Kraftstoffe der Zukunft: Neue Treibstoffe ersetzen fossilen Sprit
Beimischungen pflanzlicher Kraftstoffe wie Bioethanol oder Biodiesel zu fossilen Kraftstoffen verbessern schon heute die Umweltbilanz des Straßenverkehrs.
DaimlerChrysler hat sich dazu verpflichtet, Maßnahmen voranzutreiben, die das Potenzial von Biokraftstoffen konsequenter als bisher erschließen. Im Einzelnen heißt dies, die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Fahrzeuge mit bis zu zehn Prozent Beimischung von Biokraftstoffen betankt werden können. In Zusammenarbeit mit der Mineralölwirtschaft sind hierfür allerdings angemessene Qualitätsanforderungen für den Kraftstoff zu definieren. Weiterhin will DaimlerChrysler als Mitglied der 2006 von Automobilherstellern und Mineralölunternehmen gegründeten „Alliance for Synthetic Fuels Europe“ (ASFE) die Nutzung synthetischer Kraftstoffe voranbringen.
Bioethanol und Biodiesel – Kraftstoffe aus der Pflanze. Alle Jeep® Grand Cherokee Dieselfahrzeuge, die das Werk verlassen, sind mit B5-Biodiesel befüllt. Dem Kraftstoff ist ein Anteil von fünf Prozent Biodiesel aus Sojabohnen beigemischt.
Biomass-to-Liquid (BTL) – die zweite, aktuelle Generation der Biokraftstoffe. Prüfstandsuntersuchungen an Mercedes-Benz Dieselmotoren haben gezeigt, dass durch den Wechsel zu synthetischen Kraftstoffen wie BTL die Partikelemissionen um bis zu 30 Prozent und die Kohlenmonoxid- und Kohlenwasserstoffemissionen sogar um bis zu 90 Prozent zurückgehen.
CHOREN Industries hat, gemeinsam mit DaimlerChrysler und Volkswagen, den biogenen Dieselkraftstoff SunDiesel entwickelt und wird diesen noch im Jahr 2007 industriell herstellen. Die Ökobilanz von SunDiesel zeigt, dass vom Anbau, der Kraftstoffherstellung und Nutzung – im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen – bis zu 90 Prozent CO2 vermieden werden. Mercedes-Benz beabsichtigt, künftig alle Diesel-Neuwagen ab Werk mit einer SunDiesel-Erstbefüllung auszuliefern, sobald hierfür genügend Kraftstoff zur Verfügung steht.
Wasserstoff – der Kraftstoff der Zukunft. Um den Brennstoffzellenantrieb marktfähig zu machen, müssen auch die regenerative Herstellung von Wasserstoff und der Aufbau einer Infrastruktur zur Versorgung mit dem Kraftstoff weiter vorangebracht werden. Beides erfordert eine Zusammenarbeit von Politik, Mineralölindustrie, Energiewirtschaft und weiteren potenziellen Investoren. Als Partner solcher Kooperationen engagiert sich DaimlerChrysler in der europäischen „Clean Energy Partnership“ (CEP) und in den USA bei der Initiative „FreedomCAR and Fuel Partnership“.