Weitsicht: Mehr Sicherheit dank variabler Scheinwerfer
Nachts sind alle Katzen grau. Die Straßen leider auch – und deshalb arbeiten Ingenieure von Mercedes-Benz ständig daran, die Fahrzeugbeleuchtung weiter zu verbessern. In der neuen E-Klasse können Nachtfahrten künftig noch sicherer werden. Zum einen sorgt das 2006 eingeführte Intelligent Light System dafür, dass ein Autofahrer die dunkle Umgebung besser und früher erkennen kann. Zum anderen regelt der 2009 weltweit erstmals präsentierte Adaptive Fernlicht- Assistent automatisch die Reichweite der Scheinwerfer und stellt die optimale Leuchtweite ein. Komplett wird das Sicherheitstrio durch ein weiteres System: Der neue Nachtsicht-Assistent PLUS leuchtet die Fahrbahn mit blendfreiem Infrarotlicht aus und weist aktiv auf erkannte Fußgänger im Dunkeln hin.
Das Risiko wächst mit der Dunkelheit: Fast 40 Prozent aller tödlichen Unfälle in Deutschland passieren nachts, obwohl in dieser Zeit nur 20 Prozent der Gesamtfahrleistung erbracht werden. Mehr Licht durch bessere Scheinwerfer könnte für mehr Sicherheit sorgen. So besagt eine TÜVStudie, dass sich in Deutschland pro Jahr ungefähr 23.000 Unfälle mit rund 1.200 Getöteten vermeiden ließen, wenn alle Pkw Bi-Xenon-Scheinwerfer hätten. Unfallforscher der Bundesanstalt für Straßenwesen fordern eine Einbaupflicht für variable Scheinwerfer, die Straßen besser ausleuchten.
Variable Reichweite. Mit dem Adaptiven Fernlicht-Assistenten hat Mercedes-Benz in der neuen E-Klasse ein solches System auf den Markt gebracht. Die beiden schlauen Bi- Xenon-Scheinwerfer verteilen das Abblendlicht so, dass sich dessen Reichweite je nach Verkehrslage zwischen 65 und 300 Meter verschiebt.
Dies erlaubt eine maximal mögliche Ausleuchtung der Straße, ohne dabei andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Werden keine vorausfahrenden oder entgegenkommenden Fahrzeuge erkannt, schaltet das System stufenlos auf Fernlicht um.
Der auf Wunsch erhältliche Adaptive Fernlicht- Assistent besteht aus zwei Komponenten: einer Minikamera mit integriertem Steuergerät und den verstellbaren 35-Watt- Scheinwerfern des seit 2006 angebotenen Intelligent Light System (ILS). Die Kamera mit integriertem Steuergerät ist in einem Gehäuse von der Größe einer Zigarettenschachtel verbaut, das vor dem Innenspiegel sitzt. „Diese Einheit registriert die unterschiedlichen Lichtquellen vor dem Fahrzeug und schätzt mittels verschiedener Algorithmen die Entfernung dazu sehr genau ab“, erläutert Bernd Woltermann, Systemverantwortlicher für den Adaptiven Fernlicht-Assistenten in der Mercedes-Benz Entwicklung.
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