Fragen und Antworten zum Aktienrückkauf
Ein Termin ist nicht bestimmt. Derzeit besteht keine Absicht, den Aktienrückkauf fortzusetzen.
Daimler hat den Aktienrückkauf am 24.10.2008 vorläufig ausgesetzt aufgrund der gegenwärtigen Unsicherheiten in den Märkten.
Zwischen Ende August 2007 und Ende März 2008 hat Daimler ein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt, in dessen Verlauf auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 4. April 2007 insgesamt 99,8 Mio. Aktien im Wert von € 6,2 Mrd. zurückgekauft wurden.
Nach dieser Maßnahme verfügte Daimler weiterhin über ein hohes Liquiditätsniveau (netto) im Industriegeschäft. Per 30. Juni 2008 betrug die Nettoliquidität im Industriegeschäft von € 8,8 Mrd., im September waren es € 6,7 Mrd.
Parallel zur Entwicklung der Liquidität hat sich die Eigenkapitalquote des Industriegeschäfts weiter erhöht. Nach einer Quote von 43,5% Ende 2007 lag sie per 30. Juni 2008 bei 47,6 % und per 30. September bei 43,1%. Daimler musste deshalb die Kapitalstruktur weiter optimieren.
Um mittel- und langfristig ein profitables Wachstum des Unternehmens sicherzustellen, war es von hoher Priorität, die Kapitalkosten zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, musste die Nettoliquidität und damit korrespondierend die Eigenkapitalquote des Industriegeschäfts weiter reduziert werden.
Gesamtvolumen:
Maximal € 6,0 Mrd.
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Start: |
18. Juni 2008 |
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Ausgesetzt: |
24. Oktober 2008 |
Durchführung:
Das Aktienrückkaufprogramm wurde unter Führung eines Kreditinstituts durchführt, das den Rückkauf unabhängig von Daimler gestaltete.
Entsprechend der Ermächtigung der Hauptversammlung durfte der von der Daimler AG gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) bei einem Erwerb über die Börse den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im Xetra-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main um nicht mehr als 5% überschreiten und um nicht mehr als 5% unterschreiten.
Beim möglichen Einsatz von Derivaten durfte nach dem Beschluss der Hauptversammlung der von der Gesellschaft für Optionen gezahlte Erwerbspreis nicht wesentlich über und der von der Gesellschaft vereinnahmte Veräußerungspreis nicht wesentlich unter dem nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der jeweiligen Optionen liegen, bei dessen Ermittlung unter anderem der vereinbarte Ausübungspreis zu berücksichtigen gewesen wäre. Der Anteil von Derivaten (Aktienoptionen) hätte 5% des Grundkapitals zum 9. April 2008 nicht überschreiten dürfen.
Der Optionsausübungspreis durfte (ohne Erwerbsnebenkosten, aber unter Berücksichtigung der erhaltenen bzw. gezahlten Optionsprämie) den durchschnittlichen Schlussauktionskurs im Xetra-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main an den letzten drei Börsentagen vor Abschluss des betreffenden Optionsgeschäfts nicht um mehr als 10% über- oder unterschreiten.
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Start: |
30. August 2007 |
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Unterbrechung: |
12. Dezember 2007 |
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Fortsetzung: |
14. Februar 2008 |
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Abschluss: |
28. März 2008 |
Eine Beteiligung am Aktienrückkauf war nicht möglich. Ebenso waren individuelle Angebote an das Unternehmen ausgeschlossen, da die Durchführung des Aktienrückkaufs über ein Kreditinstitut erfolgte. Jeder Aktionär, der seine Aktien verkaufen wollte, konnte den Verkauf jedoch wie üblich unter Beteiligung seiner Depotbank über die Börse abwickeln.
Damit Daimler in Zusammenhang mit dem Aktienrückkauf sicherstellen konnte, dass es nicht zur Ausnutzung von Insiderinformationen seitens des Unternehmens käme, erfolgte der Rückkauf unter Führung eines Kreditinstituts, das seine Entscheidungen über den Zeitpunkt der einzelnen Rückkäufe unabhängig und unbeeinflusst von Daimler traf.
Von Seiten der institutionellen Investoren wird von den zur Neuordnung der Kapitalstruktur bestehenden Möglichkeiten – Sonderdividende oder Aktienrückkauf – der Aktienrückkauf bevorzugt.
Im Vergleich zu einer Sonderausschüttung birgt ein Aktienrückkaufprogramm z.B. die folgenden Vorteile:
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Besteuerung: Die meisten Aktionäre müssen auf die Ausschüttung Steuern entrichten. Bei einem Aktienrückkaufprogramm entsteht für inländische Privataktionäre nur dann eine steuerliche Belastung, wenn sie innerhalb der Spekulationsfrist ihre Aktie mit Kursgewinn verkaufen.
Würde eine Sonderdividende ausgeschüttet, würde die Aktie nach der Ausschüttung um den Dividendenabschlag niedriger notieren. Der Aktionär hätte also keinen Vermögenszuwachs. Er müsste jedoch i.d.R. die Sonderdividende versteuern, was zu einem Vermögensrückgang führen würde.
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Zeitliche Flexibilität: Mit der Ermächtigung zum Rückkauf kann das Unternehmen beginnen Aktien zurückzukaufen, wobei der Rückkauf bzw. die Volumina innerhalb der Fristen flexibel gestaltet werden können. Auch kann das Aktienrückkaufprogramm jederzeit ausgesetzt bzw. gestoppt werden.
Ja, das Unternehmen berichtet über den Verlauf des Rückkaufs
hier.
Außerdem haben wir über das Ende des Programms informiert. Zusätzlich wurde auf der Hauptversammlung über den Rückkauf berichtet. Bei Überschreiten der Meldeschwellen hat die Gesellschaft darüber hinaus eine Beteiligungsmitteilung vorgenommen (9.9.2008).