Prüf- und Technologiezentrum Immendingen
Kriterien für ein Prüf- und Technologiezentrum
Folgende Kriterien haben wir angelegt, um das Gelände zu finden, auf dem ein Prüf- und Technologiezentrum im Mutterland des Automobils, in Baden-Württemberg, entstehen kann:
Das Testgelände in Immendingen
  • Nähe zu den Entwicklungszentren in Sindelfingen (rund 60 Minuten Fahrzeit) und Stuttgart-Untertürkheim
  • Gute und direkte Verkehrsanbindung
  • Keine Verletzung bestehender Natur- oder Umweltschutzgebiete
  • Abstand zu Wohnsiedlungen
  • Verfügbare Fläche zwischen 200 bis 500 Hektar
Bei der Planung des Standortes der Daimler AG stehen neben den technischen Anforderungen des Forschungs- und Entwicklungsbereiches die Auswirkungen der Eingriffe auf den Mensch (Bevölkerung) sowie die Belange des Natur-, Luft-, Gewässer-, Boden- und Tierschutz es im Fokus. Die Daimler AG hat in diesem Zusammenhang Gutachten zu
  • Verkehr
  • Schall
  • Baugrund
  • Altlasten
  • Hydrologie
  • Klima
  • Lufthygiene
  • Sicherheit
  • Umweltbericht
  • Naturschutzrechtlicher Ausgleich
  • Artenschutz
in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse in die Planung einfließen werden.
Um die Eignung des Geländes final zu prüfen und Transparenz für alle Beteiligten zu erzielen wurden durch die Daimler AG verschiedene Gutachten beauftragt. Die ersten Ergebnisse der Gutachten liegen nun vor und wurden der Öffentlichkeit bereits bei einer Informationsveranstaltung am 11.06.2013 vorgestellt. Hier die wichtigsten Ergebnisse in einer kurzen Zusammenfassung:
Bei der Annahme, dass 75% des künftigen durch Daimler verursachten Verkehrs-Aufkommens zwischen Prüfzentrum und der A81 verkehrt, sind kapazitätssteigernde Ausbaumaßnahmen lediglich am Knotenpunkt B311 / L225 erforderlich.
Schalltechnik
Durch planungsrechtliche Festsetzung von Geräuschemissionskontingenten im Bebauungsplan für den schalltechnisch maßgeblichen Nachtzeitraum, können die Orientierungs- und Richtwerte eingehalten werden.
Klima:
Das Gelände in der Umgebung von Immendingen mit ausgeprägtem Relief und ausgedehnter Freilandnutzung bedingt an wind- und wolkenarmen Tagen lokale, thermisch induzierte Winde („Kaltluftströmungen“). Diese tragen zur nächtlichen Belüftung und zum Luftaustausch der bestehenden Siedlungen bei. Die Planungen zum Prüf- und Technologiezentrum führen zu keinen wesentlichen Änderungen der Kaltluftströmungen bzw. bodennahen Lufttemperaturen.
Lufthygiene:
Keine Überschreitung von Grenzwerten in bestehenden und benachbarten Siedlungen.
Generell erfolgt keine Verminderung der Grundwasserneubildung auf Grund der Maßgabe der vollständigen Fassung und Versickerung der anfallenden Oberflächenwässer. Die Entnahme von Grundwasser im Bereich baulicher Anlagen ist erforderlich (Einschnittsbereiche Ovalrundkurs); die gefassten Grundwässer werden der Versickerung wieder zugeführt (wasserhaushaltlicher Ausgleich).
Qualitative und quantitative Auswirkungen auf die Wasserführung des Höweneggsee, die Donauwasserführung bzw. auf das Schüttungsverhalten der Aachquelle sind nicht zu erwarten. Quantitative Auswirkungen auf die Quellschüttungen Eschental und Büchelehof können nicht ausgeschlossen werden.
Es sind bisher auf Basis der durchgeführten Erkundungen keine sanierungsbedürftigen Altlastenbereiche bekannt. Eventuell sanierungsbedürftige Belastungen (z.B. Kugelfänge) werden in Abstimmung mit dem Umweltamt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben behandelt (z.B. Bodenaustausch).
Mit den Natur- und Umweltschutzverbänden wurde im gesamten Projektverlauf ein offener Dialog gepflegt. So konnten bereits im Januar 2012 und somit deutlich vor dem gesetzlich vorgeschriebenen Scoping-Termin unter anderem mit NABU, BUND, dem Landesnaturschutzverband und dem Schwarzwaldverein sowie den zuständigen Naturschutzbehörden die notwendigen Festlegungen für die Erfassung und Bestimmung von Pflanzen- und Tierarten (Kartierung) erarbeitet und gemeinsam die durchführenden Institute und Personen festgelegt werden. Bei der Kartierung haben sich keine unüberwindbaren Probleme ergeben.
Ein Maßnahmenkonzept sieht gezielte Vermeidungs-, Verminderungs- sowie spezielle Artenschutzmaßnahmen vor. Diese sind zum Beispiel im Geltungsbereich der Neuentwicklung und Optimierung von Magerrasen, Optimierung von Mager-/Fettwiesen und -weiden, Artenschutzmaßnahmen und außerhalb des Geltungsbereiches Ersatzaufforstungen, und insbesondere Waldumbau, Waldrefugien, Arten- und Biotopschutzmaßnahmen im Wald etc. .
Durch die aktuelle Nutzung der Fläche in Immendingen als Bundeswehrkaserne, Standortübungsplatz und Schießanlage kommt es beim Bau des Prüf- und Technologiezentrums zu deutlich geringeren Eingriffen, als bei landwirtschaftlichen Flächen.
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