27. August 2011
Zukunftstechnologie ausgezeichnet
Sekundenbruchteile sind entscheidend
Das Zusammenführen von räumlicher und zeitlicher Wahrnehmung ermöglicht es, aus einem fahrenden Fahrzeug heraus stationäre von bewegten Objekten zu unterscheiden. Bewegte Objekte, zum Beispiel Kinder, die unerwartet auf die Straße laufen, werden in weniger als 200 Millisekunden in einem großen Blickfeld wahrgenommen. Ein aufmerksamer Mensch benötigt dafür mehr als die doppelte Zeit; war er abgelenkt, kommen mindestens weitere 500 Millisekunden hinzu. Eine zusätzliche „Schrecksekunde“ vergeht für die Bewertung der Situation und die anschließende Reaktion.
Die Vektorpfeile an den Personen symbolisieren die dreidimensionale Bewegung der Objekte, die die 6D Stereokamera aufzeichnen kann. Die Farbe der Vektorpfeile visualisiert den Abstand des Objektes.
Rein rechnerisch entspricht eine Sekunde bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h einem Fahrzeugweg von rund 15 Metern. Der Computer arbeitet mehr als doppelt so schnell wie der Fahrer und leitet bereits nach sieben Metern Sicherheitsmaßnahmen ein. Das Fahrzeug kommt beim Notbremsen also mehr als eine ganze Fahrzeuglänge früher zum Stehen.
Da die 6D-Vision Technologie signifikant zur Senkung von Verkehrsunfällen beitragen kann, beabsichtigt Daimler, diese Technologie zukünftig auch anderen Herstellern zugänglich zu machen. Prof. Dr. Thomas Weber: „6D-Vision wird sich in die unzähligen Sicherheitsinnovationen, die in unserem Haus in den vergangenen 125 Jahren Premiere feierten, einreihen, langfristig aber allen Autofahrern zugute kommen.“
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