Pressemappe: Unimog-Geschichte
Stuttgart
18.02.2009
Ganz neue Baureihen für neue Kunden
  • 1992: Die neuen Baureihen 408/418
  • 1993: Der Funmog, mit dem Unimog in die Disco
  • 1996: UX100, der kleine Bruder für Kommunalbetriebe
  • 2000: Neue Unimog-Generation U 300 bis U 500
Kaum hat Daimler-Benz den Unimog zwischen 1985 und 1988 runderneuert, geht es 1992 bereits wieder weiter: Die neuen leichten und mittleren Baureihen 408 (U 90) und 418 (U 110, U 140) lösen die noch jugendlichen Vorgängermodelle ab. Im Mittelpunkt der Innovationen steht ein rundum neu gestaltetes Fahrerhaus. Ins Auge fällt vor allem die sehr schräge Frontpartie, die eine gute Übersicht nach vorne vermittelt. Bei Bedarf erhält die Motorhaube sogar einen asymmetrisch auf der Fahrerseite angeordneten Sichtkanal, er erlaubt beste Übersicht auf Anschlüsse und Anbaugeräte. Ein neuer Rahmen und progressiv wirkende Schraubenfedern verbessern das Fahrverhalten des Unimog.
Es bleibt beim bewährten Leiterrahmen. In dessen Längsträger sind Rohrquerträger eingeschweißt. Die Auslegung des Rahmens erlaubt extreme Verwindungen, und dennoch ist das Ensemble sehr biegesteif: So ergibt sich im Verein mit der Federung eine ausgezeichnete Radlastverteilung im Gelände. Dabei stehen die progressiv wirkenden Schraubenfedern, ob beladen oder unbeladen, für stets gut angepasste Federungsqualität. Darüber hinaus arbeiten die hinteren Teleskopstoßdämpfer mit last- und wegabhängiger Kennlinie. Daraus resultiert eine reduzierte Dämpfung bei leerem Fahrzeug.
Deutlich mehr Platz, Komfort und Funktionalität
Die komplett neu gestaltete Kabine mit einem angedeuteten Hochdach bietet deutlich mehr Platz als bisher, sehr übersichtliche Bedienungselemente und nicht zuletzt ein freundliches Arbeitsumfeld. Zu den technischen Besonderheiten des neuen
Mercedes-Benz Unimog zählen die während der Fahrt bedienbare Reifendruck-Regelanlage, Antiblockiersystem, neue Motoren aus dem Pkw-Bereich für den U 90 der leichten Baureihe sowie Servolock, eine Einrichtung zum hydraulischen Andocken von Arbeitsgeräten. Die neue Unimog-Generation sieht nicht nur eigenwillig und überaus funktionell aus, sie nähert sich mit ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten auch mehr denn je einem immer wichtigeren Bereich von Abnehmern, den Kommunalbetrieben.
Mit dem Funmog ab in die Disco
Doch es gibt zeitweilig auch einen anderen Kundenkreis: Japaner haben den Mercedes-Benz Unimog als Disco-Mobil entdeckt – der alte, wenn auch hoch moderne Kämpe, ein Nutzfahrzeug durch und durch, gilt auf einmal als schick bei jungem Publikum. Daimler-Benz reagiert mit dem Funmog, präsentiert einen wuchtigen, rabenschwarzen Unimog der großen Serie und einen metallic-roten aus der neuen, mittleren Baureihe. Beide zeichnen sich durch reichlich Chromschmuck aus. Prompt gewinnt der appetitlich gestaltete Funmog im Frühjahr 1994 die Wahl zum Geländewagen des Jahres. Wie unverwüstlich der Evergreen aus Gaggenau ist, zeigen auch die Stückzahlen: Im gleichen Jahr durchbricht der Unimog die Schallmauer von 300 000 Exemplaren – für ein Spezialfahrzeug eine hohe Zahl.
UX100, der kleine Bruder für Kommunalbetriebe
Zwei Jahre später erweitert Daimler-Benz 1996 das Angebot um einen Geräteträger für Kommunalbetriebe, den UX100. Der Mini-Unimog ist schlank gewachsen, schlüpft flink über Gehwege und durch Parkanlagen. Doch ein großes Geschäft ist der kleine Bruder des Unimog nicht: Im Zuge der Konzentration auf Kernkompetenzen gibt Daimler-Benz den schmucken UX100 schon bald an die Spezialisten von Hako ab, die auf Fahrzeuge dieser Art und Größe spezialisiert sind. Doch aus dem Projekt des UX100 nehmen die Unimog-Konstrukteure einige Ideen für künftige Fahrzeuge mit.
Spektakulär: Unimog U 300, U 400 und U 500
Denn der Mercedes-Benz Unimog bereitet sich derweil auf einen neuerlichen Modellwechsel vor. Passend zum spektakulären Jahr 2000 präsentiert der Konzern im Frühjahr einen nicht minder spektakulären Unimog. Die Modelle U 300, U 400 und kurz darauf der U 500 (Baureihen 408/418) lösen die bisherigen mittelschweren und schweren Baureihen ab. Mit diesem Modellwechsel erhält der Unimog einen Technologieschub wie selten in seiner langen Karriere. Besonders augenfällig ist die sehr modern, funktionell und gleichzeitig sehr emotional gestaltete Fahrerkabine aus Faserverbund-Werkstoffen. Die riesige, tief herunter gezogene Frontscheibe erlaubt einen perfekten Blick auf alle Anschlüsse und Anbaugeräte, die im Zweifelsfall jetzt mühelos im Einmannbetrieb aufgenommen werden können.
Motor zwischen den Achsen angeordnet
Die Haube fällt deshalb extrem kurz aus, weil der Motor ein Stück weit nach hinten zwischen die Achsen gerutscht ist. Wenn man so will, nimmt der Unimog damit wieder eine Idee seines Erfinders Albert Friedrich auf, der den Motor in einer ersten Zeichnung 1946 an ähnlicher Stelle vorgesehen hatte.
VarioPilot: Der Fahrerplatz wechselt flugs die Seite
Im Innern besticht das rundum neue Fahrerhaus nicht nur durch viel Platz und Komfort, sondern auch mit einer Idee, die die Konstrukteure aus dem Projekt UX100 mitgenommen und inzwischen verfeinert haben: In Windeseile lässt sich der Fahrerplatz mit Lenkrad, Instrumenten und Pedalerie im neuen Unimog vom angestammten Ort auf der linken auf die rechte Seite und wieder retour wechseln. Was hier VarioPilot heißt, erweist sich vor allem für den wechselnden Einsatz in Kommunalbetrieben als überaus praktisch. Ein breit aufgefächertes Programm mit Radständen von 3080 bis 3900 Millimetern und zulässigen Gesamtgewichten von 7,5 bis 15,5 Tonnen unterstreichen Flexibilität und Leistungsbereitschaft des Unimog mehr denn je. Und für spezielle Einsätze, zum Beispiel im Zugbetrieb, gibt es den Mercedes-Benz Unimog mit besonderem Zubehör wie einer Wandlerschaltkupplung oder einer Fernbedienung mit Kabel.
Ein neuer Schwerpunkt als kommunaler Geräteträger
Sowohl das Design des neuen Mercedes-Benz Unimog als auch diese Features unterstreichen, dass er verstärkt die Richtung der Baureihen 408/418 einschlägt: Noch immer ist er ein annähernd perfekter Geländewagen, doch der Schwerpunkt liegt nun beim Einsatz als Geräteträger. Weitere Merkmale des neuen Unimog: permanenter Allradantrieb, die elektro-pneumatische Telligent-Schaltung, die neue Leistungshydraulik VarioPower und neue, extrem leistungsstarke Motoren 110 kW (150 PS) bis 205 kW (280 PS) nach dem Abgasstandard Euro 3. Und wer weiterhin einen klassischen Mercedes-Benz Unimog mit Betonung auf extreme Geländeeigenschaften sucht, der kann sich fürs Erste weiterhin in den bisherigen Baureihen bedienen.
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