Die neue Mercedes-Benz M-Klasse: Kultivierter Effizienz-Champion
Stuttgart / Kitzbühel
02.09.2011
Sicherheit: Ein beruhigendes Gefühl - Ein Stern genügt
Bei der neuen M-Klasse wurde der Markenphilosophie von Mercedes-Benz entsprechend das ganzheitliche Sicherheitskonzept Real Life Safety umgesetzt, das sich am realen Unfallgeschehen orientiert. Die hochstabile Fahrgastzelle der M-Klasse bildet gemeinsam mit den vorderen und hinteren Verformungszonen ein effizientes Fundament für die Insassenschutzsysteme. Für eine weiter verbesserte Fahr- und Konditionssicherheit sorgen in der neuen M-Klasse vor allem die
aus der S- und E-Klasse bekannten Assistenzsysteme.
Die Philosophie hinter dem Sicherheitskonzept der M-Klasse gliedert sich wie bei allen Pkw-Modellen von Mercedes-Benz in vier Phasen:
  • Sicher fahren: Gefahren vermeiden, rechtzeitig warnen und den
    Autofahrer unterstützen
  • Bei Gefahr: Vorbeugen und Schutzmaßnahmen präventiv aktivieren
  • Bei einem Unfall: Bedarfsgerecht schützen
  • Nach einem Unfall: Schlimmeres vermeiden und schnelle Hilfe ermöglichen
Die bereits im Vorgängermodell hohe Sicherheit konnte nochmals gesteigert werden. Besonders die vielen „unsichtbaren“ Mercedes-Benz Lösungen bringen messbare Vorteile im realen Unfallgeschehen. Zur Absicherung neuer Techniken oder der Evolution bestehender Systeme führen die Ingenieure zahlreiche Crashversuche durch, die weit über die vorgeschriebenen Tests hinaus gehen, wie beispielsweise den Dachfalltest und verschiedene Überschlagversuche. Eine Rollover-Sensorik kann bei erkanntem Bedarf Seiten- und Windowbags sowie Gurtstraffer aktivieren. Insgesamt prüfte Mercedes-Benz im Rahmen der M-Klasse Entwicklung 36 grundverschiedene Lastfälle unter realen Versuchsbedingungen. Hinzu kommen die umfang-reichen Simulationen im Rahmen des Digitalen Prototypen. Nach diesem intensiven Entwicklungsprogramm hat die M-Klasse das Potenzial, alle internationalen Ratings mit den bestmöglichen Ergebnissen zu absolvieren.
Ein höchstmögliches Schutzpotenzial entfaltet die M-Klasse auch gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern oder Zweiradfahrern. Neben den nachgiebigen Bereichen der Frontpartie, den klappbaren Außenspiegeln und den glatten Konturen wurde das Verletzungsrisiko am Fahrzeug durch die Anpassung der Motorhaube und die Vergrößerung des Abstandes zu den Bauteilen im Motorraum vermindert. Zusätzlich kommt erstmals im SUV-Segment eine Aktive Motorhaube serienmäßig zum Einsatz. Sie kann die Beschleunigung eines aufprallenden Fußgängers oder Zweiradfahrers verringern, weil sie diese früher abfängt.
„Elektronische Knautschzone“
Der beste Unfall ist nach wie vor der, der überhaupt nicht passiert. An dieser so einfach klingenden Feststellung, die in der Praxis ungleich schwieriger umzusetzen ist, arbeiten die Sicherheitsingenieure im Mercedes Technology Center intensiv. Für eine weiter verbesserte Fahr- und Konditionssicherheit bei der neuen M-Klasse sorgen vor allem die zahlreichen passiven und aktiven Assistenzsysteme:
  • ATTENTION ASSIST, warnt den Fahrer vor Übermüdung
  • Geschwindigkeitslimit-Assistent, visualisiert Verkehrszeichen im Kombiinstrument
  • Reifendruckverlust-Warnung
  • Intelligent Light System mit spezifischen, den jeweiligen Verkehrs-
    und Witterungssituationen angepassten Lichtfunktionen
  • Nachtsicht-Assistent mit Personendetektierung
  • ADAPTIVE BRAKE mit den Funktionen Berganfahrhilfe, Vorfüllen, Trockenbremsen und Hold-Funktion
  • Bremsassistent BAS zur Unterstützung des Fahrers bei kritischen Bremsmanövern
  • DISTRONIC PLUS mit BAS PLUS
  • Der Spurhalte-Assistent warnt den Fahrer, sobald dieser die erkannte markierte Fahrspur unabsichtlich verlässt. Darüber hinaus kann der Aktive Spurhalte-Assistent mit einem spurkorrigierenden Bremseingriff reagieren.
  • Der Totwinkel-Assistent warnt den Fahrer beim Erkennen von Fahrzeugen im schlecht einsehbaren Bereich, dem sog. „toten Winkel“. Der Aktive Totwinkel-Assistent kann zusätzlich durch einen gezielten einseitigen Bremseingriff einer möglichen Kollision entgegenwirken, wenn der Fahrer auf die Warnung nicht reagiert.
  • Einpark-Assistent mit PARKTRONIC, das System kann Parklücken erkennen und führt die zum Einparkvorgang notwendigen Lenkmanöver aus, der Fahrer muss lediglich Bremse und Fahrpedal betätigen.
  • Rückfahrkamera, z.B. mit „Back-in“-Modus mit dynamischen Hilfslinien für das Zurücksetzen in enge Parkbuchten oder zum problemlosen Ankuppeln von Anhängern
  • Adaptives Bremslicht warnt in Notbremssituationen nachfolgende Autofahrer durch blinkende Bremsleuchten.
Zum Sicherheitskonzept der neuen M-Klasse gehört serienmäßig das vorausschauende Sicherheitskonzept PRE-SAFE®, das Synergien der aktiven und passiven Sicherheitssysteme nutzt, um Belastungen für die Insassen bei einem Unfall um bis zu 40 Prozent zu verringern. Abhängig von der erkannten potenziellen Unfallsituation können folgende reversible Maßnahmen zum präventiven Insassenschutz eingeleitet werden:
  • Gurtstraffung für Fahrer und Beifahrer
  • Scheibenschließung
  • Schiebedachschließung
  • Verstellung Beifahrersitz (bei Ausstattung mit Memory-Paket)
 Karosserie: Hohe Energieabsorption beim Frontalaufprall
Die hochstabile Fahrgastzelle der M-Klasse bildet gemeinsam mit den vorderen und hinteren Verformungszonen ein effizientes Fundament für die Insassenschutzsysteme. Im Fokus der Arbeiten stand hier die spürbare Reduzierung der Insassenbelastungen. Bei den Frontalaufprällen konnten die Ingenieure eine homogenere Verzögerung und dadurch geringere Spitzenbelastung der Insassen realisieren. Dies gelang unter anderem durch:
  • Auslegung des vorderen Fahrschemels als Crashelement, der sich gezielt verformen und beispielsweise beim Offsetcrash Energie in die stoßabgewandte Fahrzeugseite leiten kann.
  • Neuartige Aluminium-Getriebetraverse mit Offsetfunktion: Das im Normalbetrieb geräusch- und schwingungsentkoppelte Bauteil wird im Crashfall über Haken aktiviert, damit der Kardantunnel zusätzliche Energie in diesem Bereich absorbieren kann (nur bei Dieselversionen).
  • Abgleitrampe am Bremskraftverstärker, dadurch wird die unerwünschte Blockbildung zwischen Bremskraftverstärker und Dämpferdom verhindert. Der Bremskraftverstärker wird zudem in eine Drehbewegung versetzt, wodurch die mögliche Bremspedalintrusion minimiert wird.
  • Eine Crashfuge sorgt für das Überschieben des Kotflügels zur Fahrertür und verhindert eine verklemmte Tür nach dem Aufprall, die Türen lassen sich meistens mit geringem Kraftaufwand öffnen.
  • Höchstfeste Stähle in der A-Säule optimieren die Stabilität der Fahrgastzelle sowohl beim Frontalaufprall wie bei verschiedenen Überschlagszenarien und ermöglichen meist eine problemlose Türöffnung nach Offsetcrash.
  • Vorgezogene Schweller bauen einen direkten Lastpfad zum Vorderrad auf. Dadurch kann das mögliche Eindrehen und Eindringen der Räder in den Fußraum vermieden werden.
  • Bestmögliche Energieumsetzung beim Frontalcrash trotz relativ geringer Vorbaulänge durch die Aktivierung der Lastpfade von der vorderen Crashbox zum Längsträger, vom Rad zum Schweller und durch den deformierbaren Fahrschemel, der über den Motor-/Getriebeverbund Kräfte in den Kardantunnel leitet.
  • Die energieabsorbierende Lenksäule verformt sich unter Krafteinwirkung bis zu 100 Millimeter, dadurch wird zusätzlicher Deformationsraum zur Energieumsetzung freigegeben. Damit können die Belastungen des Fahrers im Kopf-, Nacken- und Thoraxbereich reduziert werden.
Seitenaufprallschutz durch intelligenten Karosserie-Rohbau
Wie bei der Auslegung im Frontbereich der neuen M-Klasse überzeugt auch die intelligente Rohbaukonstruktion bei seitlichen Unfallkonfigurationen. Die gezielte Verteilung von hoher Steifigkeit und hoher Verformbarkeit sorgt für eine vorteilhafte Kinematik der Insassen beim Seitenaufprall:
  • Die B-Säule, eine wichtige Komponente bei seitlichen Kollisionen, ist im unteren Bereich stark verformungsfähig, im oberen Bereich dagegen
    sehr steif ausgeführt. Somit werden die Intrusion und die Intrusions-geschwindigkeit im unteren Bereich vermindert, während im oberen Bereich höchstfeste Stahlsorten an der Säulen-Außenseite ein ungünstiges Knicken der Säule im Seitenaufprall verhindern. Außerdem erhöht sich mit dieser konstruktiven Lösung die Stabilität der Fahrgastzelle bei Überschlägen.
  • Die Aussteifung der Bodenstruktur durch eine über die gesamte
    Fahrzeugbreite verlaufende Trägerstruktur aus höchstfestem Material und höchstfeste Verstärkungen im Fahrersitzquerträger reduzieren
    die Verformungen vor allem beim Pfahlaufprall. Somit wird der Überlebensraum der Insassen noch besser gesichert und die Thoraxbelastung der Insassen reduziert.
  • Die Geometrie und Karosserieanbindung der Säulen und des Dachrahmens aus höchstfestem Material wurde im Sinne einer größtmöglichen Crashsicherheit optimiert.
Sicherer Abschluss: Die Heckpartie
Auch der Heckbereich der M-Klasse schützt bei Crashsituationen durch gezielte Verformungsarbeit die stabile Fahrgastzelle und kann so Belastungen für die Insassen minimieren. Einen Hinweis auf die außerordentliche Belastungsfähigkeit des Karosseriehecks der M-Klasse gibt ein spezieller Aufpralltest zur Überprüfung der Tankdichtigkeit. Dabei trifft ein Crashschlitten mit 80 km/h von hinten die M-Klasse. Das Tanksystem übersteht diesen fatalen Aufprall ohne Undichtigkeiten.
Die mehrteiligen hinteren Längsträger erhalten zur Erhöhung der Festigkeit, zur Steigerung des Energieabsorptionsvermögens und zur Verbesserung des Verformungsverhaltens einen durchgehend geschlossenen Querschnitt mit abgestuften Blechdicken (Tailored Blanks). Die Reserveradmulde ist integrierter Teil des Stahlbodens, ein Stahlbiegeträger trägt die hintere Stoßfängerverkleidung und wird über zwei Crashboxen aus Stahl mit der Heckstruktur verbunden.
Umfassende Rückhaltesysteme für den Insassenschutz
Die passiven Insassenschutzsysteme ergeben zusammen mit den eingangs beschriebenen „elektronischen Knautschzonen“ und der intelligenten Karosseriekonstruktion ein höchstmögliches Schutzpotenzial und setzen die M-Klasse an die Spitze ihres Marktsegments. Dabei kommen unter anderem neue Auslösestrategien zum Einsatz. Das System kann zum Beispiel einen drohenden Überschlag im Crashfall erkennen und Kopf-, Seiten- und Windowbag sowie die Gurtstraffer bedarfsgerecht auslösen. Durch die neuen, großflächigen Seitenairbags und die Windowbags mit verlängertem Abdeckungsbereich können die Insassen im Crashfall von der Schulterpartie bis in den Beckenbereich homogener abgestützt und damit besser geschützt werden. Auch beim Seitenaufprall reduziert sich die Verletzungsgefahr durch die vergrößerte Abdeckung.
Zusätzliches Schutzpotenzial ergibt sich auch für die Fondpassagiere durch Gurtstraffer und Kraftbegrenzer an den äußeren Sitzplätzen. Die Integration der optionalen Thoraxbags in die neigungsverstellbaren Klapplehnen ermöglicht eine bestmögliche Airbagposition bei jeder Lehnenstellung. Die Komponenten der passiven Insassenschutzsysteme im Überblick:
  • Adaptive, zweistufige Airbags für Fahrer und Beifahrer
  • Kneebag für den Fahrer
  • Sidebags für Fahrer und Beifahrer (kombinierte Thorax-/Pelvisbags)
  • Sidebags auf Wunsch in der hinteren Sitzreihe
  • Windowbags über beide Sitzreihen von der A- bis zur C-Säule
  • 3-Punkt-Sicherheitsgurte auf allen fünf Plätzen
  • Pyrotechnische Aufrollerstraffung und konstante Gurtkraftbegrenzung sowie elektrisch reversibler Gurtaufrollerstraffer vorn, Aufrollstraffer und einstufiger Kraftbegrenzer an den äußeren Sitzplätzen hinten
  • ISOFIX-Kindersitzverankerung
  • Gurthöhenverstellung für Fahrer und Beifahrer
  • Gurtstatusanzeige für Fondpassagiere im Kombiinstrument
  • Automatische Kindersitzerkennung AKSE (optional) mit Deaktivierung des Beifahrerairbags bei Verwendung von speziellen Mercedes-Benz Kindersitzen
  • Bei einem Heckaufprall kann ein speziell dafür entwickeltes, passives Kopfstützensystem Belastungen für die Insassen mindern.
Auch nach dem Crash: Schutz der Insassen
Im Rahmen der POST-SAFE®-Funktionen kann die neue M-Klasse verschiedene Systeme aktivieren, die dazu beitragen können, nachgelagerte Unfallgefahren zu vermeiden. Nach einem größeren Crash wird zur Warnung des umgebenen Verkehrs die Warnblinkanlage automatisch aktiviert. Gleichzeitig erfolgt eine automatische Türentriegelung, damit Rettungskräfte einen möglichst ungehinderten Zugang zu den Passagieren haben. Durch die partielle Öffnung der Seitenscheiben wird der Innenraum nach einer Auslösung von Rückhalte-systemen besser be- und entlüftet.
Bei einem detektierten Aufprall schaltet das zentrale Steuergerät zur Verringerung einer möglichen Brandentstehung das Kraftstoffsystem ab. Nach Ermittlung der Zylinderposition öffnet die Motorsteuerung die Einspritzventile von Zylindern, die sich nicht in Kompression befinden und entlastet den Kraftstoffhochdruckbereich durch direktes Ablassen der Restkraftstoffmenge in den Brennraum. Dadurch verringert sich die Gefahr von Kraftstoffaustritt. Zur Vermeidung von Kraftstoffverlusten sind alle M-Klasse Modelle zusätzlich an relevanten Stellen mit schnittfesten Kraftstoffleitungen ausgerüstet. Auch damit wird eine mögliche Brandentstehungsgefahr entschärft.
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