Neue E-Klasse mit aktiver Motorhaube
50 Millimeter mehr Sicherheit
 
Bei einem Zusammenstoß melden Sensoren den Aufprall an ein elektronisches Steuergerät, das sofort die beiden Elektromagnete in den Scharniereinheiten aktiviert. Dadurch löst sich die Arretierung der vorgespannten Stahlfedern und die Motorhaube wird im hinteren Bereich um fünf Zentimeter nach oben gedrückt.
Fußgänger sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Ein Zusammenprall mit einem Automobil oder Motorrad hat für sie oft üble Folgen. Mercedes-Benz-Ingenieure haben in der neuen E-Klasse deshalb eine neuartige Schutzmaßnahme eingebaut: die aktive Motorhaube, die im Fall eines Unfalls die Verletzungsgefahr für Fußgänger verringern kann.
 
 
 
 
1) Oberteil des Motorhaubenscharniers
2) Scharnierlenker
3) Motorhaubenscharnier
4) Aktordeckel
5) Aktorinnenleben mit vorgespannten Federn und Auslösemagneten
6) Aktorgehäuse
7) Trägerplatte für Aktoreinheit
Der clevere Kniff dabei: Bei einer Kollision hebt sich die Motorhaube blitz schnell um 50 Millimeter an, vergrößert so den Deformations raum und reduziert die Belastungen. Zu dem aktiven System gehören drei Aufprallsensoren im Stoßfänger und am vorderen Querträger sowie zwei Aktoren mit starken, vorgespannten Federn für die Motorhaube. Ein weiteres Plus: Das System ist reversibel. Nach einer nicht erforderlichen Auslösung der Motorhaube, etwa bei einem leichten Parkrempler, kann sie der Fahrer in ihre  Ausgangslage zurückdrücken und auf diese Weise selbst reaktivieren. Zur Gesetzeserfüllung ist die aktive Motorhaube in der neuen E-Klasse in Europa und Japan erhältlich.
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