Daimler gründet Sustainability Board
-
Bündelung aller Aktivitäten in den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales
-
Vorstellung des neuen Nachhaltigkeitsberichts "360 GRAD"
auf der Magdeburger Umweltkonferenz
Stuttgart / Magdeburg, 3. Juli 2008
Daimler gründet auf Vorstandsebene ein Sustainability Board und bündelt damit im Unternehmen bestehende Managementfunktionen in den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Unter dem Vorsitz von Dr. Rüdiger Grube, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Konzernentwicklung und Konzernstrategie, koordiniert das Sustainability Board unternehmensweit alle Nachhaltigkeitsmaßnahmen und unterstützt die operativen Bereiche bei deren Umsetzung. Das neu geschaffene Gremium ergänzt damit bereits etablierte Management-Strukturen innerhalb des Unternehmens, wie sie etwa im Bereich Konzern-Umweltschutz, im Bereich Legal & Compliance mit dem Business Practices Office oder im Personalbereich mit dem Global Diversity Office bestehen.
Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter von Mercedes-Benz-Cars: "Mit dem Sustainability Board bilden wir auch organisatorisch die Verantwortung des Managements für nachhaltiges Handeln des Unternehmens ab. Wir stärken so das Zusammenspiel unserer Aktivitäten zur Nachhaltigkeit – unter ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten."
Neuer Nachhaltigkeitsbericht "360 GRAD" vorgestellt
Der Bericht gliedert sich in zwei Teile: Das "MAGAZIN zur Nachhaltigkeit 2008" berichtet in diesem Jahr unter dem Schwerpunkt-Thema "Effizienz" in journalistischen Beiträgen über die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Aktivitäten und Initiativen des Unternehmens. Der ergänzende Bericht "FAKTEN zur Nachhaltigkeit 2008" dokumentiert die vollständige Unternehmensbilanz zum Thema Nachhaltigkeit mit Zahlen, Daten und Fakten für das Geschäftsjahr 2007. Der Fakten-Bericht orientiert sich konsequent an den international anerkannten Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) für die Nachhaltigkeitsberichterstattung; er wurde von der Initiative geprüft und mit dem höchsten erreichbaren Testat "A+" versehen – ein Gradmesser vor allem für die Vollständigkeit und Transparenz der Dokumentation. Ergänzend hierzu finden Experten seit diesem Jahr erstmals in einer speziellen Website unter nachhaltigkeit2008.daimler.com weiterführende Informationen zu Einzelthemen aus den Bereichen Ökonomie, Ökologie, Innovation und Sicherheit sowie Mitarbeiter, Kunden und Gesellschaft.
Innovationen für nachhaltige Mobilität
Mittels umweltverträglicher Fahrzeuge, Antriebssysteme, Produktionsverfahren und Kraftstoffe gestaltet die Daimler AG Mobilität bei Pkw und Nutzfahrzeugen zukunftsfähig. Darüber hinaus ist der Schutz von Menschenleben durch aktive und passive Sicherheitssysteme erklärtes Ziel bei der Weiterentwicklung der Fahrzeuge.
"Mobilität nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten begreifen wir dabei als eine unserer Kernaufgaben. Wir nehmen die Rolle des "Pioniers" für saubere und sichere Automobile ausdrücklich und voller Enthusiasmus an", so Dr. Thomas Weber Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung und Entwicklung Mercedes Benz Cars bei der Vorstellung des neuen Nachhaltigkeitsberichts in Magdeburg. "Bis 2010 werden wir deshalb 14 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Einen Großteil davon wenden wir für die Entwicklung umweltverträglicher Technologien auf."
Der Schlüssel zur Gestaltung nachhaltiger Mobilität sind für die Daimler AG technologische Innovationen. Die Initiativen "Road to the Future" bei den Pkw und "Shaping Future Transportation" im Nutzfahrzeugbereich zeigen innovative Technologiekonzepte für umweltverträgliche Fahrzeuge heute und in der Zukunft. Ein Schwerpunkt ist dabei die Reduktion von Verbrauch und Emissionen. Die innovative BlueTEC Technologie beispielsweise macht den effizienten Diesel so sauber wie den Benziner. BlueTEC Dieselfahrzeuge haben das Potential, die weltweit strengsten Abgas-grenzwerte zu unterschreiten. Seit der Einführung von BlueTec im Nutzfahrzeugbereich 2005 wurden bereits mehr als 160.000 Nutzfahrzeuge von Lkw über Busse bis hin zu Transportern mit dieser Technologie in Europa verkauft. Im Pkw-Bereich wurde BlueTEC mit dem E 320 BlueTEC im Oktober 2006 in den USA und Ende 2007 mit dem E 300 BlueTEC in Europa eingeführt.
Zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs im Pkw-Bereich setzt Daimler unter anderem auch auf die Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor. Sie wird ab 2009 als BlueHYBRID mit Ottomotor und später als BlueTEC HYBRID mit Dieselmotor in verschiedenen Modellen eingeführt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Lithium-Ionen-Batterietechnik. Daimler wird diese innovative Technologie bereits nächstes Jahr in dem S 400 BlueHYBRID einführen. Bei Hybridantrieben ist Daimler Weltmarktführer im Segment der Busse mit über 1.500 Orion Hybridbussen auf den Straßen Nordamerikas und weiteren vorliegenden 1.100 Bestellungen. Mitsubishi Fuso ist mit 300 verkauften Lkw Fuso Canter Eco Hybrid und dem Bus Fuso Aero Star Eco Hybrid in Asien ebenfalls erfolgreich im Bereich der Hybridfahrzeuge.
Die vielversprechendste Option für lokal emissionsfreie Mobilität sind aus Sicht des Unternehmens Brennstoffzellen- und Batteriefahrzeuge. Mit rund 100 Brennstoffzellen Pkw und Nutzfahrzeugen hat das Unternehmen seit 2004 weltweit die größte Flotte in Kundenhand. In London betreibt das Unternehmen derzeit zudem eine Testflotte mit 100 smarts ed mit Elektroantrieb. Für das Jahr 2010 hat Daimler bereits die ersten Kleinserien von Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeugen angekündigt.
Ziel von Daimler ist neben der Reduktion von Verbrauch und Emissionen der Umweltschutz über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs. Daher gestaltet das Unternehmen unter dem Leitgedanken "Design for Environment" bereits seit zwölf Jahren seine Produktentwicklung umweltgerecht. "Nur mit einem integrierten Ansatz, der Design, Entwicklung, Produktion, Betrieb und Recycling der Produkte mit einbezieht, erreichen wir eine ökologisch ausgewogene Gesamtbilanz", so Prof. Herbert Kohler, verantwortlich für Fahrzeugaufbau und Antrieb Konzernforschung und Vorentwicklung sowie Umweltbevollmächtigter der Daimler AG.
Gesellschaftliches Engagement
Nachhaltig handeln heißt für Daimler auch dauerhaft erfolgreich wirtschaften und sich überall dort gesellschaftlich zu engagieren, wo das Unternehmen aktiv ist. Verantwortungsbewusstsein zeigt Daimler insbesondere auch gegenüber seinen Mitarbeitern mit einer Vielzahl sozialer Leistungen sowie Programmen zum Schutz der Gesundheit und zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bis 2009 werden deutschlandweit allein 350 Krippenplätze für unter Dreijährige geschaffen. Ein weiterer Ausbau ist bereits in Planung. Für Daimler basiert die Innovationskraft eines Unternehmens auf der vielfältigen Erfahrungswelt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unterschiedliche Kompetenzen, Persönlichkeiten, Erfahrungen und Sichtweisen tragen maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit bei. Ein effektives Diversity Management ist deshalb unternehmerisch und sozial sinnvoll wie notwendig. Gesellschaftliche Verantwortung heißt auch, jungen Menschen eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen: Rund 40 Prozent aller Ausbildungsplätze der deutschen Automobilhersteller werden allein von Daimler angeboten. Daimler bildet seit Jahren weit über den eigenen Bedarf hinaus aus. Auch die betriebliche Alterversorgung ist ein Thema, das gerade aufgrund der demographischen Entwicklung und der staatlichen Rentenkassen enorm an Bedeutung gewonnen hat. Daimler ist dabei, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern das bestehende System neu und zukunftssicher aufzustellen.
Daimler versteht sich als "Good Corporate Citizen" und engagiert sich rund um den Globus sozial und kulturell für die Menschen, vor allem für die Generation von Morgen. Das Unternehmen fördert vielfältige Initiativen in den Bereichen Wissenschaft, Erziehung, Bildung und Kultur. Dafür stehen beispielhaft die Initiative "Mobile Kids" für mehr Verkehrssicherheit für Kinder, die Daimler-Ausbildungszentren in vielen Regionen der Welt, die gemeinsame Initiative mit der UNESCO zum interkulturellen Dialog von Ingenieurstudenten und Schülern auf der ganzen Welt, Mondialogo, oder zahlreiche soziale Projekten und Initiativen im unmittelbare Umfeld der Standorte weltweit. Darüber hinaus unterstützt Daimler auch das ehrenamtliche Engagement seiner Mitarbeiter.
Gesellschaftliche Verantwortung übernimmt das Unternehmen auch im Umfeld seiner internationalen Standorte und in vielen weiteren Ländern der Welt, beispielsweise auch in zahlreichen entwicklungsorientierten Staaten. So hat Mercedes-Benz Südafrika sein Mitarbeiterprogramm gegen HIV/AIDS über die Werkstore hinaus getragen und mit dem Siyakhana-Projekt auf kleine und mittlere Unternehmen ausgeweitet. Über seine Partnerschaft mit dem Internationale Olympischen Komitee sowie über die Laureus Sports for Good Foundation fördert Daimler zudem den Breitensport in Entwicklungsländern und unterstützt soziale Projekte für Kinder und Jugendliche in etwa 50 Ländern der Welt.
Dieses Dokument enthält vorausschauende Aussagen zu unserer aktuellen Einschätzung zukünftiger Vorgänge. Wörter wie »antizipieren«, »annehmen«, »glauben«, »einschätzen«, »erwarten«, »beabsichtigen«, »können/könnten«, »planen«, »projizieren «, »sollten« und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Diese Aussagen sind einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Einige Beispiele hierfür sind ein konjunktureller Abschwung oder ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum in wichtigen Wirtschaftsregionen, insbesondere in Europa oder Nordamerika, die Auswirkungen der Subprime-Krise, die zu einer schwächeren Nachfrage unserer Produkte insbesondere im US-amerikanischen, aber auch im europäischen Markt führen könnte, Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, die Einführung von Produkten durch Wettbewerber und ein möglicher Akzeptanzverlust unserer Produkte oder Dienstleistungen, Preiserhöhungen bei Kraftstoff, Rohstoffen und Edelmetallen, Unterbrechungen bei der Produktion, die auf Materialengpässen, Belegschaftsstreiks oder Lieferanteninsolvenzen beruhen, ein Rückgang der Wiederverkaufspreise von Gebrauchtfahrzeugen, die Geschäftsaussichten von Daimler Trucks, die von einer länger als erwartet andauernden Nachfrageschwäche auf den US-amerikanischen und japanischen Nutzfahrzeugmärkten betroffen sein könnten, die effiziente Umsetzung von Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogrammen, die Geschäftsaussichten von Chrysler, an der wir eine Beteiligung halten, einschließlich der Fähigkeit ihre Restrukturierungspläne erfolgreich umzusetzen, die Geschäftsaussichten der EADS, an der wir eine Beteiligung halten, einschließlich der Auswirkungen zukünftiger Lieferverzögerungen und Lieferungsreduzierungen bei Flugzeugen, die Änderungen von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien, insbesondere soweit sie Fahrzeugemission, Kraftstoffverbrauch und Sicherheit betreffen, sowie die Beendigung laufender behördlicher Untersuchungen und der Ausgang anhängiger oder drohender künftiger rechtlicher Verfahren und weitere Risiken und Unwägbarkeiten von denen einige im aktuellen Geschäftsbericht von Daimler unter der Überschrift »Risikobericht« sowie unter den Überschriften »Risk Factors« und »Legal Proceedings« im aktuellen Geschäftsbericht von Daimler nach »Form 20-F« beschrieben sind, der bei der US-Wertpapier-Börsenaufsichtsbehörde eingereicht wurde. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.