Produktverantwortung
Fahrzeugsicherheit
Die Fahrzeugsicherheit, sowohl von Personenkraftwagen als auch von Nutzfahrzeugen, ist ein besonderes Anliegen von DaimlerChrysler und gehört zu den Kernkompetenzen des Automobilherstellers. Weltweit investiert kein Hersteller mehr in die Entwicklung lebensrettender Assistenz- und Sicherheitssysteme. Seit mehr als fünfzig Jahren sind die Entwicklungen von DaimlerChrysler bei der Fahrzeugsicherheit von Pkw, Lastkraftwagen, Transportern und Omnibussen wegweisend. S.54, Grafik 36
DaimlerChrysler versteht den Einsatz für mehr Sicherheit im Straßenverkehr als Aufgabe von gesellschaftlicher Bedeutung und als Ausdruck der Mitverantwortung für die Fahrer der Fahrzeuge, ihre Mitfahrer und die anderen Straßenverkehrsteilnehmer. Deshalb setzt sich das Unternehmen dafür ein, dass die „Vision vom unfallfreien Fahren“ Schritt für Schritt Realität wird.
Ausgerichtet an dieser „Vision vom unfallfreien Fahren“ unterstützt das Unternehmen zugleich das Ziel der Europäischen Union, bis 2010 die Zahl der Verkehrstoten bei drastisch zunehmender Verkehrsleistung zu halbieren.
 
 
Mercedes-Benz Pkw verfolgt mit der PRO-SAFETM-Sicherheitsphilosophie einen integrierten und strategischen Sicherheitsansatz. Vier sicherheitsrelevante Themen sind dabei auszumachen. Sie umfassen das sichere Fahren bzw. die Unfallvermeidung, die Bewältigung von Gefahrensituationen sowie die Sicherheit bei Unfällen und danach. In Zukunft werden intelligente Assistenzsysteme komplexe Situationen im Voraus analysieren können. Sie verschaffen dem Fahrer so wertvolle Zeit, die er braucht, um zu reagieren – bevor es zum Unfall kommt. Um diese Ziele zu erreichen, konzentriert sich Mercedes-Benz auf die in Grafik 37 aufgezeigten Punkte.
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Bei der Auslegung der Sicherheitssysteme orientiert sich Mercedes-Benz an dem realen Unfallgeschehen: Die Daten, die aus 38 Jahren Unfallforschung zur Verfügung stehen, zeigen, an welchen Stellen Verbesserungen oder Ergänzungen der bestehenden Systeme sinnvoll und notwendig sind. Der Ansatz geht dabei über die Erfüllung von gesetzlichen Vorschriften und Ratings hinaus. Ziel ist eine „Real Life Safety“ – also eine Fahrzeugsicherheit, die sich an alltäglichen Gefahrensituationen im Straßenverkehr orientiert. So setzt Mercedes-Benz zum Beispiel eine ganze Reihe unterschiedlicher Crashtests ein, um möglichst differenziert Unfallvarianten bewerten zu können.
 
 
Wie bereits in der Vergangenheit hat Mercedes-Benz auch 2006 zahlreiche Verbesserungen auf dem Feld der Sicherheit auf den Markt gebracht. Die automatische Teilbremsung PRE-SAFE®-Brake (zum ersten Mal in der CL- und S-Klasse verfügbar) und das Intelligent Light System, das in der E-Klasse eingeführt wurde, sind nur zwei von vielen Beispielen für die Vorreiterrolle des Unternehmens. Viele von Mercedes-Benz erstmals auf den Markt gebrachte Systeme sind mit der Zeit von anderen Herstellern als Standardausstattung in ihre Fahrzeuge übernommen worden. Das gilt etwa für den Airbag mit Gurtstraffung, das Antiblockiersystem (ABS) oder das Elektronische Stabilitäts-Programm (ESP®). Nicht zuletzt aufgrund der Übernahme der von Mercedes-Benz entwickelten Systeme ließen sich viele Unfälle in ihren Folgen abmildern oder vermeiden und damit die volkswirtschaftlichen Kosten durch Verkehrsunfälle insgesamt senken. So hat einer Studie der US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit zufolge der Airbag von 1987 bis 2003 in den USA 14.200 Menschenleben gerettet. Der Anteil an Fahrunfällen von Mercedes-Benz Pkw sank um 40 Prozent durch den serienmäßigen Einsatz von ESP® S.57, Grafik 40.
Die innovativen Sicherheitsentwicklungen von DaimlerChrysler bringen somit nicht nur zusätzlichen Nutzen für die eigenen Kunden, sondern kommen längerfristig der ganzen Gesellschaft zugute.
 
 
Sicherheitskomponenten in Fahrzeugen der Mercedes-Benz Flotte werden permanent auf mögliche Verbesserungen hin überprüft und angepasst. So wurde die crashaktive Kopfstütze NECK-PRO noch während der Produktlebenszyklen der C-, E- und CLK-Klasse nachgerüstet. Ähnliches gilt für die Einführung des PRE-SAFE®-Systems in dem Produktzyklus der S-Klasse (2002) sowie der E-Klasse (2006).
Für seine Sicherheitstechniken erhielt Mercedes-Benz 2006 zahlreiche Auszeichnungen. So erhielt der ML 350 bei dem unabhängigen Crashtest-Programm NCAP (Frontalaufprall) in den USA fünf Sterne, bei dem Seitenaufpralltest SINCAP (USA) ebenfalls fünf Sterne, und er wurde vom US-amerikanischen „Insurance Institute for Highway Safety“ (IIHS) als „Top Safety Pick“ ausgezeichnet. Die B-Klasse erhielt beim europäischen NCAP fünf Sterne. Für die Entwicklung des Bremsassistenten vor 10 Jahren gewann DaimlerChrysler 2006 den Allianz Sicherheitspreis Genius.
Das Thema Sicherheit bietet noch viel Potenzial. Deshalb wird Mercedes-Benz auch in den nächsten Jahren weitere Neuheiten präsentieren, die die „Vision vom unfallfreien Fahren“ ein weiteres Stück näher bringen werden.
 
 
Chrysler Group. Sicherheit genießt höchste Priorität beim Design, der Entwicklung und der Produktion von Chrysler, Jeep® und Dodge. Es ist das Ziel des Unternehmens, Fahrzeuge zu bauen, die sich im täglichen Verkehr bewähren. Dazu gehört der Schutz der Insassen bei Unfällen ebenso wie die Entwicklung von Sicherheitstechniken, die Fahrern dabei helfen, Unfälle zu vermeiden.
Chrysler-Fahrzeuge schneiden in unabhängigen Studien immer wieder sehr gut ab. So ist der Chrysler Pacifica in den staatlichen Überrollschutz-Tests in den USA als das beste Sport Utility Vehicle (SUV) ausgezeichnet worden. Chrysler-Fahrzeuge erhalten zudem regelmäßig in Frontalaufprall-Ratings der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) Bestnoten. Ein einzelnes Testergebnis freilich reicht nicht aus, um das Verhalten bei Unfällen vorhersagen zu können. Daher wird eine Vielzahl von Testergebnissen analysiert, um die Sicherheit der Fahrzeuge stetig zu verbessern. Chrysler war ein Vorreiter beim Einbau von Sicherheitstechnologien in Nordamerika. Als Beispiele seien hochentwickelte Airbags oder Seitenschutz- und Unfallvermeidungshilfen wie das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP®) genannt.
Nutzfahrzeuge. DaimlerChrysler baut nach Expertenmeinung in seinen Nutzfahrzeug-Marktsegmenten wie Lkw, Omnibusse und Transporter die sichersten Fahrzeuge der Welt. Dahinter steht ein wesentliches Markenversprechen.
Jedoch gilt: Sicherheitstechnik wird von Transportunternehmern nur dann in entsprechendem Umfang genutzt, wenn sie wirtschaftlich ist. Sicherheitstechnologien, ihre breite Anwendung und Wirtschaftlichkeit bilden daher eine Einheit, die DaimlerChrysler als weltweit größter Nutzfahrzeughersteller gleichermaßen in den Blick nimmt.
Das Unternehmen entwickelt Systeme, die dem Fahrer in kritischen Fahrsituationen helfen, Unfälle – zumeist Auffahrunfälle oder Unfälle, verursacht durch das Abkommen von der eigenen Fahrspur, – zu vermeiden oder in ihrer Schwere zu verringern. Hierfür hat Mercedes-Benz bahnbrechende Assistenzsysteme auf den Markt gebracht (siehe Tabelle). Im Jahr 2006 kamen weitere hinzu, etwa der Abstandsregel-Tempomat (ART), sowie der Spurassistent für Reisebusse und für den Mercedes-Benz Lkw Actros der aktive Bremsassistent, der bei akuter Gefahr eines Auffahrunfalls auf vorausfahrende Fahrzeuge eine Vollbremsung einleitet.
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Sofern diese Systeme nicht serienmäßig eingebaut wurden, hat DaimlerChrysler sie, etwa bei Lkw, in Paketen bis zu einem Drittel günstiger angeboten als beim Einzelkauf. Zum Schutz von Fahrern und Verkehrspartnern im Sinne der passiven Sicherheit sind crashoptimierte Fahrerhäuser, Gurtstraffer, Front-Unterfahrschutz und verbesserte Einrichtungen zur Ladungssicherung in Lkw entwickelt worden.
Sicherheitstechnik muss für den Fahrer beherrschbar bleiben, darf ihn jedoch nicht aus der Verantwortung entlassen. Sicherheit ist daher nicht nur eine Frage der Technik und des Bediendesigns, sondern auch der Ausbildung. Seit fast zwanzig Jahren veranstaltet DaimlerChrysler daher professionelle Schulungen und Fahrsicherheitstrainings für Berufsfahrer von Lkw und Omnibussen. Gemeinsam mit dem Deutschen Kraftfahrzeug-Überwachungsverein (DEKRA) hat DaimlerChrysler die Zertifizierung „Safety Plus“ für Transporter und Lkw initiiert. „Safety Plus“ gibt es in zwei Ausprägungen – zum einen für die Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs selbst, zum anderen für den entsprechend geschulten Fahrer. Einige Versicherungsgesellschaften signalisieren hierfür geringere Versicherungsprämien.
Für seine innovative Sicherheitstechnik hat DaimlerChrysler auch jüngst zahlreiche Preise erhalten. So wurde der Mercedes-Benz Citaro LE Ü als „Bus of the Year 2007“ von einer internationalen Jury, bestehend aus Omnibus-Fachredaktionen, ausgezeichnet. Der mit dem „Mercedes-Benz Brake Assist“ ausgestattete Mercedes-Benz Actros Safety Truck hat den „Gelben Engel 2007“ des ADAC sowie den „Safety Award 2007“ der belgischen Vereinigung der Motor- und Nutzfahrzeugjournalisten erhalten.
Höhere Verkehrssicherheit, weniger Verkehrstote und vermehrte Wirtschaftlichkeit – viele gesellschaftliche Kräfte müssen mithelfen, um diese anspruchsvollen Ziele zu erreichen. DaimlerChrysler ist als führender Nutzfahrzeughersteller in Vorleistung getreten und hat mit aktiver und passiver Sicherheitstechnik die Grundlage dafür geschaffen. Die Lkw, Transporter und Omnibusse aus der Produktion des Unternehmens zeigen, welch hohes Maß an Sicherheit bereits heute zu erwerben ist.
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Hinweis
Die Informationen in der Rubrik "Nachhaltigkeit" beziehen sich überwiegend auf das Berichtsjahr 2006. Sie bilden daher nicht in jedem Fall die aktuelle Situa- tion im Unternehmen ab.
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