Indirekte wirtschaftliche Einflüsse
Die Automobilindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Pkw sind die Stütze des Individualverkehrs, Lkw fahren hochwertige Güter an jeden Ort. Damit beeinflusst die Automobilindustrie, und in diesem Rahmen DaimlerChrysler, das wirtschaftliche Geschehen auf vielfältige Weise.
Ökonomische Bedeutung der Automobilindustrie. Die Automobilindustrie ist weltweit Treiber für Wachstum, Einkommen, Beschäftigung und Wohlstand. Aufgrund ihrer Größe und globalen Ausrichtung trägt sie wesentlich zur Entwicklung der Weltwirtschaft bei. So erreicht allein der Umsatz von DaimlerChrysler die Größenordnung des Bruttoinlandsprodukts von Portugal oder Hongkong.
Die deutsche Automobilindustrie ist im Jahr 2006 mit rund 750.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber. Die Tatsache, dass Deutschland Exportweltmeister ist, lässt sich vor allem auf die fast 100 Mrd. Euro Ausfuhrüberschuss der Automobilindustrie zurückführen. In den USA ist jeder zehnte Job von der Automobilindustrie abhängig, Produktion und Vertrieb von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen generieren 4 Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts.
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) der Automobilbranche in Deutschland sind mit über 15 Mrd. Euro in 2006 – das sind rund 35 Prozent der Gesamtaufwendungen des verarbeitenden Gewerbes – überdurchschnittlich hoch. Die Investitionen von DaimlerChrysler haben daran einen Anteil von mehr als einem Drittel. Nach einer EU-Studie nahm der Konzern bereits im Jahr 2005 den vierten Platz der weltweiten Rangliste ein, europaweit sogar Platz eins. Die zwei Heimatregionen von DaimlerChrysler – das Land Baden-Württemberg und der US-Bundesstaat Michigan – profitieren von der Wirtschaftskraft des Unternehmens ganz besonders. Baden-Württemberg etwa, wo ein Viertel aller Arbeitsplätze der deutschen Automobilindustrie angesiedelt sind, hat eine Arbeitslosenquote weit unter dem Mittel in Deutschland. Auch Michigan – hier sind 22 Prozent der Beschäftigten direkt oder indirekt von der Automobilindustrie abhängig – weist die höchste Beschäftigungsrate in der nordamerikanischen Automobilindustrie auf.
Arbeitsplätze, Einkommen, Steuerzahlungen. Die laufenden Steuerzahlungen von DaimlerChrysler betrugen im Jahr 2006 insgesamt 1,2 Mrd. Euro. Das ist jedoch nur ein Bruchteil der Gelder, die direkt oder indirekt aus dem Konzern an die öffentliche Hand fließen. Der Staat profitiert auch auf andere Weise, so etwa von den Steuern und Abgaben aus Lohn- und Gehaltszahlungen (18,6 Mrd. Euro) für mehr als 360.000 Mitarbeiter, Personal und Sozialaufwendungen (24,8 Mrd. Euro) sowie Steuern auf Dividenden und Umsatz. Hinzu kommen weitere Steueraufkommen z.B. der Zulieferindustrie oder durch Finanz-, Vertriebs- und Servicedienstleister.
 
 
Weitergehende wirtschaftliche Einflüsse. Über das Kerngeschäft, den Verkauf von Autos hinaus, profitieren Wirtschaft und Gesellschaft auch auf andere Weise von DaimlerChrysler. So unterstützt das Unternehmen zum Beispiel lokale Einrichtungen finanziell und fördert Infrastrukturleistungen, wie unternehmenseigene Sportstätten. MAGAZIN S.77
Inhaltsnavigation
Indirekte wirtschaftliche Einflüsse
Inhaltsnavigation
Indirekte wirtschaftliche Einflüsse
Hinweis
Die Informationen in der Rubrik "Nachhaltigkeit" beziehen sich überwiegend auf das Berichtsjahr 2006. Sie bilden daher nicht in jedem Fall die aktuelle Situa- tion im Unternehmen ab.
© 2008 Daimler AG. Alle Rechte vorbehalten.