich die Zahl der „Unfälle mit Ausfalltagen pro Jahr“ von 2.455 auf 2.425. Die Unfallbelastung für das Unternehmen (unfallbedingte Ausfalltage pro 1 Million Anwesenheitsstunden) sank von 162 auf 152; vor elf Jahren waren noch 268 Ausfalltage gezählt worden.
Gleichzeitig steigt das Gesundheitsbewusstsein der Beschäftigten, wenn man als Gradmesser dafür einige Zahlen aus dem Betriebssportverein SG Stern heranzieht: Bei gleichbleibender Mitgliederzahl (33.000) wurden 2007 mehr Teilnahmen am Gesundheitssport registriert als im Vorjahr – ihre Zahl stieg von 181.500 auf 194.000. Noch beliebter waren die übrigen Sportangebote der SG Stern: Hier kletterte die Zahl der Teilnahmen innerhalb eines Jahres von 541.500 auf 578.000.