Der neue Mercedes-Benz CLS 63 AMG
San Diego (USA)
14.01.2011
Fahrwerk und Bremsanlage: Agil, dynamisch, exklusiv
Seine Ausnahmestellung dokumentiert der CLS 63 AMG auch auf den
Gebieten Fahrwerk und Bremsanlage. Die exklusive Kombination aus AMG RIDE CONTROL-Sportfahrwerk, elektromechanischer AMG Sportparameter-Lenkung und AMG Hochleistungs-Bremsanlage ist Garant für hohe Fahrdynamik, begeisternde Agilität und gleichzeitig Mercedes-typischen Langstreckenkomfort.
Für den CLS 63 AMG haben die AMG Ingenieure ein neues AMG RIDE CONTROL-Sportfahrwerk entwickelt, das sich durch höchste Variabilität auszeichnet. An der Vorderachse kommt eine Stahlfederung zum Einsatz, an der Hinterachse ein voll tragendes Luftfedersystem. Diese Lösung garantiert ein feinfühliges Ansprechverhalten der Federung vorne, während die Fahrzeughöhe hinten dank automatischer Niveauregulierung stets konstant bleibt – unabhängig von der Beladung. Von den anderen CLS-Varianten unterscheidet sich das AMG Topmodell zudem durch seine neu entwickelte Dreilenker-Vorderachse mit größerer Spurweite, sie wuchs gegenüber dem CLS 500 um 24 auf 1623 Millimeter. In Verbindung mit neuen Radträgern für mehr negativen Radsturz vorne ergibt sich ein deutliches Plus an Grip bei schneller Kurvenfahrt.
Ein weiteres Merkmal des AMG RIDE CONTROL-Sportfahrwerks ist das elektronisch geregelte Dämpfungssystem: Je nach Fahrsituation, -geschwindigkeit und Beladungszustand variiert das System blitzschnell die Dämpferkennung und reduziert die Wankwinkel der Karosserie. Für den Fahrer bedeutet dies ein blitzschnelles und stufenloses Anpassen zwischen größtmöglicher Agilität und opti-malem Fahrkomfort – je nach Fahrstil und Streckenführung. Durch entsprechenden Knopfdruck in der AMG DRIVE UNIT lässt sich die Dämpfung aber auch individuell ändern. Ein Druck genügt, und die Elektronik wechselt von „Comfort“ auf „Sport“ oder „Sport plus“. Im Kombi-Instrument wird der jeweilige Modus angezeigt.
„Comfort“ steht für sensibles Ansprechverhalten mit weicher Dämpfercharakteristik,in „Sport“ reagieren die Stoßdämpfer um durchschnittlich 40 Prozent straffer. „Sport plus“ empfiehlt sich für ambitionierte Runden auf einer Rundstrecke: Neben der höheren Dämpfkraft verfügt dieser Modus über spezifische Regelalgorithmen, die für eine betont sportliche Fahrweise auf Strecken mit ebenem Fahrbahnbelag abgestimmt sind. Bereits ab Werk kann der CLS 63 AMG fahrdynamisch weiter aufgewertet werden: Als exklusive Sonderausstattung aus dem AMG Performance Studio sind ein nochmals straffer abgestimmtes Performance-Fahrwerk, AMG Leichtmetallräder in leichter Schmiedetechnologie sowie ein Hinterachs-Sperrdifferenzial mit 40 Prozent Sperrwirkung lieferbar.
Elf Sensoren für elektronische Dämpferregelung
Die elektronische Dämpferregelung nutzt vier Sensoren zur permanenten Überwachung der Antriebs- und Bremsmomente sowie der Lenkwinkel und der Querbeschleunigung. Außerdem kommen vier Wegsensoren zur Ermittlung des Fahrzeugniveaus und zur Bestimmung der Bewegungsrichtung zum Einsatz. Drei Beschleunigungssensoren dienen der Erkennung der absoluten Aufbaubewegung. Eine leistungsfähige Steuerelektronik, die mit dem Motor- und Getriebesteuergerät in permanentem Dialog steht, stellt die blitzschnelle Anpassung der Kräfte an den vier Stoßdämpfern sicher.
Neue Achskomponenten und direktere Lenkung
Ein weiterer Beleg für das aufwendig neu konzipierte AMG RIDE CONTROL Sportfahrwerk sind die hochwertigen, vielfach aus Aluminium gefertigten Achskomponenten. Neue Achsschenkel, Querlenker, Zugstrebenlager sowie Kopflager an der Vorderachse garantieren mehr Stabilität und einen besseren Fahrbahnkontakt. Ein gewichtsoptimierter und dickerer Rohrstabilisator reduziert die Seitenneigung in schnell gefahrenen Wechselkurven. Auch die Hinterachse präsentiert sich im Sinne höherer Fahrstabilität deutlich überarbeitet: Neue Spurstangen, Zug- und Druckstreben sowie eine wesentlich steifere Lagerung des Fahrschemels, an dem die Hinterachse montiert ist, führen zu einer höheren Dynamik in Kurven.
Außerdem erhöhen die AMG-spezifische Kinematik und die neue Elastokinematik an beiden Achsen die Präzision bei der Kurvenfahrt spürbar.
Neue, direkter übersetzte elektromechanische Lenkung
Dazu passt die neu entwickelte elektromechanische AMG Sportparameter-Lenkung:Die gegenüber den anderen CLS-Modellen um 22 Prozent direkter gewählte Lenkübersetzung (14 : 1) vermittelt zusammen mit der variablen, je nach Fahrwerkmodus angepassten Servounterstützung ein äußerst agiles Kurvenhandling. Zudem leistet die elektromechanische AMG Sportparameter-Lenkung einen entscheidenden Beitrag zur Wirtschaftlichkeit, denn die Lenkunterstützung benötigt nur dann Energie, wenn der Fahrer auch tatsächlich lenkt. Gegenüber dem
Vorgängermodell mit der herkömmlichen hydraulischen Lenkunterstützung lassen sich so bis zu 0,3 Liter/7 g CO2 auf 100 Kilometer (NEFZ gesamt) einsparen.
Bei der neuen Lenkung sind Lenkgetriebe und der unterstützende Servomotor zu einer kompakten Einheit zusammengefasst und wie bisher auf einem außer-ordentlich steifen und gewichtsgünstigen Integralträger aus hochfestem Stahl vor der Radmittenachse montiert. Das leistungsfähige Steuergerät verarbeitet die von Sensoren erfassten Kennwerte – unter anderem Fahrzeuggeschwindigkeit, Lenkwinkel, Lenkwinkelgeschwindigkeit, Querbeschleunigung sowie Eigenlenkver-halten – und errechnet daraus blitzschnell die Kräfte, die in unterschiedlichen Fahrsituationen – vom Parken bis zu schneller Autobahnfahrt – vom Fahrer am Lenkrad aufgebracht werden müssen. Eine aktive Lenkungsdämpfung erhöht das Sicherheitsgefühl bei schneller Geradeausfahrt.
AMG spezifische Lösungen für mehr Lenkpräzision und Fahrdynamik
Eine AMG-spezifische Lösung sind die fest programmierten Kennlinien für die Servounterstützung. Im Fahrwerkmodus „C“ agiert die AMG Sportparameter-Lenkung komfortabel, also mit einer höheren Lenkunterstützung. Im Modus „S+“ hingegen spürt der Fahrer eine geringere Lenkunterstützung – was sich durch
einen tendenziell besseren Fahrbahnkontakt auswirkt. Davon profitieren die Rückmeldung und die Lenkpräzision. AMG exklusiv präsentiert sich auch das Zusammenspiel der neuen Lenkung mit dem 3-Stufen-ESPÒ: Beginnendes Untersteuern des Fahrzeugs spürt der Fahrer dank einer definierten Überlagerung
eines Lenkmoments früher als bei einer herkömmlichen Servolenkung. In „ESP SPORT“ und „ESP OFF“ hilft der spezielle Regelalgorithmus dem Fahrer beim Erzielen eines sauberen Driftwinkels.
Neben einem präziseren und gleichzeitig komfortableren Lenkerlebnis bietet die neue elektromechanische Lenkung eine Reihe weiterer Vorteile. So bleibt die Servounterstützung auch bei stehendem Motor verfügbar – wobei ein Algorithmus dafür sorgt, dass der Verbrennungsmotor im ECO Start-Stopp-Modus nicht nur deswegen anspringen muss, weil der Fahrer im Stand das Lenkrad bewegt. Realisierbar wurden mit der neuen Lenkung auch die automatische Einparkfunktion „Aktiver Park-Assistent“ und die Entlastung des Fahrers bei einer zum Rand hin abfallenden Fahrbahn.
Assistenz bietet die neue Lenkung auch beim Bremsen auf stark unterschiedlich griffigem Untergrund (µ-Split, Mikrosplitt). Sensoren erkennen das dabei auftretende Giermoment, wenn sich das Fahrzeug zur griffigeren Fahrbahnseite hin eindreht. Durch Überlagerung eines Lenkmoments verspürt der Fahrer einen Impuls zum Gegenlenken. Nimmt er diesen Hinweis an, wird das Lenkmoment zurückgenommen. Der Einsatz des Lenk-Assistenten unter µ-Split-Bedingungen kann sowohl helfen, die Spurtreue zu verbessern als auch den Bremsweg zu verkürzen.
3-Stufen-ESP® mit Sport-Funktion
Ebenso konsequent auf die hohen fahrdynamischen Qualitäten des CLS 63 AMG
zugeschnitten präsentiert sich das 3-Stufen-ESP®: Das Elektronische Stabilitäts-Programm erlaubt drei individuelle Regelstrategien auf Knopfdruck: Über den ESP®-Taster in der AMG DRIVE UNIT kann der Fahrer zwischen den Stufen „ESP ON“, „ESP SPORT“ und „ESP OFF“ wählen – das Display im AMG Kombi-Instrument zeigt den jeweils aktivierten Zustand an. In „ESP ON“ erfolgt bei beginnendem instabilem Fahrzustand ein Bremseneingriff an einem oder mehreren Rädern sowie eine Rücknahme des Motormoments.
Wenn die EESP®-Taste kurz gedrückt wird, ist „ESP SPORT“ aktiv. In diesem Modus erlauben die Über- bzw. Untersteuereingriffe sowie die flankierenden Motor-momenteneingriffe höhere fahrdynamische Zustände, so etwa entsprechende Driftwinkel – der Fahrer profitiert von deutlich mehr Fahrspaß. Beim Betätigen des Bremspedals steht ESP® wieder im vollen Umfang zur Verfügung. Ein langer Druck auf die ESP®-Taste aktiviert „ESP OFF“. Hier wird im Sinne der Fahrdynamik das Motormoment nicht mehr reduziert – dafür der Fahrspaß weiter gesteigert. „ESP OFF“ sollte nur von versierten Fahrern auf abgesperrten Rennstrecken genutzt werden. Auch in diesem Modus stehen beim Betätigen des Bremspedals wieder alle Funktionen des ESP® zur Verfügung.
In allen drei ESP®-Modi ist die Traktionslogik aktiv. Bei beginnendem Durchdrehen eines Antriebsrades wird durch den gezielten Bremseneingriff nahezu die Wirkung eines mechanischen Sperrdifferenzials erzielt. Somit kann die Motorleistung noch besser auf die Straße übertragen werden.
Neue Keramik-Hochleistungs-Verbundbremsanlage als Option
Wie von einem AMG High-Performance-Automobil erwartet, bietet auch der neue CLS 63 AMG eine äußerst leistungsfähige Bremsanlage. An Vorder- und Hinterachse sind innen belüftete und perforierte Bremsscheiben im üppigen 360-Milli-meter-Format montiert. Zur besseren Kompensation von Wärmespitzen sind die besonders belasteten Scheiben der Vorderachse in der motorsporterprobten Verbundtechnik ausgeführt. Grau lackierte Bremssättel mit weißem AMG Schriftzug und Sechs-Kolben- (vorn) bzw. Vier-Kolben-Technik (hinten) sorgen für spontane und fadingresistente Verzögerung sowie kürzeste Bremswege.
Auf Wunsch ist eine AMG Keramik-Hochleistungs-Verbundbremsanlage lieferbar – sofort erkennbar am „AMG Carbon Ceramic“-Logo auf den Bremssätteln. Durch die spezielle Werkstoff- und Produktionstechnik, bei der die Scheiben aus mit Kohlefasern verstärkter Keramik im Vakuum bei 1.700 Grad Celsius gefertigt werden, bieten die Keramikscheiben einen weitaus höheren Härtegrad. Dies steigert nicht nur die Lebensdauer gegenüber einer Graugussscheibe um ein Vielfaches, sondern auch deren Unempfindlichkeit gegenüber höchster Belastung und Hitze. Das Ergebnis: Kürzeste Bremswege, präziser Druckpunkt und noch höhere Standfestigkeit auch bei extremen Einsatzbedingungen. Die abermals größer dimensionierten Keramikscheiben – vorn: 402 x 39 Millimeter, hinten: 360 x 32 Millimeter – sind ebenfalls in Verbundbauweise konzipiert und schwimmend radial mit einem Aluminiumtopf verbunden.
Gegenüber den herkömmlichen Verbundbremsscheiben sind die Keramik-Brems-scheiben um insgesamt rund 40 Prozent leichter. Die nochmalige Reduzierung der ungefederten Massen steigert nicht nur Fahrdynamik und Agilität, sondern verbessert auch das Ansprechverhalten der Lenkung sowie den Abtastkomfort der Federung. An der Vorderachse kommen Sechskolben-Festsättel mit einer Bremsbelagfläche von jeweils 2x 154 cm2 zum Einsatz, an der Hinterachse Vierkolben-Festsättel mit einer Bremsbelagfläche von je 2x 73 cm2.
Die Bremsendaten im Überblick:
 
Verbund-Bremsanlage
Keramik-Verbundbremsanlage
Vorderachse:
 
 
Bremssattel
Bremsscheibe
 
Durchmesser
Dicke
Gewicht*
6-Kolben-Aluminium-Festsattel
Verbundtechnik, innen belüftet, perforiert
360 mm
36 mm
13,6 kg
6-Kolben-Aluminium-Festsattel
Keramik-Verbundtechnik, innen belüftet, perforiert
402 mm
39 mm
7,9 kg
Hinterachse:
   
Bremssattel
Bremsscheibe
 
Durchmesser
Dicke
Gewicht*
4-Kolben-Festsattel
Massiv, innen belüftet, perforiert
 
360 mm
26 mm
11,1 kg
4-Kolben-Festsattel
Keramik, massiv, innen belüftet, perforiert
360 mm
32 mm
6,2 kg
* Gewicht der Bremsscheibe
Zahlreiche Funktionen der Hochleistungs-Bremsanlage erhöhen Komfort wie Sicherheit. So beispielsweise die praktische HOLD-Funktion: Wenn der
CLS 63 AMG zum Stillstand gekommen ist, muss der Fahrer das Bremspedal nur noch etwas stärker betätigen. Jetzt wird das Fahrzeug von der Bremse gehalten – auch wenn der Fuß vom Bremspedal genommen wird. Ein unbeabsichtigtes Anrollen im Stop-and-go-Verkehr oder ein ungewolltes Zurückrollen am Berg wird so verhindert. Beim Anfahren schaltet sich die HOLD-Funktion automatisch ab. Ein weiteres hilfreiches Feature ist die Berganfahrhilfe. Erkennt die Sensorik, dass der Fahrer an einer Steigung hält, wird der Bremsdruck automatisch für eine kurze Zeit konstant gehalten. So kann der CLS nicht zurückrollen und der Fahrer hat genügend Zeit, den Fuß vom Brems- auf das Gaspedal zu wechseln, ohne die Feststellbremse betätigen zu müssen.
Wechselt der Fahrer vor einer Notbremsung abrupt vom Gas- auf das Bremspedal, erhöht das Bremssystem den Druck in den Bremsleitungen und legt so die Beläge an die Bremsscheiben an, die dann beim Tritt aufs Bremspedal sofort mit voller Kraft zupacken können. Durch dieses sogenannte Vorfüllen unterstützt das System den serienmäßigen Bremsassistenten. Zur weiteren Serienausstattung zählt die Trockenbremsfunktion, die bei Nässe mittels kurzer Brems-Impulse den Wasserfilm auf den Bremsscheiben abstreift, dadurch verbessert sich das Ansprechverhalten der Bremse erheblich.
Gewichtsoptimierte „Flow Forming“ AMG Leichtmetallräder
Einen wesentlichen Beitrag zum dynamischen Fahrverhalten des CLS 63 AMG tragen die neu entwickelten AMG Leichtmetallräder bei. Sie werden, wie schon beim SLS AMG, nach dem neuartigen „Flow Forming“-Verfahren hergestellt. Beim Herstellungsprozess sorgt die sogenannte Warmumformung im Bereich des Felgenbetts für eine Gefügeverdichtung und verbessert damit die Dauerfestigkeit. Auf diese Weise können geringere Wandstärken erzielt werden. Die Gewichtsersparnis von bis zu 0,8 Kilogramm pro Felge gegenüber herkömmlichen Leichtmetallrädern reduziert die ungefederten Massen und optimiert Fahrdynamik und Federungskomfort nochmals.
Serienmäßig rollt das Coupé auf titangrau lackierten und glanzgedrehten Rädern im neuen Triple-Speichen-Design. An der Vorderachse sind Reifen der Dimension 255/35 R 19 auf Felgen im Format 9,0 x 19 montiert, an der Hinterachse Reifen in 285/30 R 19 auf 10 x 19-Felgen. Als Sonderausstattung aus dem AMG Performance Studio sind AMG Leichtmetallräder in Schmiedetechnologie im 5-Doppelspeichen-Design titangrau lackiert, mit polierter Oberfläche und Breitreifen der Dimension 255/35 R 19 (vorn) und 285/30 R 19 (hinten) lieferbar.
Ihr Presse-Kontakt
N.N.
Leiter Baureihen Mercedes-Benz Cars, Testwagenmanagement, Sportkommunikation
Tel.: +49 711 17-75847
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