Stuttgart, Deutschland, 11. Oktober 2010
Neuer Fahrsimulator in Sindelfingen eingeweiht:
Investitionen in Spitzentechnologien
Mit einer virtuellen Spritztour haben Prof. Dr. Peter Frankenberg, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, und Dr. Thomas Weber, Daimler-Vorstand für Konzernforschung und Leiter Entwicklung
Mercedes-Benz Cars, den neuen Fahrsimulator der Daimler AG in Sindelfingen eingeweiht. Damit ist das erste Etappenziel der Erweiterung des Mercedes-Benz Technology Centers erreicht.
An keinem Standort der automobilen Produktionswelt ist die Verzahnung zwischen Forschung, Entwicklung, Design, Planung und Produktion so direkt wie am Standort Sindelfingen.
 
 
Mercedes-Benz Werk Sindelfingen
Mit seiner 360 Grad-Leinwand, dem schnellen elektrischen Antrieb sowie der zwölf Meter langen Schiene für Bewegungen in Querrichtung ist der Bewegt-Simulator der leistungsfähigste in der Automobilindustrie. Ebenso fortschrittlich: Ein Teil der zum Antrieb des Simulators benötigten Energie wird beim Bremsen mit Hilfe der so genannten Rekuperation zurückgewonnen und in das Stromnetz des Werkes Sindelfingen eingespeist.
 
 
 
Fahrsimulator der Daimler AG in Sindelfingen
Reale Testfahrten kann und wird die Anlage nicht vollständig ersetzen. Aber im Simulator lassen sich Systeme und Komponenten künftiger Mercedes-Modelle in allen Entwicklungsphasen erproben.
Zusätzlich wird der Fahrsimulator zum Beispiel auch für Tests mit Probanden eingesetzt. Dabei können sich normale Autofahrer gefahrlos dem fahrphysikalischen Grenzbereich nähern und so den Mercedes-Ingenieuren Aufschluss geben über Akzeptanz und Bedienung neuer Sicherheitssysteme.
 
 
 
Fahrsimulator der Daimler AG in Sindelfingen
Der Erprobungsraum ist als Hexapod auf sechs beweglichen Stützen untergebracht. In ihm befindet sich ein komplettes Mercedes-Modell, in dem der Testfahrer Platz nimmt, sowie die 360 Grad-Projektionswand, auf der der Straßenverkehr realitätsgetreu mit bewegten Fußgängern, Gegenverkehr und Häusern dargestellt wird.
Die Steuereinrichtungen des Fahrzeugs sind über Datenleitungen mit der Computersteuerung des Fahrsimulators verbunden. Lenkt der Testfahrer, gibt er Gas oder betätigt er die Bremse, werden diese Reaktionen von der Computersteuerung registriert und haben Auswirkungen wie im realen Verkehr. Die dargestellte Szenerie ändert sich ständig, und der bewegliche Raum simuliert die Lage des Autos zum Untergrund, beispielsweise das Einnicken beim Bremsen oder Seitenneigung bei schneller Kurvenfahrt.
 
 
Fahrsimulator der Daimler AG in Sindelfingen
Über 1.000-mal pro Sekunde berechnet der Computer das Fahrverhalten des Autos und erteilt der Elektrik die entsprechenden Befehle. Sie bewegt die Anlage mit einer Geschwindigkeit von maximal zehn Metern pro Sekunde (36 Kilometer pro Stunde) um bis zu zwölf Meter in Querrichtung, sodass beispielsweise auch Doppelspurwechsel simuliert werden können.
Als Sicherheitspionier hat Mercedes-Benz eine Vorreiterrolle bei Simulatoren. Bereits vor 25 Jahren, am 10. Mai 1985, wurde im Daimler-Benz Forschungszentrum in Berlin-Marienfelde der erste, selbst entwickelte Fahrsimulator eingeweiht.
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