Mercedes-Benz Südafrika erhält internationale Anerkennung durch die "Global Business Coalition
on HIV and AIDS" (GBC)
  • HIV/AIDS-Initiative erreicht zunächst 26.000 Menschen in der Eastern Cape-Region
  • Siyakhana setzt die positiven Erfahrungen aus dem Daimler-Mitarbeiter-Programm für Zulieferbetriebe um
Pretoria, Südafrika / Stuttgart, 9. Juni 2008
Mercedes-Benz Südafrika ist für seine HIV/AIDS-Initiative "Siyakhana" von der Global Business Coalition on HIV and AIDS (GBC) gewürdigt worden. Die wirtschaftsübergreifende Organisation honoriert damit den erfolgreichen Einsatz der Daimler AG und ihrer Ländergesellschaft in Südafrika für die Bekämpfung der Immunschwächekrankheit.
Das Siyakhana-Programm basiert auf dem Mitarbeiter-Programm von Mercedes-Benz Südafrika, welches das Unternehmen im Jahr 2001 aufgelegt hat. Das inzwischen vielfach ausgezeichnete Mitarbeiter-Programm beinhaltet sowohl eine Vielzahl von präventiven Maßnahmen wie Aufklärung, kostenlose Kondomvergabe und freiwillige AIDS-Test, als auch Unterstützung im Krankheitsfall. So werden an AIDS, aber auch Tuberkulose und Malaria erkrankte Mitarbeiter und deren Familienangehörige durch eigene und ortsansässige Ärzte kostenlos versorgt. Sie erhalten entsprechende Medikamente und können verschiedene Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Seit dem Start des Arbeitsplatzprogramms konnte die Prävalenzrate halbiert werden, sie liegt derzeit bei unter 9 Prozent.
Im Jahr 2006 beschloss das Unternehmen, die Erfahrungen aus dem eigenen Programm zu nutzen und auch Zulieferbetrieben und weiteren kleineren und mittelständischen Unternehmen in der Eastern Cape-Region zugänglich zu machen. Unter Federführung von Mercedes-Benz Südafrika wurde in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, nationalen Behörden und internationalen NGOs das Siyakhana-Projekt aus der Taufe gehoben. Nach eineinhalbjähriger Pilotphase wurde das Projekt Anfang 2008 vollständig in 17 Betrieben etabliert. Es erreicht damit bereits heute rund 8.000 Arbeiter und Angestellte der Firmen und deren Familienangehörige (insgesamt 26.000 Menschen). Weitere 50 Betriebe sollen noch in diesem und dem nächsten Jahr in das Projekt integriert werden.
Bereits während der Pilotphase waren mehr als 80 Peer Educators mit der Aufklärung über die Immunschwächekrankheit befasst. Analog dem Daimler-Mitarbeiterprogramm umfasst auch das Siyakhana-Programm die medizinische Betreuung und die Vergabe von antiretroviralen Medikamenten an die Infizierten. Durch diese Maßnahmen soll die HIV-Prävalenz in kleineren und mittelständigen Unternehmen gesenkt und die Lebenssituation der dort beschäftigten Menschen verbessert werden.
Mit dem Siyakhana-Projekt trägt Daimler sein im Kampf gegen HIV/AIDS erworbenes Wissen über die Werkstore hinaus in die Gesellschaft hinein und leistet so einen Beitrag für die nachhaltige wirtschaftliche Stabilität der Region.
Das Engagement von Daimler im Kampf gegen HIV/AIDS reicht bis ins Jahr 1991 zurück. Als eines der ersten Unternehmen in Südafrika erkannte Daimler HIV/AIDS als Krankheit an und gab eine Richtlinie zur Nicht-Diskriminierung von infizierten Mitarbeitern aus. Seitdem hat Daimler weltweit vielfältige Maßnahmen und Initiativen ergriffen, um die eigenen Beschäftigten vor einer Infizierung zu schützen und auch der sozialen Verantwortung als Unternehmen Rechnung zu tragen. Dazu zählen neben dem Mitarbeiter-Programm in Südafrika weitere Präventionsprogramme an anderen internationalen Unternehmensstandorten sowie die Integration der AIDS-Aufklärung in die Berufsausbildung.
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