Mille Miglia 2011 steht im Zeichen des Sieges von Rudolf Caracciola auf Mercedes-Benz im Jahr 1931
Stuttgart
02.05.2011
Der Fahrer: Rudolf Caracciola
  • In den 1920er-Jahren wird er Rennfahrer bei Daimler-Benz und ist bis 1952 aktiv
  • Kaum ein Rennen, das er nicht gewonnen hätte
Rudolf Caracciola wird am 30. Januar 1901 in Remagen geboren. Beide Eltern sind begeisterte Motorsportler – und bereits im Alter von 15 Jahren darf er mit Sondererlaubnis den Führerschein machen. Seine mehr als 30 Jahre währende Rennkarriere beginnt auf dem Motorrad. Mit 21 Jahren gewinnt er 1922 das Rennen „Rund um Köln“, worauf ihn die Fafnir-Automobilwerke als Werksfahrer zum Avus-Rennen nach Berlin schicken. Nach einem respektablen 4. Platz und einem bald darauffolgenden Sieg auf einem Ego-Kleinwagen im Berliner Grunewald-Stadion bewirbt sich Caracciola bei der Daimler-Benz AG – und steigt zur Ära der Kompressor-Fahrzeuge als Rennfahrer ein. 1923 fährt er als Werksfahrer auf dem Mercedes 1,5-Liter-Rennsportwagen in Baden-Baden sein erstes Rennen und erzielt noch im gleichen Jahr elf weitere Siege. Insgesamt liest sich seine Erfolgsbilanz über die Jahre eindrucksvoll: Sieg reiht sich an Sieg, es gibt kaum ein Rennen, das er nicht gewonnen hätte. Seine Fähigkeit, auch bei schlechtem Wetter schnell und sicher unterwegs zu sein, bringt im die Bewunderung seiner Rennfahrer­kollegen ein. Daraus entstand der Begriff „Regenmeister“.
Die Zeitläufte ermöglichen es, dass Caracciola in seiner mehr als 30 Jahre währenden Karriere als Rennfahrer drei Rennepochen miterlebt: Vor dem Zweiten Weltkrieg dominiert er zunächst die Zeit der Kompressor-Motorboliden mit ihrer schieren Kraft und danach den Siegeszug der deutlich feiner konstruierten Fahrzeuge, die als „Silberpfeile“ immer mehr zu einem sehr eng aufeinander abgestimmten Gesamtsystem werden. Caracciola fährt beide Arten virtuos: Auf den Rennsportwagen K, S, SS, SSK und SSKL erzielt er zahlreiche Siege und wird unter anderem Europa-Bergmeister in den Jahren 1930 und 1931. Auf den als „Silberpfeilen“ bekannten Mercedes-Benz Rennwagen gewinnt er von 1934 bis 1939 insgesamt 16 Grand-Prix-Rennen und wird 1935, 1937 sowie 1938 dreimal Europameister, was dem heutigen Formel-1-Weltmeistertitel entspricht. Dazu kommen zahlreiche Rekorde. Besonders spektakulär ist seine Rekordfahrt im Januar 1938, bei der er auf der Autobahn Frankfurt/Main–Darmstadt 432,7 km/h erzielt – bis heute die höchste je auf einer öffentlichen Verkehrsstraße erzielte Geschwindigkeit.
Fast scheint es, als könne er nach dem Krieg an seine Erfolge anknüpfen – dafür spricht unter anderem der 4. Platz bei der Mille Miglia von 1952. Doch ein Unfall beendet seine Rennkarriere dauer­haft: Beim Großen Preis von Bern 1952 blockiert in der 13. Runde das linke Hinterrad seines Mercedes-Benz 300 SL, und er schleudert gegen einen Baum. Sein linkes Bein wird zertrümmert und er ist lange auf Rollstuhl und Krücken angewiesen. Ab 1956 ist er als Repräsentant des Hauses Daimler-Benz tätig und leitet den Verkauf von Mercedes-Benz Fahrzeugen an die in Europa stationierten Angehörigen der amerikanischen und britischen Streitkräfte. Am 28. September 1959 stirbt Rudolf Caracciola im Alter von 58 Jahren in Kassel.
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