Mit seinem gleichermaßen freundlichen und praktischen Fahrgastraum hat der Citaro bereits bei seiner Vorstellung im Jahr 1997 Maßstäbe gesetzt. Der neue Citaro setzt diese Tradition fort und stellt mit vielfältigen Neuerungen einen Meilenstein in der Entwicklung der Linienbusse dar.
Neue Türen sparen Gewicht und erhöhen die Festigkeit
Die neuen Innenschwenktüren aus eigener Fertigung sind leicht, wartungsarm und im unteren Bereich durch eine optimierte Gummiabdichtung sicher verschlossen. Das neue Dichtungskonzept verschließt die Türen nahezu hermetisch und verhindert damit weitgehend Windgeräusche im Innenraum. Die neuen Türen überzeugen durch ihr geringes Gewicht, einen stabilen Rahmen sowie einer hohen Passgenauigkeit. Die Türflügel sind einzeln steuerbar und werden getrennt betrieben. Alternativ kann der Citaro nun auch am vorderen Eingang mit einer neuen, exklusiv im Citaro erhältlichen Schwenkschiebetür ausgestattet werden. Sie öffnet nach vorn und fährt dabei, leicht nach außen aufgestellt, ohne Berührung am rechten Außenspiegel vorbei. Geringes Gewicht und hohe Stabilität kennzeichnet auch die neue Schwenkschiebetür.
Niedrigere und gut ausgeleuchtete Einstiege
Der Fahrgastraum des neuen Citaro ist besonders einladend gestaltet. Der angenehme Eindruck für die Fahrgäste beginnt bereits an der Haltestelle mit der hellen Ausleuchtung der Ein- und Ausstiegsbereiche an allen Türen innerhalb und außerhalb des Busses durch ein breites LED-Lichtband. Eine große integrierte Plakette mit Markenzeichen und Markenschriftzug in der neuen Tür zur Fahrerkabine teilt jedem Fahrgast beim Betreten des neuen Citaro unübersehbar mit, dass man in einem Mercedes-Benz Platz nimmt.
Ausgefeilte Lichttechnik erhöht Komfort und Sicherheit
Der Fahrgastraum des neuen Citaro besticht mit seiner Helligkeit und Freundlichkeit. Das betrifft die farbliche Gestaltung und setzt sich bei der Innenbeleuchtung weiter fort. Die Deckenlampen mit mehrdimensionalen Streuscheiben strahlen nicht nur direkt ab, sondern erzielen zusätzlich den Effekt einer indirekten Beleuchtung, da die Dachklappen wie Reflektoren wirken. Anstelle von Leuchtstoffröhren kommen auf Wunsch LED-Lampen zum Einsatz. Zukünftig möglich sind zusätzliche Lichtelemente, die auf das Randprofil der Decke aufgesetzt werden können. Diese Lichttechnik erzeugt im Bereich der Sitzplätze gezielt Ruhezonen und Leseecken. Gleichzeitig verringert sie durch die gute Ausleuchtung zukünftig auch die Gefahr des hinteren Fahrzeugbereichs vor Vandalismus.
Ebenso sind Beleuchtungseinheiten erhältlich, die in die neuen Haltestangen des Citaro integriert werden können. Die senkrechten Haltestangen übernehmen im Grundsatz die nach außen gebogene Form aus dem Vorgängermodell, die branchenweit als Vorbild gedient hat. Die neue gleichmäßige Aufteilung durch die Befestigung in einem durchgehenden Deckenprofil in nur zwei Spuren beruhigt den Innenraum. Im vorderen Bereich kommen gerade Haltestangen zum Einsatz. Sie sind weiter nach außen versetzt und öffnen damit optisch den Raum für eintretende Fahrgäste. Die horizontalen Haltestangen sind jetzt vor den vertikalen Stangen montiert; auch dies beruhigt den Fahrgastraum optisch und schafft eine Leitlinie beim Blick durch den Raum.
Innovative Haltestangen mit Werbung, Laufbändern und Beleuchtung
Die horizontalen Haltestangen bestehen aus einem Aluminium-Strangpressprofil und sind oval geformt. Zusammen mit ihrem größeren Durchmesser sind sie besonders griffgünstig. Die neue Form ermöglicht außerdem die Integration von Lichtelementen, von auswechselbaren Werbe-Einlegern mit Klemmbefestigung oder sogar von Laufbändern in den Haltestangen – eine völlig neue Form der Werbung. Neue, umgreifende Haltewunschtaster sind vor allem von Fahrgästen mit eingeschränkter Sehfähigkeit besser zu finden.
Auch die neue Trennwand zur Fahrerkabine sowie die Dachrandklappen stehen jetzt als Vermarktungsfläche zur Verfügung. In den Dachrand integrierbar sind ebenfalls auf Wunsch lieferbare Streckenverlaufsanzeigen. Zu Zwecken von Information und Werbung sind außerdem Vorrüstungen für Bildschirme mit 48,26 cm bzw. 55,88 cm großer Bildschirmdiagonale im Querkanal und im Hinterwagen vorgesehen.
Kleinerer Querkanal, neue Ablagen
Der Querkanal zwischen dem vorderen Einstieg und dem Fahrgastraum fällt beim neuen Citaro deutlich flacher aus. Vorzüge sind mehr Durchgangshöhe, ein verbessertes Raumgefühl sowie eine optimierte Sicht des Fahrers durch den Innenspiegel in den Fahrgastraum. Neu sind dort außerdem die Ablageflächen mit geschlossenem Boden anstelle der bisher verwendeten Gitter im Bereich der Haltestangen. Ablagefläche und Rahmen können nun in unterschiedlichen Farben lackiert werden.
Der überarbeitete, optionale Rollstuhlplatz bietet mobilitätseingeschränkten Fahrgästen mit einer erhöhten Ausbuchtung der Haltestange sowie einer Parkwand aus Glas mehr Schutz. Er passt sich im Design harmonisch an das neue Interieur des Citaro an. Neue, markant geformte Trennwände aus Glas sind dank eines Siebdrucks besser sichtbar. Die Form der Scheiben mit einem größeren Abstand zur Haltestange bietet mehr Greifraum für Fahrgäste.
Eine neue Innendecke unterstützt die Entlüftung
Das neue durchgehende Mittelteil der Decke im Fahrgastraum hat ein einheitliches ruhiges Design mit einer gleichmäßigen Lochung. Sie setzt sich auch in den Deckensegmenten unter den Dachklappen fort. Durch die Lochdecke wird der Fahrgastraum über eine große Fläche gleichmäßig entlüftet. Eine Belüftung erfolgt durch die Segmente unterhalb der betätigten Dachklappen. Sie sind elektrisch aufstellbar und schließen automatisch beim Betätigen des Scheibenwischers oder Abstellen des Motors. Auch der neue Citaro verfügt wie sein Vorgänger optional über eine besonders wirksame Dachkanal-Lüftungsanlage mit integrierter Heizung – im Segment der Stadtlinienbusse ein ungewöhnlich hoher Aufwand. Die Beheizung erfolgt serienmäßig durch neue Seitenwand-Heizkörper und auf Wunsch per Konvektorenheizung.
Kompakt-Klimaanlage reduziert Anschaffungs- und Betriebskosten
Als weitere Option zwischen den bekannten Lüftungs- und Klimaanlagen bietet Mercedes-Benz den Citaro als Solobus jetzt mit einer neuen Kompakt-Klimaanlage an. Sie wird in Form von autarken Einzelanlagen über den Dachluken positioniert und kommt mit Ausnahme der Stromzufuhr ohne zusätzliche Leitungen aus. Die Anlage erzielt bei üblichen sommerlichen Temperaturen in Mitteleuropa Behaglichkeit durch leichtes Kühlen in Verbindung mit einer gleichmäßigen Luftbewegung. Die Anlage wird abhängig von der Außentemperatur geregelt. Die Kosten für Anschaffung und Unterhalt liegen unterhalb einer klassischen Klimaanlage mit hoher Kühlleistung, die unabhängig von der Außentemperatur erreicht wird. Die Kälteleistung beläuft sich auf 3,8 kW pro Anlage.
Die bewährte Bestuhlung wird übernommen
Vom bisherigen Modell übernimmt der neue Citaro die bewährte Bestuhlung mit Cantilever-Befestigung. Die Sitze stammen aus eigener Fertigung. Serienmäßig findet die Ausführung City Star Eco Verwendung, beim Citaro Ü mit Blick auf die längere Verweildauer im Fahrzeug der Überlandsitz Inter Star Eco. Die Bestuhlungen sind in zahlreichen Ausführungen wählbar. Gleiches gilt für vielfältige Sitzanordnungen im Fahrgastraum.