Vorbeugen
Der Aufmerksamkeitsassistent ATTENTION ASSIST warnt rechtzeitig vor dem gefährlichen Sekundenschlaf
Langstreckenfahrten ohne Zwischenstopps bergen nach Ansicht der Fachleute ein hohes Risiko der Übermüdung, die Fahrer oft nicht früh genug bemerken. Studien haben nachgewiesen, dass sich circa ein Viertel aller schweren Autobahnunfälle auf unausgeruhte und schläfrige Fahrer zurückführen lässt. Demgemäß hat diese Unfallursache eine größere Bedeutung als Alkohol am Steuer.
 
Mercedes-Benz S-Klasse: ATTENTION ASSIST kann in einem erweiterten Geschwindigkeitsbereich vor Unaufmerksamkeit und Müdigkeit warnen, den Fahrer über seinen Ermüdungszustand und die Fahrtdauer seit der letzten Pause informieren, bietet eine einstellbare Empfindlichkeit und weist bei Auslösung der Warnung in der COMAND-Navigation auf Raststätten hin.
ATTENTION ASSIST im Pkw
In Untersuchungen mit über 550 Autofahrerinnen und Autofahrern zeigte sich, dass Müdigkeit von vielen Menschen nicht rechtzeitig wahrgenommen wird. Sie macht sich meist nicht schlagartig bemerkbar, sondern baut sich über einen längeren Zeitraum auf.
Das Assistenzsystem ATTENTION ASSIST kann die Ermüdung des Autofahrers schon im Ansatz erkennen und fordert ihn auf, rechtzeitig Pause zu machen.
 
 
ATTENTION ASSIST erstellt zu Beginn jeder Fahrt ein individuelles Fahrerprofil, das ständig mit dem aktuellen Fahrverhalten verglichen wird. Das System kann Ermüdung oder zunehmende Unaufmerksamkeit unter Berücksichtigung der persönlichen Fahrweise, z. B. des Lenkverhaltens oder Bedienhandlungen erkennen.
Bei Langstreckenfahrten in der Dunkelheit oder unter gleichbleibenden Bedingungen und langen Geradeausfahrten ist das Risiko des Sekundenschlafs am größten, weil dadurch die Aufmerksamkeit des Fahrers nachlässt und die Monotonie die Gefahr des Einschlafens zusätzlich steigert. Untersuchungen zeigen, dass sich die Reaktionszeit von Autofahrern schon nach vier Stunden Nonstop-Fahrt um 50 Prozent verlängern kann. Das Unfallrisiko verdoppelt sich nach einer solchen Fahrzeit, und nach sechs Stunden steigt es sogar um mehr als das Achtfache an.
Der ATTENTION ASSIST beobachtet das Fahrverhalten des Autolenkers und erstellt zu Beginn jeder Fahrt ein individuelles Fahrerprofil, das ständig mit aktuellen Sensordaten verglichen wird. Diese permanente Beobachtung ist wichtig, um den gleitenden Übergang des Fahrers vom Wachzustand zur Ermüdung zu erkennen und den Autofahrer rechtzeitig warnen zu können. Das System ist zwischen 80 und 180 Kilometer pro Stunde aktiv.
Das weiterentwickelte System, das derzeit in der neuen Mercedes-Benz S- und E-Klasse, Baujahr 2013, verfügbar ist, reagiert in einem erweiterten Geschwindigkeitsbereich von 60-200 Kilometer pro Stunde.
Das Kernstück des Systems ist ein hochauflösender Sensor, der eine sehr genaue Beobachtung der Lenkbewegungen und der Lenkgeschwindigkeit ermöglicht.
Auf Basis dieser Daten ermittelt ATTENTION ASSIST während der ersten Minuten jeder Fahrt ein individuelles Verhaltensmuster, das im elektronischen Steuergerät des Fahrzeugs ständig mit dem aktuellen Lenkverhalten und der jeweiligen Fahrsituation verglichen wird. Neben der Geschwindigkeit, der Längs- und Querbeschleunigung erfasst das System zum Beispiel auch Lenkradbewegungen, Blinker- und Pedalbetätigungen sowie bestimmte Bedienhandlungen und äußere Einflüsse wie Seitenwind oder Fahrbahnunebenheiten. Als besonders aussagekräftig hat sich die Beobachtung des Lenkverhaltens erwiesen. Denn ein übermüdeter Autofahrer macht häufiger kleine Lenkfehler, die in charakteristischer Weise korrigiert werden. Mithilfe dieser Daten kann das System typische Indikatoren für Übermüdung erkennen und den Autofahrer warnen. Dies geschieht durch ein akustisches Warnsignal und eine Anzeige im Kombiinstrument, die dem Fahrer den unmissverständlichen Rat gibt: „ATTENTION ASSIST. Pause!“
ATTENTION ASSIST im Lkw
 
 
Mercedes-Benz- Safety-Truck mit Attention Assist
Der Aufmerksamkeitsassistent überprüft permanent – auch bei deaktiviertem Spurhalteassistent – die Aufmerksamkeit des Fahrers anhand verschiedener Parameter. Bei nachlassender Konzentration wird der Fahrer optisch und akustisch zu einer Pause aufgefordert. Auch der Spurhalteassistent wird wieder aktiviert.
ATTENTION ASSIST im Omnibus
 
 
Mercedes-Benz Safety Coach
Der neue ATTENTION ASSIST in Mercedes-Benz Omnibussen ist 2012 optional im Travego Edition 1 lieferbar. Er registriert Parameter wie Lenkwinkel, Geschwindigkeit, Längs- und Querbeschleunigung, Fahrtdauer, Bediensignale und Fahrerwechsel. Aus der Korrelation der Daten schließt der Attention Assist auf die Kondition des Fahrers. Weisen die Daten auf Unkonzentriertheit und Müdigkeit hin, erscheint als Hinweis für eine notwendige Pause wie im Pkw das Symbol einer Kaffeetasse im Display.
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