Motorentechnik: Kompressor, Dieselantrieb, Benzin-Direkteinspritzung, DIESOTTO
Diesel-Personenwagen (1974 - 2003)
Mit dem Dreiliter-Fünfzylinder bietet Daimler-Benz 1974 den leistungshungrigen Dieselfahrern 80 PS (59 kW) und eine neue Qualität der Laufruhe. 1979 gibt es nochmals acht PS (5,9 kW) dazu. Der erste Mercedes-Benz Personenwagen mit Abgas-Turbolader ist der Typ 300 D Turbodiesel (Baureihe W 123). Mit einer Leistung von 115 PS (89 kW) und 250 Newtonmeter Drehmoment gelingt dem Pkw-Dieselmotor 1977 auch der Sprung in die S-Klasse, zunächst exklusiv für den US-Markt.
Mercedes-Benz Typ 300 SD Turbodiesel Limousine, USA-Ausführung aus dem Jahre 1977.
Ende 1982 erscheint die so genannte Kompaktklasse, Vorläufer der heutigen C-Klasse, mit zwei Benzinmodellen, denen 1983 ein neuer, 75 PS (53 kW) leistender Zweiliter-Diesel folgt. Dieser Motor ist erstmals vollständig gekapselt, mit dem Ergebnis einer neuen Qualität des Geräuschkomforts im Diesel-Pkw, innen wie außen, denn die Kapselung senkt das Motorgeräusch um rund die Hälfte. Mit diesem Flüsterdiesel führt Mercedes-Benz wieder einmal die Entwicklung an. Der Pioniergeist der Marke ist ungebrochen.
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Electronic Diesel Control (EDC)
Im April 1993 erscheint der erste Pkw-Dieselmotor mit Vierventil-Technik und elektronischer Steuerung (Electronic Diesel Control, EDC). Die Vierventiltechnik ermöglicht nicht nur mehr Leistung und ein höheres Drehmoment, der Motor arbeitet auch noch sparsamer als die bisherigen Zweiventiler und setzt in punkto Schadstoff-Emissionen neue Maßstäbe beim Vorkammer-Motor. EDC spielt auch beim 1995 vorgestellten Diesel-Direkteinspritzer mit 2,9 Liter Hubraum eine entscheidende Rolle. Der 129 PS (95 kW) starke Fünfzylinder ist rund 18 Prozent sparsamer als ein vergleichbarer Vorkammer-Motor. Das bedeutet zugleich 18 Prozent weniger Kohlendioxid-Emissionen, ein Resultat geringerer thermischer Verluste bei der Verbrennung. Mit der angepassten Abgasreinigungsanlage sinken auch Kohlenwasserstoff- und Partikel-Emissionen des Direkteinspritzers um mehr als ein Fünftel unter die Werte herkömmlicher Vorkammer-Diesel.
Common-Rail Direct Injection (CDI)
 
 
Common-Rail Direct Injection (CDI): Die gemeinsame Leitung debütiert in Mercedes-Benz Motoren im Jahr 1997.
Ein neues Kapitel in der Geschichte der Pkw-Dieselmotoren weltweit beginnt 1997 wieder mit einem Mercedes-Benz Vierzylinder. Besonderes Merkmal ist die von Daimler-Benz zusammen mit Bosch entwickelte Kraftstoff-Direkteinspritzung nach dem Common-Rail-Prinzip. Das magische Kürzel des revolutionären Fortschritts heißt CDI (Common-Rail Direct Injection) und quasi gleichbedeutend mit hoher Leistung, exzellenten Drehmomentwerten schon bei niedrigen Drehzahlen, sehr sparsamem Kraftstoffverbrauch, minimalen Abgas-Emissionen und niedriger Geräuschentwicklung.
2003 bietet Mercedes-Benz als weltweit erste Automobilmarke die Kombination von Partikelfilter und EU-4-Abgasnorm für Diesel-Personenwagen an. 2005 stattet Mercedes-Benz alle Diesel-Personenwagen serienmäßig mit wartungsfreiem Russpartikelfilter aus. Damit erhalten 40 Modelle von der A- bis zur S-Klasse künftig ein Partikelfiltersystem ohne Zusatzstoffe, das den Ausstoß von Russpartikeln um 95 Prozent senkt.
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