Trennung von Chrysler
Beschluss der Mehrheitsabgabe von Chrysler an Cerberus und zur Neuausrichtung von Daimler
Sie finden die Meldung vom 14. Mai 2007, die Rede des Vorstandsvorsitzenden Dr. Zetsche sowie die Aufzeichnungen der Pressekonferenz und der Telefonkonferenz  hier
Formal-juristischer Abschluss (Closing) der Transaktion
Sie finden die Meldung vom 3. August 2007  hier
Formal-juristischer Abschluss des Namenswechsels in Daimler AG:
Die Veröffentlichung im Unternehmensregister durch das Amtsgericht über die Eintragung im Handelsregister vom 19.10.2007 finden Sie hier  (pdf-Datei, 22 kB).
Abgabe der verbliebenen 19,9% Beteiligung
Sie finden die Meldung vom 27. April 2009 zur Einigung über die Trennung von Chrysler hier (pdf-Datei, 68 kB)
Aktienumstellung
An der Aktieninhaberschaft ergaben sich durch die Transaktionen keine Änderungen. Es waren auch keine Maßnahmen durch die Aktionäre zu veranlassen, denn es änderte sich lediglich der Name der Aktie von DaimlerChrysler zu Daimler, nachdem die Hauptversammlung der vorgeschlagenden Namensänderung zugestimmt hatte. Auch die Abgabe der verbleibenden 19,9% an Cerberus hatte auf frühere Chrysler- oder DaimlerChrysler-Aktionäre keine Auswirkung.
Anleihen, Bonds
Für Zeichner von DaimlerChrysler Anleihen änderte sich nichts. Alle unsere Anleihen sind bedingungslos und unwiderruflich garantiert durch DaimlerChrysler AG und „bleiben“ bei Daimler.
Umfirmierung
Eine außerordentliche DaimlerChrysler Hauptversammlung  hat am 4. Oktober 2007 in Berlin die Namensänderung beschlossen.
Seit dem Beschluss der Namensänderung tritt das Unternehmen als "Daimler AG" auf.
Unternehmensname "Daimler"
Beim Vorschlag der Verwaltung zur Änderung der Firma wurden markenrechtliche und strategische Anforderungen berücksichtigt. Der Name Daimler steht für eine hohe Bekanntheit und ein hohes Vertrauen in die Kompetenz der Gesellschaft als weltweit angesehener Automobil- und Nutzfahrzeughersteller. Mit Daimler vermeiden wir zudem Überschneidungen zwischen der Unternehmensmarke und der wertvollsten Automobilmarke der Welt, Mercedes-Benz. Der Name Daimler ist in der Positionierung für das Markenportfolio deutlich offener als zum Beispiel »Mercedes-Benz« oder »Daimler-Benz« und dient daher in geeigneter Weise als Unternehmensname für alle unsere Produkte – sowohl für Mercedes-Benz als auch für Freightliner, Setra, smart usw. Mit dem Namen Daimler knüpft das Unternehmen an die Tradition an und signalisiert gleichzeitig einen Aufbruch. Den Verdiensten von Bertha und Karl Benz wird weiterhin durch den unveränderten Markennamen »Mercedes-Benz« weltweit Rechnung getragen. Mercedes-Benz wird konsequent dort auftreten, wo der Kunde Produkte erwerben will, d.h. alle Auslandsgesellschaften, die fast nur Mercedes-Benz Produkte verkaufen, werden in Mercedes-Benz Gesellschaften umbenannt. Auch alle Werke, die Mercedes-Benz Produkte herstellen, werden Mercedes-Benz Werke heißen.
DRIP Dividend Reinvestment Program
Das in USA bestehende DRIP Dividend Reinvestment Program mit DaimlerChrysler Aktien wird auch mit Daimler Aktien unverändert fortgesetzt. Programmteilnehmer müssen keine gesonderten Maßnahmen ergreifen.
Erhalte ich nach der Umstellung auf Daimler noch Dividendenschecks auf meine DaimlerChrysler-Aktienzertifikate oder muss ich diese umtauschen?
Es werden weiterhin Dividendenschecks versandt, ein Umtausch der Stücke ist hierfür nicht erforderlich.
Gibt es nach der Namensänderung Daimler-Aktienzertifikate?
Nein.
Änderten sich die Wertpapierkennnummer oder die ISIN?
Nein. Die WKN blieb bei 710000 und die ISIN blieb bei DE0007100000.
Änderte sich das Börsenkürzel?
Ja. Nach Abschluss der Chrysler-Transaktion wurde das Tickersymbol von DCX auf DAI am Donnerstag, den 9. August 2007 umgestellt.
Wird die Daimler Aktie weiterhin an den Börsenplätzen gehandelt werden, an denen die DaimlerChrysler Aktie notiert war?
Ja, die Daimler Aktie ist an den Börsen Frankfurt, New York, Stuttgart notiert.
Warum wurde Cerberus der Partner und nicht ein anderer Bieter?
Wir haben uns auf fünf Bereiche konzentriert. Dabei haben wir die bestmöglichen Resultate angestrebt und dann eine abschließende Bewertung vorgenommen.
  • Ausgangspunkt: Chrysler sollte die bestmöglichen Entwicklungschancen haben.
  • Geschäftsrisiken: Die Transaktion sollte Daimler von allen mit diesem Geschäftsbetrieb verbundenen Risiken entlasten, inkl. Gesundheitskosten und allen anderen Elementen wie Risiken und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Chrysler Geschäftsbetrieb.
  • Sicherheit der Transaktion: Wir wollten nicht auf halben Wege stecken bleiben, sondern der Abschluss der Transaktion musste gesichert sein.
  • Geschwindigkeit: Wir wollten absolut sicher sein, dass die bedauerliche Phase der Unsicherheit für Chrysler, für die Chrysler Mitarbeiter und die Geschäftspartner von Chrysler so kurz wie irgend möglich sei. Drei Monate von der Ankündigung bis zur Bekanntgabe sind unseres Erachtens ein gutes Ergebnis.
  • Wert: Es sollte der beste Wert für die Transaktion erzielt werden.
Cerberus hat uns in allen fünf Kategorien die besten Angebote gemacht, wodurch es uns leicht fiel, uns für Cerberus zu entscheiden.
Struktur der Transaktion im August 2007
Für den Anteil von 80,1% an der Chrysler Holding LLC hat CG Investor LLC, eine Tochtergesellschaft von Cerberus Capital Management, eine Einlage von 5,2 Mrd. € (7,2 Mrd. US-$) geleistet. Daimler war an dieser neuen Gesellschaft mit 19,9% beteiligt. Die Chrysler Holding LLC hält jeweils 100% an der Chrysler LLC, die das Fahrzeuggeschäft mit den Marken Chrysler, Jeep® und Dodge betreibt, und an der Chrysler Financial Services LLC, die das dazugehörige Finanzdienstleistungsgeschäft im NAFTA-Raum wahrnimmt.
DaimlerChrysler hat das Industriegeschäft der Chrysler Group zum Zeitpunkt des Closings im August 2007 schuldenfrei an Cerberus übergeben.
Die finanziellen Verpflichtungen der Chrysler Group für Pensionen und Gesundheitsfürsorge gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Beschäftigten von Chrysler Financial Services verblieben bei den Chrysler-Unternehmen. Daimler stellte eine Garantie in Höhe von 1 Mrd. US-$ zur Verfügung, die nur dann fällig werden sollte, wenn die Pensionspläne der Chrysler Group innerhalb der nächsten fünf Jahre beendet würden. Für die Pensionspläne bestand im August 2007 eine deutliche Überdeckung.
Warum wurden die verbliebenen 19,9 % an Cerberus abgegeben?
Die Details des Restrukturierungs-/ Sanierungsplans von Chrysler waren am 27.4.2009 noch nicht beschlossen. Daimler wollte kein Anteilseigner an einem wie auch immer restrukturierten Chrysler werden. Aber wir wollten unseren Teil dazu beitragen, eine Restrukturierung von Chrysler zu ermöglichen und ihr nicht im Weg stehen sowie die endgültige Trennung von Chrysler vollziehen.
Mit wem wurde die Vereinbarung geschlossen und wie sieht sie aus?
  • Die Vereinbarung wurde mit Wirkung vom 27.4. 2009 zwischen der staatlichen US-Pensionsaufsicht Pension Benefit Guaranty Corporation (PBGC), Chrysler, Cerberus und der Daimler AG geschlossen.
  • Daimler gibt seine Beteiligung in Höhe von 19.9% an Chrysler Holding LLC ab.
  • Daimler verzichtet auf die Rückzahlung die beiden Darlehen, die bereits im Jahresabschluss 2008 vollständig wertberichtigt wurden.
  • Damit sind die noch offenen Themen sowohl mit Cerberus als auch mit Chrysler jetzt abgeschlossen.
Wann wurde die vollständige Abgabe der verbliebenen 19,9% an Cerberus wirksam?
Die vollständige Abgabe der verbliebenen 19,9% Anteile an Chrysler Holding LLC wurde am 4. Juni 2009 wirksam.
Welche Zahlungen muss Daimler noch leisten?
Cash-wirksam werden 3 x 200 Mio. USD, die jeweils am Jahrestag des Closings (Unterzeichnung der finalen Vertragsdokumente) in die Pensionspläne von Chrysler eingezahlt werden. Diese Zahlungen werden also wahrscheinlich jeweils im 2. Quartal der Jahre 2009, 2010, 2011 fällig.
Was passiert mit der Pensionsgarantie von 1 Mrd. USD?
Sie wurde auf 200 Mio. USD reduziert und bleibt wie weiterhin bis August 2012 bestehen.
Welche Belastungen kommen auf Daimler zu, nachdem Chrysler Insolvenz
beantragt hat?
Als Risiko für Daimler besteht die Pensionsgarantie von 200 Mio. USD, sowie weitere im Rahmen der Transaktion 2007 durch Daimler gegeben Garantien, welche jedoch größtenteils durch ein Treuhandkonto abgesichert sind. Darüber hinaus beschränkt sich die Beziehung von Daimler und Chrysler ausschließlich auf eine Kunden-/ Lieferantenbeziehung. Dies betrifft beispielsweise die Lieferung von Motoren, Getrieben etc. der Daimler AG an Chrysler LLC und die Finanzdienstleistungen für das internationale Geschäft von Chrysler bis Ende September 2009.
Fragen und Antworten
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