Die neue Mercedes-Benz GLK-Klasse
Stuttgart
15.07.2008
Aktive und passive Sicherheit: Mit Sicherheit das beste SUV seiner Klasse
Bei der Entwicklung der aktiven und passiven Sicherheit des neuen GLK orientiert sich Mercedes-Benz an den Erkenntnissen der firmeneigenen Unfallforschung, die vor über 60 Jahren begann und einen entscheidenden Anteil an der stetigen Evolution der automobilen Sicherheit hat. Neben diesem Erfahrungsschatz fließen natürlich auch aktuelle Erkenntnisse aus dem realen Unfallgeschehen, detaillierte Simulationen und umfangreiche Versuchsreihen in die Entwicklung ein und werden in konkrete Schutzmaßnahmen umgesetzt.
Der ganzheitliche Ansatz bei der Realisierung einer hohen Sicherheit wird besonders bei der integralen Sicherheit deutlich, die Mercedes-Benz auch beim neuen GLK umgesetzt hat. Bei dieser wegweisenden Sicherheitsphilosophie geht es weniger um die Erfüllung von Crashtest-Vorschriften. Vielmehr geht es um alle Aspekte des Autofahrens, die für die Sicherheit der Insassen und anderer Verkehrs-partner bedeutsam sind. Dieses Aufgabenspektrum wird durch das Mercedes-Sicherheitskonzept in vier Phasen gegliedert:
1. Sicher fahren:
Gefahren vermeiden, rechtzeitig warnen und assistieren.
2. Bei Gefahr: Vorbeugend agieren mit PRE-SAFE®.
3. Beim Unfall:
Bedarfsgerecht schützen.
4. Nach dem Unfall: Schlimmeres vermeiden, schnell helfen.
Komplettes Rückhaltesystem für bestmöglichen Insassenschutz
Die hochstabile Fahrgastzelle der GLK-Klasse bildet gemeinsam mit den vorderen und hinteren Verformungszonen ein effizientes Fundament für die Insassenschutzsysteme. Das komplexe Rückhaltesystem kann höchstmögliches Schutz-potenzial bieten. Es schützen bis zu neun Airbags, die je nach Unfallart und Unfallschwere bedarfsgerecht aktiviert werden und die Belastung der Insassen reduzieren können. Die Komponenten im Einzelnen:
  • Adaptive, zweistufige Airbags für Fahrer und Beifahrer
  • Kneebag für den Fahrer (nur Europa)
  • Sidebags vorn und auf Wunsch in der hinteren Sitzreihe
  • Windowbags über beide Sitzreihen von der A- bis zur C-Säule
  • Crashaktive Kopfstützen NECK-PRO für Fahrer und Beifahrer
  • 3-Punkt-Sicherheitsgurte auf allen Plätzen
  • Gurtstraffer und adaptive Gurtkraftbegrenzer für Fahrer und Beifahrer, Gurtstraffer und einstufiger Gurtkraftbegrenzer in der hinteren Sitzreihe außen
  • ISOFIX-Kindersitzverankerung
  • Gurthöhenverstellung Fahrer und Beifahrer
  • Gurtstatusanzeige im Kombi-Instrument für Fondpassagiere
  • Automatische Kindersitzerkennung AKSE (optional) mit Deaktivierung des Beifahrer-Airbags bei Verwendung von speziellen Mercedes-Benz Kindersitzen.
ARAMIS: Zentrales Steuergerät für die Rückhaltesysteme
Beim GLK übernimmt das zentrale Steuergerät ARAMIS in Abhängigkeit von Unfallart und der Aufprallschwere die Auslösung von Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Kneebag, Seitenairbags, Windowbags, Gurtstraffer und der crashaktiven Kopfstütze NECK-PRO. Die elektronische Sicherheitszentrale kann im Millisekundenbereich Aufprallart und -schwere erkennen und entsprechend der errechneten Aufprallschwereprognose die Rückhaltesysteme bedarfsgerecht auslösen. Die notwendigen Informationen erhält das Steuergerät ARAMIS von einem aufwendigen Sensornetzwerk mit zwei Up-Front-Sensoren am vorderen Biegeträger, zwei seitlichen Satellitensensoren im Bereich des B-Säulenfußes und zusätzlichen Drucksensoren in den Türen. ARAMIS kann zusätzlich einzelne Funktionen aktivieren, die nach einem Crash die Situation entschärfen können. Bestimmte Bereiche des Bordstromnetzes können von der Batterie getrennt, der Motor abgeschaltet, das Warnblinklicht und die crashaktive Notbeleuchtung aktiviert, die Türen entriegelt und die Seitenscheiben um 50 Millimeter abgesenkt werden.
Hochstabile Fahrgastzelle, energieabsorbierende Front- und Heckstruktur
Die Basis für das hohe Schutzpotenzial aller GLK-Modelle bildet die selbsttragende Stahlblech-Karosserie mit hochstabiler Fahrgastzelle sowie Front- und Heckstrukturen, die bei einem Crash hohe Formänderungsarbeit leisten und so möglichst viel Stoßenergie absorbieren können.
Im Frontbereich der Karosserie führen folgende Maßnahmen zu einer hervor-
ragenden Energieabsorption. Dabei bilden die einzelnen Baugruppen und Komponenten insgesamt drei Lastpfade zur Aufnahme und Verteilung der Stoßenergie:
  • Ein Integralträger aus hochfestem Stahl, der Teile der Radführung, das Zahnstangenlenkgetriebe und die Motorlagerung aufnimmt, leitet gezielt Kräfte in die Bodenstruktur. Bei besonders schweren Frontalcrashs verformt sich der Integralträger selbst und kann so zusätzliche Energie absorbieren.
  • Mittlere Crashebene mit material- und gestaltungsoptimierten Längsträgern.
  • Gezielte Radlaufverstärkungen bilden ein drittes, oberhalb der vorderen Längsträger angeordnetes Tragwerk zur weiteren Anhebung des Formänderungswiderstands im Fall von Frontalkollisionen.
  • Eine Strebe aus höchstfestem Stahl zwischen Dämpferdom und Windschutz-querträger auf der Fahrerseite dient zur Lastverteilung der Kräfte der oberen Längsträgerebene und zur Verringerung der Lenkungs- und Pedalrück-verschiebungen.
  • Zusätzliche Prallelemente in Verlängerung der seitlichen Längsträger und spezifisch ausgebildete Pedalbodenquerträger können den Fußraum auf der Fahrer- und Beifahrerseite schützen.
  • Verstärkte Stirnwandträger, die ein Eindringen des Vorderrades in den Fußraum bei einer schweren, seitlich versetzten Frontalkollision vermindern können (vor allem beim sogenannten Offset-Crash).
Die Fahrgastzelle bildet den harten Kern der passiven Sicherheit und umgibt die Passagiere wie ein hochstabiler Sicherheitskäfig. Die außerordentliche Stabilität wird erreicht durch:
  • vermehrten Einsatz hoch- und höchstfester Stahlbleche und Bleche mit teilweise gestufter Wanddicke, sogenannte „Tailored Blanks“,
  • quersteife Bodenanlage mit zusätzlichen Verstärkungsprofilen zwischen
    den vorderen und seitlichen Längsträgern und dem Kardantunnel,
  • einen durchgehenden Fondsitzquerträger,
  • Querträger in Form eines Aluminium-Strangpressprofils zwischen den A-Säulen unter der Instrumententafel,
  • quersteife Laderaumverstärkung mit einem unteren Querträger,
  • quersteife Sitze mit Rohren und Prallelementen in den seitlichen
    Sitzverkleidungsteilen.
Im Heckbereich der Karosserie stehen für die Aufnahme der Stoßenergie große Verformungswege zur Verfügung. In den kritischen Deformationszonen sind die hinteren Längsträger aus hochfestem Stahl ausgeführt. Der Kraftstoffbehälter ist geschützt unter der Fondsitzbank und vor der Hinterachse angeordnet.
Vorbildlicher Fußgängerschutz in der SUV-Klasse
Bei der Entwicklung der GLK-Klasse wurde der Fußgängerschutz stark berück-sichtigt. Deshalb sind alle GLK-Versionen serienmäßig mit dem Bremsassistenten BAS ausgerüstet, der durch die signifikante Verkürzung des Bremsweges in einer erkannten Notbremssituation dazu beitragen kann, Unfälle zu vermeiden oder deren Folgen zu vermindern. Zusätzlich ermöglichen im Bereich des Vorderwagens genau definierte Freiräume zwischen der Karosserie und den darunter liegenden Aggregaten große Deformationswege beim Aufprall von Fußgängern auf der Motorhaube. Zusammen mit der besonderen Formgebung der vorderen Stoßfänger und der reduzierten Schaumhärte der integrierten Stoßfänger-pralldämpfer ergibt sich ein weiteres Schutzpotenzial für Fußgänger.
Weltpremiere: PRE-SAFE® erstmals in einem kompakten SUV
Mit dem auf Wunsch erhältlichen, präventiven Insassenschutzsystem PRE‑SAFE®, das weltweit erstmals im kompakten SUV-Marktsegment realisiert wurde, hebt Mercedes-Benz die Sicherheit in diesem Segment auf ein neues, hohes Niveau. Der Clou dieses Schutzprogramms, das seit der Ersteinführung im Jahre 2002 stetig weiterentwickelt wurde: Systeme der passiven und aktiven Sicherheit werden miteinander vernetzt. PRE-SAFE® nutzt die Sensorik fahrdynamischer Regelsysteme, wie zum Beispiel BAS und ESP®, und kann aufgrund dieser Informationen fahrdynamisch kritische Situationen mit erhöhtem Unfallpotenzial erkennen und präventiv Maßnahmen zum Schutz der Insassen aktivieren.
Prinzipiell wird PRE-SAFE® aktiv, wenn eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:
  • Notbremsungen: Schnelle Bremspedalbetätigung mit Auslösung des Bremsassistenten BAS oder bei Anforderung von mehr als 70 Prozent des maximal möglichen Bremsdrucks.
  • Starkes Unter- oder Übersteuern.
  • Kritische Lenkbewegungen bei hohen Geschwindigkeiten, die auf eine Schreckreaktion des Fahrers schließen lassen und zu einem instabilen Fahrzustand führen können.
  • Der Fahrer verstärkt den Pedaldruck in einem laufenden Bremsvorgang (Panik-nachbremsungen) und signalisiert somit einen höheren Verzögerungswunsch als physikalisch möglich ist, zum Beispiel bei Aquaplaning, Eis oder Schnee.
Wird eine potenzielle Unfallsituation erkannt, bereitet das System Insassen und Fahrzeug auf den möglichen Aufprall vor. Dazu können im Bedarfsfall die Sicherheitsgurte von Fahrer und Beifahrer gestrafft werden. Der auf Wunsch lieferbare, elektrisch einstellbare Beifahrersitz mit Memory-Funktion kann in eine günstigere Position gebracht werden, um das Schutzpotenzial von Airbags und Gurtsystem weiter zu erhöhen. Zusätzlich schließt das System in querdynamisch kritischen Fahrzuständen vorsorglich das Panorama-Glasschiebedach und die Seitenscheiben. Damit kann zum einen der Windowbag eine bessere Schutzwirkung entfalten, gleichzeitig kann das Eindringen von Gegenständen oder das unkontrollierte Herauspendeln von Körperteilen besser vermieden werden. Wird eine Kollision verhindert und ein fahrdynamisch stabiler Zustand wiederhergestellt, entspannen sich die Gurte. Alle anderen aktivierten Systeme – beispielsweise die Einstellung des Beifahrersitzes, der Seitenscheiben und des Schiebedachs – können wieder zurück in ihre Ausgangsstellung gebracht werden.
Hervorragende aktive Sicherheit durch AGILITY CONTROL-Fahrwerk, Allradantrieb 4MATIC und wegweisende Fahrdynamikregelungen
Ermöglichen die Systeme der passiven Sicherheit einen guten Insassenschutz bei und nach einem Unfall, so handeln die aktiven Sicherheitsfeatures bereits im Vorfeld. Grundlage für die hohe aktive Sicherheit der GLK-Klasse ist das ebenso fahrstabile wie komfortable AGILITY CONTROL-Fahrwerk mit selektivem Dämpfungssystem. Die serienmäßige elektrohydraulische AGILITY CONTROL-Lenkung gibt dem Fahrer eine hervorragende Rückmeldung über den aktuellen Fahrbahnzustand und reagiert präzise auf Lenkbefehle. Bei den Modellen mit V6‑Motor GLK 320 CDI 4MATIC, GLK 350 4MATIC und GLK 280 4MATIC steigert die serienmäßige Parameterlenkung nochmals den Bedienkomfort.
Der moderne Allradantrieb 4MATIC mit seiner fahrstabilen und sicherheits-fördernden Grundauslegung und die serienmäßigen Fahrdynamiksysteme ESP®, 4ETS und ASR unterstützen den Fahrer in kritischen Fahrsituationen ebenso wie das ADAPTIVE BRAKE-Bremssystem mit integrierten Funktionen wie Berganfahrhilfe, das sogenannte Vorfüllen der Bremsanlage für ein spontaneres Ansprechverhalten bei Panikreaktionen oder Trockenbremsen der Bremsscheiben bei Regen. Die Reifendruckverlust-Warnung und die Gespannstabilisierung sind ebenfalls in der Grundausstattung enthalten. Auf Wunsch ist die Reifendruckkontrolle RDKlieferbar, die den Reifenfülldruck radselektiv überwacht und gezielte Angaben macht, welcher Reifen nicht den erforderlichen Fülldruck hat.
Beruhigendes Gefühl dank ausgezeichneter Konditionssicherheit
Eine hohe Konditionssicherheit gehört zu den Grundeigenschaften aller Mercedes-Benz Pkw-Modelle. Das entspannte und ermüdungsfreie Fahren auch über lange Strecken wird durch das Mercedes-typische Wohlfühl-Ambiente an Bord gefördert. Dazu gehören ein ausgezeichneter Sitz- und Federungskomfort, eine angenehme Geräuschkulisse, ergonomische Bedienelemente sowie eine bedarfsgerechte und fein dosierbare Klimatisierung. Die wärmedämmende Verglasung rundum und die optionale Sprachbedienung LINGUATRONIC machen den Aufenthalt im GLK zu einem Vergnügen. Die Konditionssicherheit wird gleichzeitig durch das sichere Fahrverhalten und die Geschwindigkeitsregelanlage TEMPOMAT mit integrierter SPEEDTRONIC gefördert.
Zu den Komponenten, die eine ausgezeichnete Wahrnehmungssicherheit gewährleisten, gehören die hervorragende Rundumsicht, das große Wischerfeld in der Frontscheibe und die großen, beheizten und elektrisch einstellbaren Außenspiegel. Das lichtstarke H7-Scheinwerfersystem mit integriertem Abbiegelicht und Fahrlichtassistent oder das auf Wunsch erhältliche Intelligent Light System ILS mit Bixenon-Licht unterstützen die Wahrnehmungssicherheit. Zur Unfallprävention trägt auch das serienmäßige adaptive Bremslicht bei, das bei Notbremsungen die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer warnt und so zur allgemeinen Sicherheit in kritischen Fahrsituationen beiträgt. Zusatzausstattungen wie der Regensensor mit zwei am Lenkstockhebel einstellbaren Empfindlichkeiten, die Rangierhilfe PARKTRONIC oder eine Rückfahrkamera verbessern die Wahrnehmung der Fahrzeugumgebung nochmals.
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