AMG Lightweight Performance: SLS AMG E-CELL bekommt Rückgrat aus Carbon
Affalterbach
13.09.2011
Mercedes-AMG stellt auf der IAA 2011 im Rahmen der ambitionierten Leichtbaustrategie „AMG Lightweight Performance“ die zukunftsweisende Rohbaustruktur des SLS AMG E-CELL vor. Kernstück ist ein aus leichtem Carbonverbundwerkstoff (CFK) gefertigter Mitteltunnel, der konstruktiv in die Rohkarosserie aus Aluminium integriert und fest mit ihr verklebt ist. Das hochfeste und steife CFK‑Bauteil sorgt für geringes Gewicht und dient gleichzeitig als Monocoque-Gehäuse für die Batteriemodule. 
Das Batterie-Carbon-Monocoque ist beim SLS AMG E-CELL integrativer Bestandteil der Rohkarosserie und Rückgrat des Fahrzeugs. Für seine Konstruktion nutzten die Ingenieure von AMG zielgerichtet die Vorteile von Carbonverbundwerkstoff. Dazu zählen hohe Festigkeit, die extrem steife Strukturen in Bezug auf Torsion und Biegung ermöglicht, exzellente Crash-Performance sowie geringes Gewicht. Bei gleicher Stabilität sind CFK-Bauteile bis zu 50 Prozent leichter als vergleichbare aus Stahl gefertigte, gegenüber Aluminium beträgt die Gewichtseinsparung immer noch etwa 30 Prozent bei weitaus geringerer Materialstärke. Die Gewichtsvorteile durch das Batterie-Carbon-Monocoque kommen der Agilität des SLS AMG E-CELL zugute und ermöglichen in Kombination mit dem hochinnovativen, radselektiven Vierradantrieb begeisternden Fahrspaß. 
Das Batterie-Carbon-Monocoque ist überdies als „Zero Intrusion Cell“ für die höchsten Anforderungen an die Crash-Sicherheit ausgelegt. Es schützt die Batteriemodule im Inneren vor Verformungen und Beschädigungen im Falle eines Crashs.
Tobias Moers, Mitglied der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH und zuständig für die Entwicklung Gesamtfahrzeug: „Mit dem Begriff „AMG Lightweight Performance“ bezeichnen wir bei AMG alle Leichtbautechnologien. Wie im Motorsport gilt auch auf der Straße: Der Einsatz von Carbon macht die Fahrzeuge nicht nur leichter, sondern auch sicherer, effizienter und agiler. Das ist natürlich insbesondere für Sportwagen von Bedeutung.“
Basis für die CFK-Konstruktion sind feine Carbonfasern, zehnmal dünner als ein menschliches Haar. Gespannt auf einer Strecke von hier bis zum Mond würde die innovative Faser nur 25 Gramm wiegen. 1.000 bis 24.000 dieser Fasern werden zu Einzelsträngen zusammengefasst. Web- und Nähmaschinen fertigen daraus mehrlagige Fasermatten, die sich zu dreidimensionalen Gebilden formen lassen. Wird flüssiges Kunstharz injiziert, härtet dies aus und verleiht der gewünschten Struktur die endgültige Form und Stabilität.
Mercedes-Benz und AMG haben mit dem SLR, den Fahrzeugen der AMG Black Series und im Motorsport mehr als zehn Jahre Know-how im Umgang mit Carbonfaser-Werkstoffen gesammelt. Aktuell fertigt AMG beispielsweise die Kardanwelle des SLS AMG aus Carbon. Im SLS AMG Roadster ist die tragende Struktur zur Aufnahme des Windschotts serienmäßig als Carbonsandwichstruktur ausgeführt. Dieses Bauteil zeigt heute schon mit extrem kurzen Zykluszeiten in einem industriell orientierten Fertigungsverfahren, was morgen möglich sein wird. 
CFK-Bauteile spielen auch eine tragende Rolle bei der Leichtbaustrategie
von Mercedes-Benz und AMG für die Zukunft. Nach dem Motto „Das richtige Material am richtigen Ort“ wird der Anteil von hochfesten Stählen, Aluminium und faserverstärkten Kunststoffen künftig deutlich steigen. Das Rohkarosserie-gewicht soll bei allen Mercedes-Benz Fahrzeugen um zehn Prozent gegenüber ihrem Vorgängermodell sinken. 
Wie ernst Mercedes-Benz und seine High-Performance-Marke AMG das Thema Leichtbau als wichtigen Bestandteil auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität nehmen, demonstriert der SLS AMG mit seiner Vollaluminium-Karosserie. Damit gibt der Supersportler die Richtung für zukünftige Baureihen vor.
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