Gerichts- und Untersuchungsverfahren. Wie jedes weltweit tätige Unternehmen hat sich auch Daimler mit vielfältigen juristischen Fragen auseinanderzusetzen – sei es, dass das Unternehmen selbst eine gerichtliche Klärung anstrengt oder dass diese von außen zum Beispiel durch Ermittlungen an es herangetragen wird.
Derzeit sind mehrere Gerichtsverfahren gegen Daimler anhängig. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um übliche, im Zusammenhang mit dem Geschäft des Konzerns stehende Rechtsstreitigkeiten. Für eine ausführliche Darstellung zu anhängigen Verfahren mit einer größeren finanziellen Bedeutung siehe GB 2006 S.?194 ff.
Die US-Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) und das US-Justizministerium (Department of Justice, DOJ) führen wegen möglicher Gesetzesverstöße seitens Daimlers gegen die Antibestechungs- und Buchführungsvorschriften sowie die interne Kontrollen betreffenden Vorschriften des US-Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) eine Untersuchung durch. Daimler hat dem DOJ und der SEC auf freiwilliger Basis Informationen der eigenen internen Untersuchung von bestimmten Konten, Transaktionen und Zahlungen zur Verfügung gestellt, die hauptsächlich Transaktionen mit Beteiligung staatlicher Stellen betreffen, und hat diesen Behörden gemäß anhängiger Anordnungen und anderen Auskunftsersuchen Informationen bereitgestellt. In Hinblick auf diese Sachverhalte hat es auch Kontakte mit einer deutschen Staatsanwaltschaft gegeben. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie im GB 2006 S.?195 ff. sowie im „Annual Report 2006 on Form 20 - F“.
Fragen der gesellschaftlichen Verantwortung. Daimler übernahm eine Vorreiterrolle unter deutschen Unternehmen bei der Aufarbeitung der Firmengeschichte in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. Aus den historischen Erkenntnissen hat das Unternehmen Lehren gezogen. So fördert Daimler Bildungsprojekte zu diesem Thema und hat als Mitinitiator der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft einen nachhaltigen personellen und finanziellen Beitrag zu der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ mit Sitz in Berlin geleistet. Über diese Stiftung erhielten bisher mehr als 1,6 Mio. frühere NS-Zwangsarbeiter rund 4,3 Mrd. Euro. Der Fonds „Erinnerung und Zukunft“ wird sich auch in den nächsten Jahren Projekten widmen, die sich für Menschenrechte, Völkerverständigung und Jugendaustausch einsetzen.
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