Die Forschungsfahrzeuge von Mercedes-Benz
Stuttgart
17.10.2011
Auto 2000 – Antriebskonzepte in der Erprobung
  • Ein Mercedes-Benz für das neue Jahrtausend
  • Erprobung verschiedener Antriebe mit Hubkolbenmotoren und Turbine
Ende der 1970er-Jahre startet das Bundesministerium für Forschung und Technologie das Projekt „Auto 2000“, an dem sich mehrere Automobilhersteller beteiligen. Eine für damalige Verhältnisse sehr ehrgeizige Vorgabe betrifft den Treibstoffverbrauch: Er sollte für Fahrzeuge mit einem Leergewicht bis 2150 Kilogramm nicht mehr als 11 Liter betragen und höchstens 9,5 Liter bei 1250 bis 1700 Kilogramm schweren Fahrzeugen. Zudem sollte das Auto Platz für vier Personen bieten und eine Zuladung von mehr als 400 Kilogramm haben.
Mercedes-Benz erfüllt die Vorgaben mit dem „Auto 2000“, das erstmals öffentlich auf der Internationalen Automobil-Ausstellung 1981 in Frankfurt am Main gezeigt wird. Das Forschungsfahrzeug hat eine aerodynamisch optimierte Karosserie, die einen sehr geringen Luftwiderstandsbeiwert von cW = 0,28 aufweist. Gleich drei Motorenkonzepte werden erprobt. In einem V8-Benzinmotor mit 3,8 Liter Hubraum hat die automatische Zylinderabschaltung ihre Premiere. Ist wenig Leistung gefragt, werden vier der acht Brennräume vorübergehend stillgelegt – heute ein Ausstattungsmerkmal einiger großvolumiger Benzinmotoren von Mercedes-Benz. Der im „Auto 2000“ erprobte 3,3-Liter-Dieselmotor hat dank sechs Zylindern und zwei Turboladern ein vorbildliches Durchzugsvermögen und glänzt mit einem Verbrauch von 7,5 Litern je 100 Kilometer bei Tempo 120.
Mit dem dritten Antrieb des „Auto 2000“ verwirklichen die Ingenieure ein ehrgeiziges Projekt: die Gasturbine im Auto. Für sie sprechen mehrere Eigenschaften, unter anderem schadstoffarme Verbrennung, geringes Gewicht, kompakte Abmessungen, günstige Drehmomentcharakteristik und der Entfall einer Wasserkühlung. Alle Motoren sind mit einer Viergang-Automatik gekoppelt. Im „Auto 2000“ werden auch der Integralsitz für Fahrer und Beifahrer erprobt, der alle Gurtbefestigungen am Sitz hat, sowie integrierte Kinder-Rückhaltesysteme im Fond und fußgängerfreundliche Stoßfänger.
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