Pressemappe: Unimog-Geschichte
Stuttgart
18.02.2009
Zusätzliche Baureihen vergrößern das Angebot
  • 1951: Im Juni beginnt die Serienfertigung in Gaggenau
  • 1953: Premiere für den geschlossenen Unimog
  • 1955: Unimog S (Baureihe 404), Alleskönner fürs Militär
  • 1956: Unimog der Baureihe 411
  • 1957: Eine neue, geschlossene Fahrerkabine
Um den Jahreswechsel 1950/51 zieht das bisherige Unimog-Team einschließlich der Fertigungsanlagen von Göppingen nach Gaggenau um. Am 3. Juni beginnt hier die Produktion des Unimog, noch unter dem bisherigen Zeichen des Ochsenkopfes und ohne den Mercedes-Stern. Das kompakte, gerade mal dreieinhalb Meter lange Fahrzeug kommt wie bisher mit 25 PS aus. Unverändert bleiben auch andere Merkmale wie das schlichte und funktionelle Fahrerhaus mit Klappverdeck, der Allradantrieb und das Fahrgestell mit seinen vier gleich großen Rädern. Die ebenso einfache wie geniale Konstruktion hat inzwischen längst ihre erstaunlich hohe Leistungsfähigkeit bewiesen.
Rationelle Fertigung, Auszeichnungen und Preise
In Produktion und Vertrieb aber legt der Unimog jetzt den Vorwärtsgang ein: Der von Boehringer übernommene Verkauf wird Schritt für Schritt in die Organisation von Daimler-Benz integriert, für deren Vertrieb jedoch Traktoren zunächst ein neues Feld bedeuten. Die rationellere Fertigung im Automobilwerk senkt die Kosten und heizt wiederum den Vertrieb an. Den Mercedes-Stern im Kühlergitter darf der Unimog jedoch erst ab 1953 tragen, und die Mercedes-Plakette ersetzt erst 1956 den bisher verwendeten Ochsenkopf. Auszeichnungen, Preise (zum Beispiel von der DLG) und Eignungszeichen helfen, den Unimog zu etablieren.
Zum offenen Fahrerhaus gesellt sich eine rund Kabine
Mit dem anfänglichen Einheitsmodell ist es auf Dauer längst nicht getan. Durch Weiterentwicklungen wächst der Unimog 1953 zur Baureihe 401/402. Es gibt ihn alternativ zum weiterhin gefertigten eckigen Fahrerhaus mit Verdeck auch in einer Variante mit geschlossener Kabine. Die Fertigung übernimmt Westfalia, später vor allem als Hersteller von Reisemobilen bekannt.
Der Unimog S entpuppt sich als Liebling der Militärs
Nun geht es mit den Innovationen und Erweiterungen in raschen Schritten vorwärts. 1955 fertigt Daimler-Benz den ersten Unimog S (Baureihe 404). Er verfügt über einen langen Radstand und ist für den militärischen Einsatz bestimmt. Im Hintergrund steht unter anderem die Bundeswehr, die 1956 gegründet wird. Sie wird im Laufe der langen Karriere des Unimog S – er wird ein Vierteljahrhundert lang bis 1980 gebaut – zum Großabnehmer dieser Variante, die sich folgerichtig zum Unimog-Bestseller entwickelt. Aufgrund seiner überragenden Geländeeigenschaften ist der Unimog S jedoch von Armeen in aller Welt hoch geschätzt. So geht die erste Tranche des Unimog S zur französischen Armee.
Der Unimog S trägt das typische ovale Kühlergitter mit eingefassten Rundscheinwerfern der Nutzfahrzeuge von Daimler-Benz aus dieser Zeit. Sein Fahrerhaus ist zeitlos gestaltet. Der Radstand wächst gegenüber dem Ur-Unimog um rund einen Meter erst auf 2700, dann 2900 Millimeter. Unter der Haube des Unimog S arbeitet auch kein Dieselmotor wie im Ur-Unimog, sondern ein modifizierter Benziner aus dem Pkw. Der Sechszylindermotor M 180 aus dem Personenwagentyp 220a leistet anfangs 82 PS aus 2,2 Liter Hubraum, später sind es alternativ 110 PS aus dem 2,8 Liter großen M 130. Im Laufe der Jahre begeistern sich nicht nur Kunden in Uniform für den Unimog S, er erfreut sich zunehmender Beliebtheit auch bei zivilen Kunden.
Die Motorleistung steigt, zusätzliche Varianten kommen
Auch der Basis-Unimog 401/402 kennt keinen Stillstand: 1956 steigt seine Motorleistung von 25 auf 30 PS; die Bezeichnung ändert sich in Unimog 411. Überdies ist ein zweiter, längerer Radstand zu bekommen. Ein Jahr später gibt es den Unimog wahlweise mit einem synchronisierten Getriebe anstelle des bisher verwendeten Klauenaggregats. 1959 schließlich gehört die Synchronisierung zur Serienausstattung, wieder eine Premiere für Ackerschlepper.
Auch äußerlich ändert sich einiges: 1957 erhalten die geschlossenen Varianten mit langem Radstand ein neues Fahrerhaus. Bei diesen Innovationen und Programmerweiterungen kommt der Erfolg fast von allein: Im Mai 1961 rollt der 50 000. Unimog in Gaggenau vom Band. Der Ur-Unimog ist als Modell so unaufhaltsam wie seine Fahreigenschaften im Gelände: Die Motorleistung steigt Schritt für Schritt auf 32 und 34 PS. Er bleibt bis in die siebziger Jahre die Plattform des Unimog-Programms. Über ihm fächert sich die Palette in den sechziger Jahren weit auf.
 
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