Laufkultur
Butter bei die Fische
 
Angefangen hat alles mit dem Christmas Shuttle. Der pendelt im Advent 1999 abgasfrei und leise zwischen den Weihnachtsmärkten der Hamburger City. Hinter dem Shuttle der Hamburger Hochbahn verbirgt sich „Nebus“, der erste Brennstoffzellenomnibus aus dem Hause Daimler.
Vier Jahre später startet ein weltweites Großprojekt in Hamburg und elf weiteren Städten, in dem insgesamt 36 Citaro-Brennstoffzellenbusse im Einsatz sind. Heute betreibt die Hamburger Hochbahn sechs Mercedes-Benz Citaro- Brennstoffzellenbusse mit jeweils mehr als 5.000 Betriebstunden. Anfang des Jahres bekräftigt Ole von Beust, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: „Wir wollen die Zahl der Wasserstofffahrzeuge weiter ausbauen.“ Deshalb gibt es jetzt richtig Butter bei die Fische: Rund um die Alster werden ab Ende 2010 zehn Citaro-Brennstoffzellenbusse der neuesten Generation unterwegs sein. Hinzu kommen noch 20 voll alltagstaugliche B-Klasse F-CELL. Diese lassen sich in Minutenschnelle problemlos auftanken. Die Hansestadt bekommt nämlich auch vier neue Wasserstofftankstellen, zwei gibt es schon.
Wie ernst es Hamburg mit emissionsfreien H2-Antrieben ist, zeigt ein Besuch in der Speicherstadt. Dort kurvt im „Miniatur-Wunderland“ zwischen Modelleisenbahnen ein Brennstoffzellenbus im Maßstab 1:87 herum. In dem 14 Zentimeter langen Bus steckt tatsächlich eine Mini-Brennstoffzelle, die einen Elektromotor antreibt. Zwar muss der Hightech-Lilliput nach fünf Minuten Fahrt zum Auftanken, doch der Wasserstoff dafür wird – Ehrensache – regenerativ mit Solarenergie erzeugt. 
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