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27. April 2006 – DaimlerChrysler Zwischenbericht über das 1. Quartal 2006 |
Lagebericht
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Konzern-Operating Profit von 628 Mio. € auf 891 Mio. € gestiegen
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Konzernergebnis von 299 (i.V. 288) Mio. €
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Ergebnis je Aktie von 0,29 (i.V. 0,28) €
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Umsatz von 31,7 Mrd. € auf 37,2 Mrd. € gestiegen
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Für Gesamtjahr 2006 Operating Profit von über 6 Mrd. € erwartet
Günstige Entwicklung von Weltwirtschaft und Automobilkonjunktur
Die Weltwirtschaft hat sich im ersten Quartal trotz anhaltend hoher Rohstoffpreise und steigender Zinsen sehr positiv entwickelt. Dies gilt insbesondere für die USA und China, aber auch für Japan, die meisten Schwellenländer sowie für einige westeuropäische Volkswirtschaften. In Westeuropa war eine leichte Belebung der Binnennachfrage festzustellen.
Auch die weltweite Automobilnachfrage war insgesamt sehr erfreulich. Dies war vor allem auf das stabile gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie eine Vielzahl neuer Fahrzeuge zurückzuführen. Während die Automobilmärkte in den USA, Westeuropa und Japan insgesamt einen stabilen Absatzverlauf verzeichneten, wiesen vor allem die asiatischen Schwellenländer zum Teil deutliche Zuwächse auf. Bei den Nutzfahrzeugen bewegte sich die weltweite Nachfrage insbesondere bei mittelschweren und schweren Lkw weiter auf dem hohen Vorjahresniveau.
Neues Managementmodell vorgestellt
Am 24. Januar 2006 hat DaimlerChrysler ein neues Managementmodell vorgestellt, mit dem die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens verbessert und weiteres profitables Wachstum ermöglicht werden soll. Das Modell ist darauf ausgelegt, das Unternehmen weiter zu integrieren, die operativen Bereiche noch stärker auf die jeweiligen Kernprozesse zu fokussieren und die Zusammenarbeit im Unternehmen zu fördern. Darüber hinaus sollen Redundanzen verringert werden.
Zu den strukturellen Änderungen gehört die Konsolidierung und Integration aller Verwaltungsfunktionen, wie etwa Finanzen und Controlling, Personal, Strategie oder IT. Diese Funktionen werden gebündelt und berichten über das ganze Unternehmen hinweg an das jeweils für diese Funktion verantwortliche Mitglied des Vorstands. Überschneidungen zwischen der Konzernebene und den operativen Ebenen werden abgebaut. Durch die Integration der Verwaltungsfunktionen werden Berichtswege und Entscheidungsprozesse kürzer, schneller und schlanker; gleichzeitig wird die Komplexität im Unternehmen verringert.
In diesem Zusammenhang haben wir entschieden, dass sich das Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge unter dem Namen Truck Group auf das Kerngeschäft Lkw fokussieren wird. Busse und Transporter werden als eigenständige Geschäfte direkt geführt. Die Ergebnisse des Bus- und Transportergeschäfts werden ab dem ersten Quartal in dem neuen Segment »Van, Bus, Other« berichtet. Die Vorjahreswerte der betroffenen Segmente wurden an die neue Struktur angepasst.
Durch die Beseitigung von redundanten Kapazitäten, die Konsolidierung von Verwaltungsfunktionen und die Optimierung von Prozessen wird sich die Mitarbeiterzahl über die nächsten drei Jahre um etwa 6.000 Mitarbeiter verringern. Diese Zahl entspricht rund 20% aller Verwaltungsstellen weltweit. Der Abbau soll über Frühpensionierungen und Ausscheidensvereinbarungen mit Abfindungen realisiert werden.
Der Gesamtaufwand, der sich vor allem aus Abfindungen sowie Aufwendungen und Investitionen für die Harmonisierung und Standardisierung von Prozessen und Systemen zusammensetzt, wird in den Jahren 2006 bis 2008 voraussichtlich 2 Mrd. € betragen; davon werden voraussichtlich 0,5 Mrd. € den Operating Profit des laufenden Jahres belasten.
Entscheidungen zu smart und EADS getroffen
Ende März haben wir weitere Maßnahmen beschlossen, um bei smart ab dem Jahr 2007 positive Ergebnisse zu erwirtschaften und die Marke nachhaltig zukunftssicher zu machen. Die geplanten Maßnahmen umfassen die konsequente Fokussierung auf den smart fortwo, die Einstellung des smart forfour, die Verankerung des smart fortwo als langfristig fester und wichtiger Bestandteil im Produktportfolio von DaimlerChrysler sowie die vollständige Integration von smart in die Organisation von Mercedes-Benz. Die für diese Maßnahmen erforderlichen Aufwendungen werden eine Größenordnung von voraussichtlich rund 1 Mrd. € erreichen; diese sind nahezu vollständig im Ergebnis des ersten Quartals berücksichtigt.
Anfang April haben wir entschieden, unseren 30-prozentigen Anteil an der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) auf 22,5% zu reduzieren. Der Marktwert des 7,5%-Anteils beträgt rund 2,0 Mrd. €. Die Abwicklung der Transaktion ist für den Zeitraum zwischen Januar und April 2007 vorgesehen; sie wird sich auf das Konzernergebnis des Jahres 2007 mit rund 1 Mrd. € positiv auswirken. Mit diesem Schritt konzentrieren wir uns weiter auf unser automobiles Kerngeschäft. DaimlerChrysler wird auch künftig mit mindestens 15% ein wesentlicher Anteilseigner der EADS bleiben.
Im März 2006 haben wir nach Erhalt der Genehmigung durch die Kartellbehörden den im Dezember 2005 vereinbarten Verkauf der Off-Highway-Aktivitäten an den schwedischen Finanzinvestor EQT abgeschlossen.
Absatz und Umsatz im ersten Quartal deutlich gesteigert
Im ersten Quartal 2006 hat DaimlerChrysler weltweit 1,15 Mio. Fahrzeuge abgesetzt und damit das Vorjahresniveau um 6% übertroffen.
Die Mercedes Car Group steigerte ihren Absatz um 14% auf 281.500 Fahrzeuge. Auch die Chrysler Group setzte mit 695.400 Pkw und leichten Nutzfahrzeugen 4% mehr Fahrzeuge ab als im ersten Quartal des Vorjahres. Der Absatz der Truck Group lag mit 119.300 Lkw leicht unter dem hohen Niveau des Vorjahres. Im ersten Quartal haben wir darüber hinaus 59.700 (i.V. 51.600) Transporter und 7.800 (i.V. 7.500) Busse abgesetzt. Das Geschäftsfeld Financial Services steigerte das Vertragsvolumen um 9% auf 116,3 Mrd. €.
Der Konzernumsatz nahm aufgrund der erfreulichen Absatzentwicklung um 17% auf 37,2 Mrd. € zu; wechselkursbereinigt betrug der Anstieg 12%.
Konzern-Operating Profit durch die Fokussierung auf den smart fortwo belastet
DaimlerChrysler erzielte im ersten Quartal 2006 einen Operating Profit von 891 (i.V. 628) Mio. €. Die Ergebnisentwicklung beider Jahre war durch erhebliche Aufwendungen im Zusammenhang mit smart beeinflusst. So waren im abgelaufenen Quartal durch die Entscheidung, den smart forfour einzustellen, Aufwendungen in Höhe von 982 Mio. € zu berücksichtigen, während das erste Quartal des Vorjahres durch die Neuausrichtung des Geschäftsmodells mit 800 Mio. € belastet war. Weiterhin ergaben sich im Geschäftsfeld Mercedes Car Group Aufwendungen von 203 Mio. € im Zusammenhang mit der Fortführung des Personalanpassungsprogramms im Rahmen von CORE. Positiv wirkte im ersten Quartal 2006 ein Ertrag von 234 Mio. € aus dem Abgang des DaimlerChrysler Off-Highway-Geschäfts, das an den schwedischen Finanzinvestor EQT verkauft wurde. Dieser Ertrag ist im Segment Van, Bus, Other enthalten. Zusätzlich führte die Anpassung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen im Zusammenhang mit der Anwendung einer neuen Rechnungslegungsvorschrift zu einem Ertrag von 166 Mio. €. Das Vorjahresergebnis der Truck Group enthielt einen Sonderertrag von 276 Mio. €.
Die operative Ergebnisentwicklung des Konzerns im ersten Quartal 2006 spiegelt insbesondere den höheren Absatz, weitere Effizienzsteigerungen sowie geringere Risikokosten bei Financial Services wider. Belastungen resultierten bei der Chrysler Group vor allem aus der negativen Nettopreisentwicklung infolge des wettbewerbsintensiven nordamerikanischen Marktes.
Wechselkurseffekte haben den Operating Profit in der Berichtsperiode insgesamt nur leicht belastet. Positiven Ergebniseffekten im Rahmen der Umrechnung der Abschlüsse von Tochtergesellschaften in Euro, insbesondere durch die Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro, standen im Vergleich zum Vorjahr ungünstigere Währungssicherungskurse gegenüber.
Die Mercedes Car Group weist im ersten Quartal einen Operating Loss von -678 (i.V. -954) Mio. € aus. Die geplante Einstellung des smart forfour führte zu Aufwendungen von insgesamt 982 Mio. €, die überwiegend im Zusammenhang mit Risikovorsorgen für Ausgleichsleistungen an Vertragspartner sowie der Bewertung von Fahrzeugbeständen standen. Im Vorjahr waren für die Neuausrichtung des Geschäftsmodells bei smart Aufwendungen von 800 Mio. € zu berücksichtigen. Darüber hinaus war das Ergebnis des ersten Quartals 2006 durch weitere Personalanpassungen bei Mercedes-Benz Pkw im Rahmen des Programms CORE mit insgesamt 203 Mio. € belastet. Bis zum Ende des ersten Quartals haben rund 7.800 Mitarbeiter freiwillige Ausscheidensvereinbarungen getroffen bzw. Regelungen zur Frühpensionierung in Anspruch genommen. Ein positiver Ergebniseffekt von 91 Mio. € resultierte aus der Anwendung einer neuen Rechnungslegungsvorschrift, die zu einer Anpassung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen führte.
Ohne Berücksichtigung dieser Sachverhalte in beiden Jahren konnte die Mercedes Car Group ihr operatives Ergebnis deutlich steigern. Dies war durch ein höheres Absatzvolumen und einen verbesserten Modell-Mix bedingt, der insbesondere auf die Einführung der neuen S-, M- und R-Klasse zurückzuführen war. Ferner wirkten sich die im Rahmen des Programms CORE eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen positiv aus. Gegenläufig haben im Vergleich zum Vorjahr weniger günstige Währungssicherungskurse das Ergebnis negativ beeinflusst.
Die Chrysler Group erzielte trotz der anhaltend schwierigen Marktbedingungen in Nordamerika im ersten Quartal einen Operating Profit von 119 Mio. € gegenüber 252 Mio. € im Vorjahr.
Der Ergebnisrückgang stand vor allem im Zusammenhang mit einer insgesamt negativen Nettopreisentwicklung und einer ungünstigeren Produkt- und Absatzstruktur. Positive Ergebniseffekte resultierten hingegen aus den gestiegenen Fahrzeugauslieferungen an Händler.
Die Truck Group konnte im ersten Quartal einen Operating Profit von 426 (i.V. 698) Mio. € erwirtschaften. Das Vorjahresergebnis war durch einen Ertrag in Höhe von 276 Mio. € aus der Einigung mit der Mitsubishi Motors Corporation im Zusammenhang mit den Aufwendungen für Qualitätsmaßnahmen und Rückrufaktionen bei der Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation positiv beeinflusst.
Durch das anhaltend hohe Absatzniveau bei einem gleichzeitig verbesserten Modell-Mix und durch Effizienzsteigerungen im Rahmen des Global Excellence Programms konnten höhere Aufwendungen im Rahmen neuer Fahrzeugprojekte sowie für die Erfüllung zukünftiger Emissionsvorschriften nahezu ausgeglichen werden. Aus der Anpassung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen im Zusammenhang mit der Anwendung einer neuen Rechnungslegungsvorschrift ergab sich zudem ein Ertrag von 55 Mio. €.
Das Geschäftsfeld Financial Services konnte den Operating Profit im ersten Quartal 2006 von 328 Mio. € auf 448 Mio. € steigern.
Zu diesem Ergebnisanstieg haben geringere Risikokosten, das höhere Geschäftsvolumen sowie die positive Ergebnisentwicklung von Toll Collect und die im Vergleich zum Vorjahr höhere Bewertung des US-Dollar beigetragen. Belastungen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus konnten dadurch mehr als ausgeglichen werden.
Der Operating Profit des Segments Van, Bus, Other verbesserte sich im ersten Quartal 2006 auf 423 Mio. € gegenüber 234 Mio. € im Vorjahr.
Im Ergebnis ist ein Ertrag von 234 Mio. € aus dem Abgang des DaimlerChrysler Off-Highway-Geschäfts enthalten. Der im Dezember 2005 vereinbarte Verkauf an den schwedischen Finanzinvestor EQT konnte nach der Genehmigung durch die Kartellbehörden im ersten Quartal abgeschlossen werden.
Die Transporter und Busse trugen ebenfalls positiv zum operativen Ergebnis des Segments bei. Der Operating Profit des Bereichs Transporter war durch eine sehr erfreuliche Absatzentwicklung sowie durch Aufwendungen für den Anlauf der neuen Sprinter-Generation geprägt. Der Bereich Busse konnte sein Ergebnis aufgrund eines höheren Absatzes und weiteren Effizienzsteigerungen verbessern.
Der Ergebnisbeitrag der EADS war positiv, lag jedoch unter dem sehr hohen Vorjahresniveau. Der Ergebnisrückgang war unter anderem auf gegenüber dem Vorjahr weniger vorteilhafte Währungssicherungskurse insbesondere beim US-Dollar zurückzuführen, die durch Effizienzsteigerungen und höhere Volumina aber teilweise kompensiert werden konnten.
Das Finanzergebnis belief sich im ersten Quartal auf - 60 (i.V. 80) Mio. €. Darin enthalten ist ein Anstieg des Beteiligungsergebnisses um 88 Mio. € auf 115 Mio. €, der im Wesentlichen aus dem verbesserten anteiligen Ergebnis unserer at-equity bilanzierten Beteiligung Toll Collect resultierte. Das auf -114 Mio. zurückgegangene Zinsergebnis (i.V. - 42 Mio. €) stand überwiegend im Zusammenhang mit der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht in ein Hedge-Accounting einbezogen werden können. Das Übrige Finanzergebnis lag bei -61 Mio. € gegenüber 95 Mio. € im Vorjahr. Im Rückgang spiegeln sich vor allem die im Vorjahresquartal enthaltenen Erträge aus Wertpapierverkäufen wider.
Im ersten Quartal weist DaimlerChrysler ein Konzernergebnis von 299 (i.V. 288) Mio. € aus. Dem Anstieg im Operating Profit von 263 Mio. € standen im Wesentlichen das rückläufige Zinsergebnis und Übrige Finanzergebnis gegenüber. Die Aufwendungen aufgrund der Einstellung des Modells smart forfour bzw. die Neuausrichtung des Geschäftsmodells von smart im Vorjahr belasteten das Konzernergebnis mit 604 Mio. € bzw. 512 Mio. €.
Das Ergebnis je Aktie betrug 0,29 € gegenüber 0,28 € im Vorjahresquartal.
Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit in Höhe von 3,0 Mrd. € war gegenüber dem des Vorjahreszeitraums (3,4 Mrd. €) rückläufig. Der Rückgang stand insbesondere im Zusammenhang mit gestiegenen vorratsbezogenen Forderungen aus Finanzdienstleistungen. Darüber hinaus belasteten Abfindungszahlungen aus den Maßnahmen zur Personalanpassung bei der Mercedes Car Group (0,6 Mrd. €) und höhere Steuerzahlungen den Cash Flow der Geschäftstätigkeit. Gegenläufig führten der gegenüber dem Vorjahr geringere Aufbau von Vorratsbeständen sowie der höhere Anteil von Operate-Lease-Verträgen gegenüber Absatzfinanzierungsverträgen im Finanzdienstleistungsgeschäft zu einer Verbesserung des Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit.
Der Anstieg des Cash Flow aus der Investitionstätigkeit um 2,2 Mrd. € auf 3,6 Mrd. € war neben dem Anstieg der Vermieteten Gegenstände auf die Entwicklung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen gegen Endkunden zurückzuführen. Hierbei wirkten vor allem geringere Zahlungseingänge auf bestehende Forderungen sowie geringere Erlöse aus dem Verkauf dieser Forderungen. Die Zahlungsabflüsse für neu abgeschlossene Finanzierungsverträge waren hingegen rückläufig, konnten aber die vorgenannten Effekte nicht kompensieren. Höhere Erlöse aus dem Verkauf von Unternehmen führten zu einer Entlastung des Cash Flow aus der Investitionstätigkeit. Wesentliche Ursache war der Verkauf des Geschäftsbereichs Off-Highway, aus dem sich ein Mittelzufluss von rund 0,8 Mrd. € ergab. Die Investitionen in Sachanlagen waren nahezu unverändert.
Aus dem Cash Flow der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelabfluss von 0,6 Mrd. €. Dieser resultierte vor allem aus der Rückzahlung (netto) von Finanzverbindlichkeiten und war gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.
Der Bestand an Zahlungsmitteln mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten verminderte sich gegenüber dem 31. Dezember 2005 unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten um 1,3 Mrd. €. Die Liquidität, zu der auch die längerlaufenden Geldanlagen und Wertpapiere gehören, konnte aufgrund optimierter Prozesse im Liquiditätsmanagement von 12,6 Mrd. € auf 11,0 Mrd. € abgesenkt werden.
Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem 31. Dezember 2005 um 2,3 Mrd. € auf 199,3 Mrd. €. Bereinigt um Wechselkurseffekte in Höhe von -3,0 Mrd. € hätte sich ein Anstieg um 0,7 Mrd. € ergeben, der im Wesentlichen aus der Ausweitung des Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäfts resultiert.
Die Vermieteten Gegenstände und Forderungen aus Finanzdienstleistungen machen insgesamt 96,3 (31. Dezember 2005: 95,3) Mrd. € und damit 48% der gesamten Aktiva aus. Dabei wurde der Anstieg des Portfolios aus Operate-Lease und Absatzfinanzierungsverträgen teilweise durch Effekte aus der Währungsumrechnung kompensiert. Die höheren Vorräte und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stehen im Zusammenhang mit dem unterjährigen Produktionsverlauf. Die Veränderung der Sonstigen Vermögenswerte war neben Wechselkurseffekten insbesondere auf einen Rückgang der zurückbehaltenen Anteilsrechte aus verkauften Forderungen (Asset-Backed-Securities) zurückzuführen.
Die Rückstellungen gingen hauptsächlich aufgrund von Wechselkurseffekten zurück. Gegenläufig ergab sich ein Anstieg im Zusammenhang mit der geplanten Einstellung des smart forfour. Die Veränderung der Finanzverbindlichkeiten war nahezu ausschließlich wechselkursbedingt.
Das Konzerneigenkapital zum 31. März 2006 in Höhe von 36,5 Mrd. € war gegenüber dem 31. Dezember 2005 nahezu unverändert. Ausschlaggebend für den leichten Anstieg war neben dem positiven Konzernergebnis die ergebnisneutrale Bewertung von Available-for-sale Wertpapieren. Gegenläufig reduzierten Effekte aus der Währungsumrechnung das Eigenkapital.
Bereinigt um die im April 2006 vorgenommene Ausschüttung lag die Eigenkapitalquote zum 31. März 2006 bei 17,6% (31. Dezember 2005: 17,3%). Für das Industriegeschäft belief sich die Eigenkapitalquote auf 25,5% (31. Dezember 2005: 24,8%). Der Anstieg der Eigenkapitalquoten war im Wesentlichen auf die rückläufige Bilanzsumme zurückzuführen.
Zum Ende des ersten Quartals 2006 waren bei DaimlerChrysler weltweit 368.853 (i.V. 386.789) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 171.176 (i.V. 184.936) in Deutschland und 96.531 (i.V. 98.701) in den USA tätig.
Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres insbesondere aufgrund der Ende September 2005 eingeleiteten Personalanpassungen in der Mercedes Car Group (- 6%) und der Veräußerung des Off-Highway- Geschäfts mit rund 7.000 Beschäftigten. In der Chrysler Group ging die Zahl der Beschäftigten um 3% zurück. Bei der Truck Group und bei Financial Services bewegte sich die Mitarbeiterzahl in der Größenordnung des Vorjahres.
DaimlerChrysler geht davon aus, dass sich das Wachstumstempo der Weltwirtschaft im weiteren Jahresverlauf gegenüber dem ersten Quartal wieder leicht verringern wird. Die wesentlichen Ursachen hierfür sind die hohen Rohstoffpreise, insbesondere der Preis für Rohöl, weiter anziehende Zinsen sowie globale Ungleichgewichte wie das wachsende außenwirtschaftliche Defizit der USA. Unter der Voraussetzung stabiler Rahmenbedingungen sollte die Weltwirtschaft im Jahr 2006 in der Größenordnung des Vorjahres wachsen.
Parallel zur Entwicklung der Weltwirtschaft dürfte auch die Dynamik der globalen Automobilnachfrage etwas nachlassen. Für das Gesamtjahr 2006 gehen wir daher von einer Wachstumsrate in der Größenordnung des Vorjahres aus. Während für die USA und Westeuropa bestenfalls ein Marktvolumen auf Vorjahresniveau zu erwarten ist, sollten fast alle großen Schwellenländer deutlich zulegen. Ein leichtes Wachstum ist in Japan zu erwarten. Die weltweite Nutzfahrzeugnachfrage dürfte sich im Jahr 2006 weiterhin auf hohem Niveau bewegen. Wir gehen davon aus, dass der Wettbewerbsdruck durch die bestehenden Überkapazitäten weiter zunehmen wird.
DaimlerChrysler erwartet für das Jahr 2006 einen Absatz in der Größenordnung des Vorjahres (2005: 4,8 Mio. Fahrzeuge).
Bei der Mercedes Car Group rechnen wir für das Gesamtjahr bei einem verbesserten Modell-Mix mit einem Absatz in der Größenordnung des Vorjahres. Die Produktoffensive geht mit der neuen GL-Klasse, dem CL-Coupé auf Basis der neuen S-Klasse, dem modellgepflegten Roadster SL und vor allem mit der neuen Generation der E-Klasse, die wir Mitte April vorgestellt haben, auch im laufenden Jahr weiter. Bei smart werden wir uns auf den smart fortwo fokussieren. Gleichzeitig wird das Effizienzsteigerungsprogramm CORE weiter konsequent umgesetzt.
Die Chrysler Group geht für das Jahr 2006 bei einem unverändert schwierigen Marktumfeld von einem stabilen Absatz aus. Insgesamt werden wir im Jahresverlauf zehn neue Modelle in den Markt einführen, wobei ein Großteil erst in der zweiten Jahreshälfte bei den Händlern verfügbar sein wird. Die Chrysler Group wird deshalb ihre Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität, Qualität und Kundenzufriedenheit auch im laufenden Jahr mit Nachdruck fortsetzen.
Die Truck Group erwartet für das Gesamtjahr 2006 einen stabilen Absatz. Mit dem leichten Lkw Mitsubishi Fuso Canter mit Hybridantrieb, dem Schwerlast-Lkw Stratosphere der Marke Western Star und dem leichten Verteiler-Lkw Sterling 360 werden wir unser Produktangebot im Jahr 2006 weiter modernisieren. Das Programm »Global Excellence« wird weiter intensiv umgesetzt.
Das Geschäftsfeld Financial Services rechnet auch unter Berücksichtigung eines steigenden Zinsniveaus für den weiteren Jahresverlauf mit einem moderaten Wachstum des Vertragsvolumens. Financial Services wird die Kooperation mit den Fahrzeugsparten weiter intensivieren. Innerhalb der nächsten Jahre wollen wir die Kunden- und Händlerzufriedenheit weiter steigern und die Prozessqualität sowie die Effizienz verbessern.
Bei den Transportern gehen wir aufgrund des Modellwechsels beim Sprinter von einem geringeren Absatz als im Jahr 2005 aus. Für das Busgeschäft rechnen wir mit einem Absatz auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Die EADS plant für das Jahr 2006 mit einem stabilen Markt für zivile Flugzeuge, die Airbus-Auslieferungen sollten gegenüber dem Vorjahr weiter steigen.
Für den DaimlerChrysler-Konzern rechnen wir für das Jahr 2006 mit einem leichten Umsatzanstieg (2005: 149,8 Mrd. €).
Die Beschäftigtenzahl wird aufgrund der Umsetzung der eingeleiteten Personalanpassungen bis zum Jahresende weiter zurückgehen.
DaimlerChrysler erwartet für das Gesamtjahr 2006 eine Verbesserung der Ertragslage und einen Operating Profit von über 6 Mrd. €. Darin enthalten sind Belastungen für die Umsetzung des neuen Managementmodells (0,5 Mrd. €), für die Fokussierung auf den smart fortwo (1 Mrd. €) und für den Personalabbau bei der Mercedes Car Group (0,4 Mrd. €) sowie ein Ertrag aus dem Abgang des Off-Highway-Geschäfts (0,2 Mrd. €).
Vorausschauende Aussagen in diesem Zwischenbericht:
Dieser Zwischenbericht enthält vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter wie »antizipieren«, »annehmen«, »glauben«, »einschätzen«, »erwarten«, »beabsichtigen«, »können/könnten«, »planen«, »projizieren«, »sollten« und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Einige Beispiele hierfür sind ein konjunktureller Abschwung in Europa oder Nordamerika, Veränderungen der Wechselkurse, Zinssätze und Rohstoffpreise, die Einführung von Produkten durch Wettbewerber, höhere Verkaufsanreize, die effektive Umsetzung unseres neuen Führungsmodells, des CORE Programms der Mercedes Car Group, einschließlich des neuen Geschäftsmodells für smart, der erneute Kostensenkungsdruck vor dem Hintergrund der veröffentlichten Plänen zur Restrukturierung unserer wesentlichen Wettbewerber in Nordamerika, Unterbrechungen bei der Produktion oder der Auslieferung von Fahrzeugen, die auf Materialengpässen, Streiks der Belegschaft oder Lieferanteninsolvenzen beruhen, der Abschluss anhängiger behördlicher Untersuchungen, sowie ein Rückgang der Wiederverkaufspreise von Gebrauchtfahrzeugen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten (einige von ihnen sind unter der Überschrift »Risikobericht « im aktuellen Geschäftsbericht von DaimlerChrysler sowie unter der Überschrift »Risk Factors« im aktuellen Geschäftsbericht von DaimlerChrysler im Formular 20-F beschrieben, das bei der U.S. Wertpapier-Börsenaufsichtsbehörde eingereicht wurde) eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.