Bertha Benz-Vorlesung 2009 im Zeichen von Diversity
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Ursula Schwarzenbart, Leiterin des weltweiten Diversity Managements bei Daimler, hält Gastvortrag
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Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung verleiht zum ersten Mal Bertha Benz-Preis
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Mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für herausragende Promotion geht an junge Ingenieurin
Ladenburg/Stuttgart, 10. Juli 2009
Die Vielfalt im Unternehmen wahrnehmen, leben und nutzen – so lautete die Kernaussage von Ursula Schwarzenbart während der Bertha Benz-Vorlesung in der Lobdengauhalle in Ladenburg am Donnerstagabend. Schwarzenbart ist als Leiterin des weltweiten Diversity Managements bei Daimler dafür verantwortlich, dass das Unternehmen durch die gezielte Integration verschiedener Belegschaftsgruppen die individuellen Stärken der Mitarbeiter einbinden und für sich nutzen kann.Sie betonte in ihrem Vortrag die Notwendigkeit „allen Managern eine Diversity Brille anzubieten. Wir werden in einer komplexer werdenden Welt mit der Vielfalt leben müssen, besser sogar leben wollen.“
Die Bertha Benz-Vortragsreihe ist jedes Jahr Forum für erfolgreiche Frauen, die sich auf ihren Gebieten in besonderer Weise ausgezeichnet haben. Mit ihrem Vortrag „Diversity Management: Modethema oder ökonomisches Muss?“ steht Ursula Schwarzenbart jetzt in der Reihe bekannter Rednerinnen wie Dr. Angela Merkel (Bundeskanzlerin), Marianne Birthler (Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR) und Prof. Dr. Dr. Juliane Kokott (Erste Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof, Luxemburg).
Zum ersten Mal wurde im Rahmen der Vortragreihe der Bertha Benz-Preis verliehen. Der von der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung ausgeschriebene Preis zeichnet die herausragende Promotion einer jungen Ingenieurin aus. Ziel der Auszeichnung ist, Frauen in ihrer Berufswahl im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaft zu stärken. Vorurteile sollen so abgebaut werden. Bis 15. Mai 2009 waren Präsidenten und Rektoren deutscher Universitäten sowie Leiter von Forschungsinstituten dazu aufgerufen, geeignete Kandidatinnen zu nominieren. Der Bertha Benz-Preis wird künftig jährlich verliehen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.
Preisträgerin im Premierenjahr ist Dr.-Ing. Katharina Fischer. Die 30jährige hat an der Gottfried Wilhelm Leibniz-Universität in Hannover Elektrotechnik studiert. Sie hat am Institut für Turbomaschinen und Fluiddynamik promoviert. Ihre Arbeit wurde aus insgesamt 25 Nominierungen ausgewählt. Prof. Dr. Herbert Kohler, Leiter E-Drive & Future Mobility in der Forschung und Vorentwicklung bei Daimler und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung begründete in seiner Laudatio die Entscheidung der Jury: „Die Dissertation von Frau Fischer leistet einen innovativen Beitrag zur Verbesserung der Haltbarkeit von Festoxidbrennstoffzellen. Das ist von hoher technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Aktualität. Die erfolgreiche Markteinführung der Brennstoffzelle wurde auch durch ihre Ergebnisse positiv beeinflusst. Diese Praxisrelevanz war mit ausschlaggebend für die Wahl der Jury.“
„Ich freue mich sehr und bin stolz auf die Auszeichnung“, sagte die gebürtige Hannoveranerin nach der Preisverleihung. Die zweifache Mutter lebt seit Anfang des Jahres mit ihrem Mann im schwedischen Göteborg. Nach Beendigung ihrer Elternzeit will Fischer sich als Ingenieurin weiter etablieren. „Mein Interesse und meine Faszination für ingenieurwissenschaftliche Themen, besonders aber meine Motivation, zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Energieversorgung beizutragen, werden durch den Bertha Benz-Preis auf besondere Weise bestärkt.“