Fahrspaß wissenschaftlich untersucht: Rechnergestützte Bildauswertung
Erstmals haben Forscher den Fahrspaß wissenschaftlich untersucht. Bei der Studie arbeiteten das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung Rostock, die Technische Universität München und die Mercedes-Benz-Kundenforschung zusammen, um die Emotionen von Autofahrern zu messen. Durch Stimmenanalyse, Mimikerkennung und psychologische Befragung konnten sie feststellen, was Autofahrer empfinden und welche Aspekte ihren Fahrspaß bestimmen.
Um die emotionalen Reaktionen zu messen, setzte Mercedes-Benz zwei Modelle mit unterschiedlicher Technik und Ausstattung ein: die neue C-Klasse und den Mercedes-Benz 190 E aus dem Jahre 1983. Acht Fahrerinnen und Fahrer zwischen 33 und 53 Jahren waren mit diesen Limousinen auf Landstraßen, Autobahnen und einem kurvenreichen Handlingkurs unterwegs. Dabei zeichneten Kameras die Gesichter der Versuchspersonen auf. Bei der Bildauswertung im Labor wurden aus den Videoaufnahmen 60.000 Einzelbilder kopiert, die ein Computer für die Mimikerkennung auswertete. Insgesamt wurden auf diese Weise rund eine Million Bilder analysiert.
Bei psychologischen Befragungen vor und nach jeder Fahrt wollten die Fachleute von den Probanden wissen, was ihrer Meinung nach zur Fahrfreude beiträgt. Die Pilotstudie hat gezeigt, dass Emotionen beim Autofahren messbar sind und zu einem nachweisbaren Kriterium für die Bewertung von Fahrzeugen werden können.