Das Experimental-Sicherheits-Fahrzeug ESF 2009
Belt Bag: Clevere Kreuzung aus Gurt und Airbag
Belt Bag: Clevere Kreuzung aus Gurt und Airbag

Der Sicherheitsgurt gilt als eine der wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts, er hat hunderttausende von Leben gerettet. Mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern wurde er optimiert. Doch seine Entwicklung ist noch nicht zu Ende: Eine innovative Gurtbandverbreiterung, der so genannte Belt Bag, kann die Verletzungsrisiken bei Unfällen weiter verringern.
Denn der Gurt überträgt beachtliche Kräfte auf die Körper der Passagiere, wenn er bei einer Kollision plangemäß die Verlagerung des Oberkörpers begrenzt. Der Belt Bag, an dessen Entwicklung Mercedes-Benz zusammen mit dem Sicherheitsgurt-Spezialisten Autoliv arbeitet, verdoppelt bei einem Unfall in Bruchteilen von Sekunden nahezu seine Breite. Durch diese Zunahme der Gurtbandbreite wird die Flächenpressung – und damit das Verletzungsrisiko – verringert. Dies kommt besonders älteren Passagieren, deren Brustkorb nicht mehr so elastisch ist, zugute.
Wie schon der Name signalisiert, ist der Belt Bag eine Kombination aus Sicherheitsgurt und Airbag. Wenn mittels Crashsensoren ein schwerer Aufprall erkannt wird, löst das Airbagsteuergerät den Belt Bag aus. Ein Generator am Endbeschlag des Gurtes bläst das zweilagige, mit Reißnähten ausgestattete Gurtband auf. Das Belt-Bag-Volumen beträgt rund vier Liter. Den größten Nutzen des Belt Bags sehen die Entwickler im Fahrzeugfond, wo die üblichen Frontairbags nicht verbaut werden können. Daher ist dort ein Einsatz des Belt Bags für Mercedes-Benz mittelfristig vorstellbar.
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