Fragen & Antworten zu Dividende und Versteuerung
Übersicht
Welche Dividende soll im Jahr 2015 für das Geschäftsjahr 2014 ausgeschüttet werden?
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 1. April 2015
die Ausschüttung einer Dividende von 2,45 (i.V. 2,25) € pro Aktie vor. Mit dieser erneuten Steigerung der Dividende und damit der höchsten Gewinnbeteiligung der Daimler AG lassen wir unsere Aktionäre am Erfolg des Unternehmens teilhaben und drücken zugleich unsere Zuversicht über den weiteren Geschäftsverlauf aus.
Die Ausschüttungssumme beläuft sich auf 2,621 (i. V. 2,407) Mrd. €, die Ausschüttungsquote auf 38% des auf die Daimler-Aktionäre entfallenden Konzernergebnisses. Daimler orientiert sich für die Folgejahre an einer Ausschüttungsquote in der Größenordnung von 40%.
Wann wird die Dividende ausgezahlt / der Kurs ex dividende notiert?
Sofern die Aktionäre auf der Hauptversammlung den Dividendenvorschlag annehmen, erfolgt die Auszahlung der Dividende am ersten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung, also am 2. April 2015, an die Depotbanken, die die Verteilung an die Aktionäre sicherstellen.
Dies wird auch der Tag, an dem der Aktienkurs ex dividende notiert.
Welche Dividendenpolitik verfolgt Daimler?
Das Unternehmen strebt an, zukünftig jeweils 40% des auf die Aktionäre der Daimler AG entfallenden Konzernergebnisses auszuschütten.
Wie hoch war die Dividende in früheren Jahren und wann wurde sie jeweils ausbezahlt?
Eine Übersicht mit Beträgen und Terminen seit 1988 finden Sie hier.
Bis wann muss ich Aktien gekauft haben, um dividendenberechtigt zu sein?
Sie müssen spätestens am Tag der Hauptversammlung die Aktien (ISIN: DE 000 7100000) gekauft haben, um nach der Hauptversammlung die Dividende zu erhalten. Es gibt keine Mindesthaltedauer vor oder nach der Hauptversammlung. Bei einem außerbörslichen Kauf können sich Abweichungen ergeben. Hierüber kann Sie nur der Verkäufer der Aktien informieren.
Wen kontaktiere ich bei Fragen zur Dividendenzahlung?
Die Aktien der Daimler AG werden girosammelverwahrt; bitte wenden Sie sich an Ihre Haus-/Depotbank, bei der das Aktiendepot geführt wird.
Als Eigentümer von DaimlerChrysler Aktienurkunden (effektiven Stücken) wenden Sie sich bitte an die
Registrar Services GmbH
Postfach
60630 Frankfurt
Deutschland
Telefon ++49-(0) 6196 - 8870 700
Fax ++49-(0) 69 - 2222 34282
e-mail: daimler.service@rsgmbh.com
die im Auftrag der Daimler AG die Dividendenzahlungen veranlasst.
Was ist wichtig bzgl. Dividende und Veräußerungsgewinnen?
Details
Nachfolgend wird zwischen in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtigen Aktionären (Inländer) und ausländischen Aktionären unterschieden.
I. Inländische Aktionäre
(a) Besteuerung von Dividenden
Die Dividende auszahlende Bank nimmt auf die Bruttodividende der Daimler AG einen Kapitalertragsteuerabzug von 26,375% vor (= 25% Kapitalertragsteuer + 5,5% Solidaritätszuschlag auf 25% Kapitalertragsteuer).
Der Kapitalertragsteuerabzug hat grundsätzlich abgeltende Wirkung, d.h. die Dividenden werden nicht mehr in die Einkommensteuerveranlagung der Aktionäre einbezogen.
Beispiel (auf Basis der für die Zahlung in 2015 für 2014 vorgeschlagenen Dividende):
1 Aktie
1.000 Aktien
Dividende
2,45 Euro
2.450,00 Euro
Abzgl. 25% Kapitalertragsteuer
- 0,61 Euro
- 612,50 Euro
Abzgl. 5,5% Solidaritätszuschlag auf die Kapitalertragsteuer
- 0,03 Euro
-33,69 Euro
Auszahlung
1,81 Euro
1.803,81 Euro
Mit der Kapitalertragsteuer ist ab 1.1.2015 zugleich auch die Kirchensteuer
von Kapitalerträgen einzubehalten, wenn der Aktionär einer kirchensteuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört.
Liegen eine sog. Nichtveranlagungsbescheinigung oder ein ausreichender Freistellungsauftrag vor, erfolgt die Auszahlung der Dividende ohne Abzug.
Hat der Aktionär seiner Depotbank keinen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge erteilt oder keine Nichtveranlagungsbescheinigung vorgelegt und liegen die Voraussetzungen für eine solche Erteilung aber vor, so kann er die durch die Depotbank einbehaltene Kapitalertragsteuer im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung durch das Finanzamt erstattet erhalten.
(b) Besteuerung von Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien
Veräußert der Aktionär Daimler-Aktien, die er nach dem 31.12.2008 erworben hat, so unterliegt ein dabei erzielter Gewinn der Kapitalertragsteuer. D.h.
die inländische Depotbank nimmt auf den Veräußerungsgewinn einen Kapitalertragsteuerabzug von 26,375% (KESt + Soli) (ggf. zuzüglich Kirchensteuer) vor. Der Kapitalertragsteuerabzug hat abgeltende Wirkung,
d.h. die Veräußerungsgewinne werden grundsätzlich nicht mehr in die Einkommensteuerveranlagung des Aktionärs einbezogen.
Die Haltedauer der Aktien spielt – anders als in der Vergangenheit (Spekulationsfrist 1 Jahr) - keine Rolle mehr.
(c) Verluste aus der Veräußerung von Aktien
Verluste aus der Veräußerung von Daimler-Aktien, die der Aktionär nach dem 31.12.2008 angeschafft hat, können steuerlich nur mit Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien, die nach dem 31.12.2008 angeschafft wurden, verrechnet werden. Wurden die Daimler-Aktien vor dem 01.01.2009 angeschafft, so können die Verluste steuerlich nicht geltend gemacht werden.
II. Ausländische Aktionäre
(a) Dividenden
Wie bei inländischen Aktionären, nimmt die dividendenauszahlende Bank auf die Bruttodividende einen Kapitalertragsteuerabzug von 26,375% (KESt + Soli) vor. Die Dividende ist im Heimatstaat des Aktionärs nach den dort geltenden Regeln zu versteuern. Die in Deutschland gezahlte Kapitalertragsteuer kann ggf. ganz oder teilweise auf die im Ausland festgesetzte Einkommensteuer angerechnet werden.
Dem Aktionär kann in Deutschland ein Anspruch auf teilweise Rückzahlung der Kapitalertragsteuer zustehen, wenn in einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA) zwischen Deutschland und dem Heimatstaat des Aktionärs auf Dividenden ein niedrigerer Steuersatz als 26,375% vereinbart ist.
Weitere Informationen hierzu können über die Internetadresse des Bundeszentralamtes für Steuern (www.bzst.bund.de) heruntergeladen werden.
(b) Veräußerungsgewinne /-verluste
Veräußert der Aktionär Aktien – unabhängig vom Anschaffungsdatum –,
so unterliegt ein dabei erzielter Gewinn nicht der Kapitalertragsteuer. D.h.
die inländische Depotbank behält auf den Veräußerungsgewinn keine Kapitalertragsteuer ein. Voraussetzung ist, dass der Aktionär von der Depotbank als ausländischer Aktionär erkannt wird, d.h. das seine Kontendaten ihn als ausländischen Aktionär identifizieren.
Veräußerungsgewinne/-verluste sind im Heimatstaat des Aktionärs nach den dort geltenden Regeln zu versteuern.
Hinweis:
Die vorstehenden Ausführungen stellen nur allgemeine Hinweise dar und begründen keine steuerliche Beratung. Die Ausführungen geben unsere Interpretation der relevanten aktuell gültigen steuergesetzlichen Bestimmungen wieder. Für darüber hinausgehende Informationen empfehlen wir im Einzelfall eine steuerliche Beratung einzuholen.
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