Ausblick
Unseren Aktionären, den Analysten und der interessierten Öffentlichkeit möchte Daimler durch aktuelle, faire und transparente Kommunikation die Möglichkeit bieten, sich fundiert über das Unternehmen zu informieren.
Ausblick: Jahrespressekonferenz, Stand 18. Februar 2010
Zu Beginn des Jahres 2010 befindet sich die Weltwirtschaft noch immer in einer Übergangsphase. Einerseits wurde die Talsohle der schwerwiegendsten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit inzwischen durchschritten, andererseits gibt es kaum stichhaltige Belege dafür, dass sich tatsächlich schon ein selbsttragender, dauerhafter Aufschwung eingestellt hat. In der Weltwirtschaft gibt es zwar Anzeichen für eine leichte Erholung, keineswegs aber Grund zur Entwarnung. Positive Effekte gehen derzeit von den weiterhin solide wachsenden Schwellenländern wie zum Beispiel China und Indien aus.
Nach heutiger Einschätzung wird die weltweite Automobilnachfrage im Jahr 2010 im Vergleich zum Krisenjahr 2009 in einer Bandbreite zwischen 3% und 4% wachsen. Weltweit betrachtet könnte das Wachstum in den oberen Premiumsegmenten der Pkw-Märkte deutlicher ausfallen als im Gesamtmarkt, weil diese Segmente im Vorjahr kaum von den staatlichen Programmen profitierten und damit im laufenden Jahr keine nennenswerten Auswirkungen von dieser Seite zu erwarten haben.
Auch die weltweite Nutzfahrzeugnachfrage dürfte nach der schweren Krise im Vorjahr wieder moderat zulegen. Für die NAFTA-Region wird nach drei deutlich rückläufigen Jahren in Folge im Segment der mittelschweren und schweren Lkw eine leichte Markterholung um 10% bis 15% erwartet. In Europa könnte sich die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen etwas besser entwickeln als im Vorjahr. Im Segment über 6t dürfte die Nachfrage hingegen in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen.
Mercedes-Benz Cars geht auf der Basis des attraktiven und wettbewerbsfähigen Fahrzeugangebots davon aus, dass die Marktposition auch unter den weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen behauptet werden kann. Deshalb streben wir an, die positive Entwicklung des zweiten Halbjahres 2009 fortzusetzen und den Absatz im Jahr 2010 zu steigern.
Auf Basis der Annahmen zur Entwicklung wichtiger Absatzmärkte und der Planungen der Geschäftsfelder erwartet der Daimler-Konzern somit, dass der Absatz im Jahr 2010 insgesamt gesteigert werden kann.
Nach dem deutlichen Rückgang im Jahr 2009 geht der Daimler-Konzern davon aus, dass der Umsatz im Jahr 2010 zwar wieder steigt, aber noch deutlich unter dem Niveau des Jahres 2008 liegen wird. Das Wachstum wird dabei voraussichtlich von allen automobilen Geschäftsfeldern getragen.
Daimler erwartet in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld für 2010 ein Konzern-EBIT aus dem laufenden Geschäft von mehr als 2,3 Mrd. €. Maßgeblich hierfür sind der Markterfolg der neuen Produkte, eine moderate Aufwärtsentwicklung der wichtigsten Märkte und die verstärkten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.
Die EBIT-Erwartungen der Geschäftsfelder für 2010:
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Mercedes-Benz Cars rechnet mit einem EBIT von mehr als 1,5 Mrd. €.
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Daimler Trucks erwartet ein EBIT von rund 200 Mio. €.
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Mercedes-Benz Vans geht von einem EBIT in der Größenordnung von 250 Mio. € aus.
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Daimler Buses erwartet ein EBIT von 180 Mio. €.
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Daimler Financial Services geht davon aus, das EBIT auf mindestens 350 Mio. € verbessern zu können.
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In der Überleitung von der Summe der Geschäftsfelder zum Konzern-EBIT rechnet Daimler mit einem Aufwand von rund
200 Mio. €.
Vorausschauende Aussagen:
Dieses Dokument enthält vorausschauende Aussagen zu unserer aktuellen Einschätzung zukünftiger Vorgänge. Wörter wie »antizipieren«, »annehmen«, »glauben«, »einschätzen«, »erwarten«, »beabsichtigen«, »können/könnten«, »planen«, »projizieren «, »sollten« und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Diese Aussagen sind einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Einige Beispiele hierfür sind eine nicht eintretende weitere Verbesserung oder eine erneute Verschärfung der weltwirtschaftlichen Situation, insbesondere ein erneuter Rückgang der Konsumentenachfrage und der Investitionen in Westeuropa oder den USA oder eine Abschwung in bedeutenden asiatischen Volkswirtschaften, eine Fortdauer oder eine weitere Verschlimmerung der angespannten Situation an den Kredit- und Finanzmärkten, die zu erneut steigenden Kosten der Kapitalbeschaffung oder zu einer Einschränkung unserer Finanzierungsmöglichkeiten führen könnte, Veränderungen der Wechselkurse oder Zinssätze, die Möglichkeit weiterhin verbrauchsgünstige und umweltfreundliche Produkte anzubieten, eine dauerhafte Veränderung des Konsumverhaltens in Richtung kleinerer und weniger gewinnbringender Fahrzeuge, die Einführung von verbrauchsgünstigen Produkten durch Wettbewerber und ein möglicher Akzeptanzverlust unserer Produkte oder Dienstleistungen, wodurch unsere Möglichkeit der hinreichenden Auslastung unserer Produktionskapazitäten sowie unsere Möglichkeit von Preissteigerungen beschränkt sein könnte, Preiserhöhungen bei Kraftstoff, Rohstoffen und Edelmetallen, Unterbrechungen der Produktion, die auf Materialengpässen, Belegschaftsstreiks oder Lieferanteninsolvenzen beruhen, ein weiterer Rückgang der Wiederverkaufspreise von Gebrauchtfahrzeugen, die erfolgreiche Umsetzung von Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsprogrammen in allen unseren Geschäftsfeldern, einschließlich der erfolgreichen Repositionierung unseres Nutzfahrzeuggeschäfts im NAFTA-Raum und in Asien, die Geschäftsaussichten der Gesellschaften, an denen wir eine Beteiligung halten, insbesondere EADS, die Änderungen von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien, insbesondere soweit sie Fahrzeugemission, Kraftstoffverbrauch und Sicherheit betreffen, sowie die Beendigung laufender behördlicher Untersuchungen und der Ausgang anhängiger oder drohender künftiger rechtlicher Verfahren und weitere Risiken und Unwägbarkeiten, von denen einige im aktuellen Geschäftsbericht unter der Überschrift »Risikobericht« sowie unter den Überschriften »Risk Factors« und »Legal Proceedings« im aktuellen Geschäftsbericht nach »Form 20-F« beschrieben sind, der bei der US-Wertpapier-Börsenaufsichtsbehörde eingereicht wurde. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.
Weiterführende Informationen finden Sie in den ausführlichen Geschäfts- und Zwischenberichten sowie den ergänzenden Dateien und Berichtsformaten
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