Für die Produktion der neuen Mercedes-Benz Kompaktwagen-Generation hat Daimler insgesamt 1,4 Milliarden Euro investiert, davon 800 Millionen Euro für den Neubau des Werks Kecskemét und 600 Millionen Euro für die Erweiterung des Werks Rastatt. Die gemeinsame Produktion der B-Klasse in Rastatt und Kecskemét ermöglicht die flexible und jeweils optimale Steuerung der Auslastung beider Werke. Diese Volumenflexibilität leistet einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit des Produktionsverbunds. Weiterhin sorgt die gemeinsame Architektur der neuen Kompaktwagen-Generation für die vollständige Typflexibilität der Fertigung: Auf ein und demselben Band sind prinzipiell alle Modelle des Standorts – in allen Varianten des Produktprogramms sowie in beliebiger Reihenfolge – darstellbar.
Zum Produktionsverbund gehört auch die leistungsfähige logistische Verbindung zwischen den beiden Werken, die Teil des Daimler-Rail-Net Verbundes sind. Die neue Ost-West-Schienenverbindung ergänzt seit Kurzem die bestehenden Nord-Süd-Verbindungen zwischen den Powertrain- und Fahrzeugwerken in Deutschland. Per Bahn werden dabei vor allem Karosserieteile, Motoren, Getriebe und weitere Komponenten aus den deutschen Standorten nach Kecskemét geliefert. Ab dem Jahr 2013 wird zudem der Großteil der Fertigfahrzeuge in Gegenrichtung auf der Schiene transportiert. Dies führt im Endausbau in Summe zu einer jährlichen CO2-Einsparung von bis zu 60.000 Tonnen.