Pressemappe: Die CL-Klasse von Mercedes-Benz
Stuttgart
01.07.2010
Die Baureihe C 140 (1992 bis 1998)
  • Stilistisch starke Eigenständigkeit im Vergleich zu den verwandten Limousinen der S-Klasse (Baureihe 140)
  • Im Coupé debütiert das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP®
  • Zwölfzylindermotor im Mercedes-Benz 600 SEC/S 600 Coupé
Die Weltpremiere des SEC-Coupés der Baureihe C 140 findet im Januar 1992 auf der North American International Auto Show in Detroit statt, die Europapremiere erfolgt zwei Monate später auf dem Genfer Automobilsalon. Im Prospekt von 1992 heißt es: „Die neuen SEC-Coupés sind einer langen und erfolgreichen Tradition verpflichtet. Einer Tradition der Exklusivität, die zum einen auf Seltenheit und zum anderen auf außergewöhnlichem Formcharakter beruht. Seit Ende der 1920er Jahre machen Mercedes-Benz Coupés Designgeschichte.“
Zunächst werden zwei Varianten angeboten: der Typ 500 SEC mit einem V8-Motor
(235 kW) und der Typ 600 SEC mit einem V12-Aggregat (290 kW). Ihre Motoren und der größte Teil der Technik sind identisch zur entsprechenden Limousine der Baureihe 140. Beide sind mit zahlreichen Extras ab Werk die Topmodelle des Personenwagen-Programms von Mercedes-Benz. Stilistisch präsentieren sie sich jedoch deutlich eigenständiger als ihre Vorgängermodelle der Baureihe C 126. „Durch den Verzicht auf alles Überflüssige und durch klare, ruhige Formen beweist das S-Klasse Coupé, dass Dynamik auch ohne aufgesetzte Sportlichkeit auskommen kann“, weiß der Prospekt aus dem Jahr 1993.
Neue Typenbezeichnungen wie alle Modellreihen
Analog zu den anderen Personenwagen-Typen von Mercedes-Benz werden im Juni 1993 auch bei den großen Coupés neue Typenbezeichnungen eingeführt; so wird beispielsweise aus dem Typ 600 SEC das S 600 Coupé. Das Typenschild auf dem Kofferraumdeckel dokumentiert nur noch Hubraum und Klassenzugehörigkeit, nicht aber die ohnehin ersichtliche Karosserieform.
Auf dem Genfer Automobilsalon im März 1994, zwei Jahre nach ihrer Europapremiere, erhält die Coupé-Familie mit dem Typ S 420 Coupé eine Verstärkung, die als preisgünstigeres Einsteigermodell fungiert und wie das viertürige Pendant in der Limousinenreihe mit einem 4,2-Liter-Vierventil-V8 ausgerüstet ist, der 205 kW leistet.
Zwei grundlegende technische Neuerungen sind erstmals im S 600 Coupé erhältlich: Im Mai 1995 wird ein vollkommen neu entwickeltes Fünfgang-Automatikgetriebe mit schlupfgesteuerter Wandler-Überbrückungskupplung und elektronischer Steuerung eingeführt, das aufgrund seiner ausgeklügelten elektronischen Steuerung einen geringeren Kraftstoffverbrauch ermöglicht. Auch in Bezug auf Gewicht und Abmessungen können Erfolge erzielt werden; das neue Automatikgetriebe ist deutlich leichter und kompakter als vergleichbare Getriebe mit fünf Fahrstufen und lässt sich darüber hinaus ökonomischer fertigen, da die Zahl der Einzelteile um fast 40 Prozent reduziert werden kann. Eine weitere Innovation von noch grundlegenderer Bedeutung wird zeitgleich eingeführt: das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP®, das im Fall von Fahrfehlern den Fahrer unterstützt, indem es sensorgesteuert durch gezielten Bremseingriff dem instabilen Moment entgegenwirkt und damit zur Fahrsicherheit beiträgt.
Seit September 1995 kommt das elektronisch gesteuerte Automatikgetriebe auch bei den Achtzylinder-Coupés zum Einsatz; das ESP® ist seit dem gleichen Zeitpunkt für beide Modelle auf Wunsch lieferbar.
Im Juni 1996 werden die Typenbezeichnungen für die Coupés erneut geändert. Jetzt heißt die Baureihe CL, was kein Selbstzweck ist, sondern darauf hinweisen soll, dass die großen Coupés die Schrittmacherfunktion für eine ganze Coupéfamilie übernommen haben. Die CL-Coupés präsentieren sich auch stilistisch dezent modifiziert: Äußerlich erkennbar sind vor allem die überarbeiteten Stoßfänger mit den integrierten Sensoren für die Ultraschall-Einparkhilfe PARKTRONIC, die zum serienmäßigen Lieferumfang gehört und damit die bisherigen Peilstäbe in den hinteren Kotflügeln überflüssig macht. Weitere bemerkenswerte Neuerungen sind: Xenon-Scheinwerfer mit dynamischer Leuchtweitenregulierung, ein Tempomat, der bis hinunter auf 30 km/h arbeitet, serienmäßige Sidebags sowie eine Sitzbelegungserkennung für den Beifahrersitz.
Solchermaßen gereift, endet die Produktion der CL-Modelle im September 1998, fast genau sechs Jahre nach dem Hauptserienanlauf. Insgesamt werden im Werk Sindelfingen 26 022 Coupés der Baureihe C 140 produziert.
Die Baureihe 140 in der Presse
Auto, Motor und Sport, Heft 3/1993, in einem Vergleichstest von Mercedes-Benz 600 SEC, BMW 850 CSi und Jaguar XJR-S: „So ist der Mercedes zwar nicht der König der Landstraße, dafür aber der unangefochtene Beherrscher des Fahrkomforts. Geräusch, Federung, Sitze, Klimatisierung, jeweils ein Optimum, summieren sich zu einem Komfortniveau weit über jenem der beiden Zwölfzylinder-Konkurrenten.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Deutschland, 16. März 1993, über den
Mercedes-Benz 600 SEC: Ein ruhigeres Reisen kann man sich kaum vorstellen, selbst bei hohen Geschwindigkeiten singt nur der Wind ein leises Lied. Um den Motor zu hören, muß man schon kräftig beschleunigen, und das funktioniert bei der vorhandenen üppigen Kraft auch noch in Bereichen, in denen andere schon mit ihrem Latein längst am Ende sind.“
Road & Track, USA, April 1993, über den Mercedes-Benz 600 SEC: „Eines Königs würdig (und auch fürstlich teuer) ist dieses S-Klasse Coupé, es ist genau das, was, zum Beispiel, König Ludwig II. fahren würde, wenn er heute noch lebte. Irgendwie ist der 600 SEC ein verrückter König von einem Auto, eine Mechanik-Metapher für Ludwigs Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee. Nun wäre es billig zu sagen, dass dieser Mercedes so groß wie ein Palast ist; sagen wir: Er ist so opulent, so unverwechselbar gestaltet, so innovativ konstruiert und so komfortabel wie einer von Ludwigs Prachtbauten. Und, anders als ein Schloss, ist der 600 SEC mobil – und schnell.“
Ihr Presse-Kontakt
Birgit
Pillkahn
Redaktion & Themenmanagement Mercedes-Benz Classic
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