Die Entstehung des Markennamens Mercedes-Benz
Automobile Heraldik
Warenzeichen und andere Markensymbole von Autofirmen entwickeln sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem eigenen Zeichensystem, dessen Elemente oft bis heute verwendet werden. Diese Evolution wurzelt in den frühesten Jahren des Kraftwagens: Als ältestes überliefertes Markenzeichen auf einer Automobilkarosserie gilt die Plakette, die Daimler im Jahr 1895 auf einem Riemenwagen anbringt.
Prächtig: Der Original-Warenzeichentwurf der Daimler-Motoren-Gesellschaft entstand um 1897 und enthält eine ganze Zeichenwelt.
Das Fahrzeug gehört seit dem Jahr 1906 zur Sammlung des Deutschen Museums in München. Links am Wagenkasten ist unterhalb der Sitzbank des Chauffeurs das runde Wappen zu sehen. Auch viele Kutschenbauer der Epoche kennzeichnen ihre Arbeiten an dieser Stelle.
Das Daimler-Logo von 1895 ist sehr komplex und filigran ausgeführt: Es zeigt die Silhouette des Automobils mit dem Schriftzug „Daimler Wagen“ und einem geflügelten Rad als dem seinerzeit weit verbreiteten (und auch von der Eisenbahn benutzten) Symbol für Geschwindigkeit. Die Markenbezeichnung „Daimler-Motoren-Gesellschaft – Cannstatt – Württemberg“ rahmt als Schriftkreis das zentrale Motiv ein. Dieses frühe Markenzeichen verlangt genaues und nahes Hinschauen und wird vom Betrachter wie ein Siegel, eine Medaille oder eine Unterschrift wahrgenommen.
Je schneller zu Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch das Automobil fährt und je größer auch die Anzahl der verschiedenen Marken wird, desto wichtiger erscheint die Entwicklung von prägnanten Symbolen, die ihre Marke eindeutig repräsentieren und die zugleich schnell erkannt werden können.
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