Umweltschutz bei den Produkten
Umweltgerechte Produktentwicklung
Die kontinuierliche Verbesserung der Umweltverträglichkeit der Fahrzeuge von DaimlerChrysler ist bereits in den jeweiligen Lastenheften der Entwicklung festgeschrieben. Als Querschnittsteam sind DfE-Experten (Design for Environment) in alle Prozessstufen der Fahrzeugentwicklung eingebunden. Sie bewerten neue Bauteil- und Fahrzeugkonzepte für künftige Mercedes-Benz Pkw und Nutzfahrzeuge im Rahmen einer ganzheitlichen Bilanzierung.
Umweltgerechte Produktentwicklung beginnt bei der Auswahl geeigneter Rohstoffe und Materialien und endet bei der recyclingfreundlichen Konstruktion und Produktion, die eine spätere Wiederverwendung oder Verwertung erlaubt. Wirkungsvolle Demontage- und Recyclingkonzepte sorgen dafür, dass DaimlerChrysler immer weniger Altteile von Pkw und Nutzfahrzeugen entsorgen muss. Bei der Materialauswahl zieht das Unternehmen, wann immer möglich, hochwertige Sekundärrohstoffe den teureren Primärrohstoffen vor. Bei Kunststoffen wird Rezyklaten oder recycelbaren Materialien der Vorzug gegeben. Bei rund 10 Prozent der insgesamt im Fahrzeug eingesetzten Kunststoffmenge wurden bisher Rezyklate erfolgreich erprobt und für den Serieneinsatz freigegeben.
Umweltgerechte Entwicklung von Pkw. Die S-Klasse von Mercedes-Benz war im Jahr 2005 das weltweit erste Automobil mit Umweltzertifikat. Inzwischen liegt das von der TÜV Management Service GmbH in München ausgestellte Zertifikat auch für die neue C-Klasse vor und bescheinigt deren umweltorientierte Produktentwicklung. Im Vergleich zum Vorgängermodell weist die neue C-Klasse Fortschritte in wichtigen Bereichen wie Kraftstoffverbrauch, Abgasemissionen und Werkstoffauswahl für den gesamten Fahrzeuglebenszyklus auf.
 
 
 
 
Umweltprofil der neuen Mercedes-Benz C-Klasse
 
Primärenergiebedarf:
Über den gesamten L ebenszyklus der neuen C-Klasse ergeben die Berechnungen einen Primärenergieverbrauch von rund 743 Gigajoule (GJ) – das entspricht dem Energieinhalt von etwa 23.000 L itern Super-Benzin – sowie einen Umwelteintrag von knapp 51 Tonnen Kohlendioxid (CO2). Im Vergleich zum Vorgängermodell wurden 125 Gigajoule (rund 3.800 Liter Benzin) und rund 9 Tonnen CO2 eingespart. Für die Berechnung von CO2-Emissionen und Kraftstoffverbrauch ist die Nutzungsphase durch den Fahrzeugkunden mit einem Anteil von mehr als 86 Prozent entscheidend.
Emissionen:
Kohlendioxid:
- 15 Prozent
Stickoxide:
- 20 Prozent
Schwefeldioxid:
+  8 Prozent
Kohlenmonoxid:
+ 25 Prozent
Flüchtige Kohlenwasserstoffe:
- 13 Prozent
Die im Vergleich zum Vorgängermodell höheren CO-Emissionen resultierend aus den leicht erhöhten Fahrbetriebsemissionen, die jedoch die aktuell gültigen europäischen Emissionsgrenzwerte von Euro 4 und auch die zukünftigen Euro-5- und Euro-6-CO-Grenzwerte deutlich (um etwa 75 Prozent) unterschreiten.
Recycling:
Für die neue C-Klasse kann eine stoffliche Recyclingfähigkeit von 85 Prozent und eine Verwertbarkeit von 95 Prozent gemäß dem Berechnungsmodell nach ISO 22628 nachgewiesen werden.
Werkstoffzusammensetzung:
Stahl und Eisen machen bei der neuen C-Klasse einen Anteil von 62 Prozent am Gesamtgewicht des Fahrzeugs aus.
Rezyklateinsatz:
Bei der neuen C-Klasse können insgesamt 32 Bauteile mit einem Gesamtgewicht von 40,1 Kilogramm anteilig aus hochwertigen rezyklierten Kunststoffen hergestellt werden. Damit konnte die Masse der freigegebenen Rezyklatkomponenten im Vergleich zum Vorgängermodell um rund 34 Prozent gesteigert werden.
Nachwachsende Rohstoffe:
27 Bauteile mit einem Gesamtgewicht von 17 Kilogramm werden bei der neuen C-Klasse unter der Verwendung von Naturmaterialien hergestellt. Damit hat sich das Gesamtgewicht der Komponenten, für deren Herstellung Naturmaterialien verwendet werden, im Vergleich zum Vorgängermodell um rund 27 Prozent verringert. Dies ist insbesondere auf den Ersatz von Naturfasern in den Türverkleidungen durch Kunststoffbauteile zurückzuführen.
Umweltgerechte Entwicklung von Nutzfahrzeugen. Besondere Bedingungen muss das DfE-Team im Nutzfahrzeugbereich berücksichtigen, denn bei kommerziellen Nutzern wie Speditionen oder Verkehrsbetrieben ist der wirtschaftliche Aspekt noch weitaus wichtiger als im Pkw-Bereich. Bei Zielen wie der Verbrauchssenkung gehen wirtschaftliche Aspekte und Umweltaspekte Hand in Hand. Gleiches gilt zum Beispiel auch für Leichtbaukonzepte, die das Gewicht des Fahrzeugs verringern und damit die zuladbare Nutzlast erhöhen.
Hinweis
Die Informationen in der Rubrik "Nachhaltigkeit" beziehen sich überwiegend auf das Berichtsjahr 2006. Sie bilden daher nicht in jedem Fall die aktuelle Situa- tion im Unternehmen ab.
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