Der neue Mercedes-Benz ML 63 AMG: Effizienter und souveräner Fahrspaß
Stuttgart
13.01.2012
Karosserie und Sicherheit: Ein Stern genügt
  • Ganzheitliches Sicherheitskonzept Real Life Safety
  • Vorausschauendes Sicherheitskonzept PRE-SAFE® serienmäßig
  • Wegweisende Assistenzsysteme sorgen für noch mehr Sicherheit
  • Hochstabile Fahrgastzelle für hervorragenden Insassenschutz
  • Umfassende Rückhaltesysteme serienmäßig
Beim neuen ML 63 AMG wurde der Markenphilosophie von Mercedes-Benz entsprechend das ganzheitliche Sicherheitskonzept Real Life Safety umgesetzt, das sich am realen Unfallgeschehen orientiert. Die hochstabile Fahrgastzelle der M-Klasse bildet gemeinsam mit den vorderen und hinteren Verformungs-zonen ein effizientes Fundament für die Insassenschutzsysteme. Für eine weiter verbesserte Fahr- und Konditionssicherheit sorgen vor allem die aus der S-Klasse und E-Klasse bekannten Assistenzsysteme.
Die Philosophie hinter dem Sicherheitskonzept der M-Klasse gliedert sich wie bei allen Pkw-Modellen von Mercedes-Benz in vier Phasen:
  • Sicher fahren: Gefahren vermeiden, rechtzeitig warnen und den Autofahrer unterstützen
  • Bei Gefahr: Vorbeugen und Schutzmaßnahmen präventiv aktivieren
  • Bei einem Unfall: Bedarfsgerecht schützen
  • Nach einem Unfall: Schlimmeres vermeiden und schnelle Hilfe ermöglichen
Die bereits im Vorgängermodell hohe Sicherheit konnte nochmals gesteigert werden. Besonders die vielen „unsichtbaren“ Mercedes-Benz Lösungen bringen messbare Vorteile im realen Unfallgeschehen. Zur Absicherung neuer Techniken oder der Evolution bestehender Systeme führen die Ingenieure zahlreiche Crashversuche durch, die weit über die vorgeschriebenen Tests hinausgehen, wie beispielsweise den Dachfalltest und verschiedene Überschlagversuche. Eine Rollover-Sensorik kann bei erkanntem Bedarf Seiten- und Windowbags sowie Gurtstraffer aktivieren. Insgesamt prüfte Mercedes-Benz im Rahmen der M-Klasse Entwicklung 36 grundverschiedene Lastfälle unter realen Versuchsbedingungen. Hinzu kommen die umfangreichen Simulationen im Rahmen des digitalen Prototyps. Nach diesem intensiven Entwicklungsprogramm hat die M-Klasse das Potenzial, alle internationalen Ratings mit den best-möglichen Ergebnissen zu absolvieren.
Ein höchstmögliches Schutzpotenzial entfaltet die M-Klasse auch gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern oder Zweiradfahrern. Neben den nachgiebigen Bereichen der Frontpartie, den klappbaren Außenspiegeln und den glatten Konturen wurde das Verletzungsrisiko am Fahrzeug durch die Anpassung der Motorhaube und die Vergrößerung des Abstands zu den Bauteilen im Motorraum vermindert.
„Elektronische Knautschzone“
Der beste Unfall ist nach wie vor der, der überhaupt nicht passiert. An dieser so einfach klingenden Feststellung, die in der Praxis ungleich schwieriger umzusetzen ist, arbeiten die Sicherheitsingenieure im Mercedes Technology Center intensiv. Für eine weiter verbesserte Fahr- und Konditionssicherheit beim ML 63 AMG sorgen vor allem die zahlreichen passiven und aktiven Assistenzsysteme:
  • ADAPTIVE BRAKE mit den Funktionen Berganfahrhilfe, Vorfüllen, Trockenbremsen und Hold-Funktion (serienmäßig)
  • Adaptives Bremslicht warnt in Notbremssituationen nachfolgende Autofahrer durch blinkende Bremsleuchten (serienmäßig)
  • ATTENTION ASSIST warnt den Fahrer vor Übermüdung (serienmäßig)
  • Brems-Assistent BAS zur Unterstützung des Fahrers bei kritischen Bremsmanövern (serienmäßig)
  • Reifendruckkontrolle (serienmäßig)
  • Geschwindigkeitslimit-Assistent, visualisiert Verkehrszeichen im Kombi‑Instrument (Wunschausstattung)
  • Intelligent Light System mit spezifischen, den jeweiligen Verkehrs- und Witterungssituationen angepassten Lichtfunktionen (Wunschausstattung)
  • Nachtsicht-Assistent PLUS mit Personendetektierung (Wunschausstattung)
  • DISTRONIC PLUS mit BAS PLUS (Wunschausstattung)
  • Der Spurhalte-Assistent warnt den Fahrer, sobald dieser die erkannte markierte Fahrspur unabsichtlich verlässt. Darüber hinaus kann der aktive Spurhalte-Assistent mit einem spurkorrigierenden Bremseingriff reagieren (Wunschausstattung)
  • Der Totwinkel-Assistent warnt den Fahrer beim Erkennen von Fahrzeugen im schlecht einsehbaren Bereich, dem sogenannten „toten Winkel“. Das System kann zusätzlich durch einen gezielten einseitigen Bremseingriff einer möglichen Kollision entgegenwirken, wenn der Fahrer auf die Warnung nicht reagiert (Wunschausstattung)
  • Aktiver Park-Assistent mit PARKTRONIC kann Parklücken erkennen und gibt die zum Einparkvorgang notwendigen Lenkmanöver im Kombi-Instrument vor (Wunschausstattung)
  • Rückfahrkamera z. B. mit „Back-in“-Modus mit dynamischen Hilfslinien für das Zurücksetzen in enge Parkbuchten oder zum problemlosen Ankuppeln von Anhängern (Wunschausstattung)
Zum Sicherheitskonzept der neuen M-Klasse gehört serienmäßig das vorausschauende Sicherheitskonzept PRE-SAFE®, das Synergien der aktiven und passiven Sicherheitssysteme nutzt, um Belastungen für die Insassen bei einem Unfall um bis zu 40 Prozent zu verringern. Abhängig von der erkannten potenziellen Unfallsituation können folgende reversible Maßnahmen zum präventiven Insassenschutz eingeleitet werden:
  • Gurtstraffung für Fahrer und Beifahrer
  • Scheibenschließung
  • Schiebedachschließung
  • Verstellung Beifahrersitz (bei Wunschausstattung Memory-Paket)
Karosserie: Hohe Energieabsorption beim Frontalaufprall
Die hochstabile Fahrgastzelle des ML 63 AMG bildet gemeinsam mit den vorderen und hinteren Verformungszonen ein effizientes Fundament für die Insassenschutzsysteme. Im Fokus der Arbeiten stand hier die spürbare Reduzierung der Insassenbelastungen. Bei den Frontalaufprällen konnten die Ingenieure eine homogenere Verzögerung und dadurch geringere Spitzenbelastung der Insassen realisieren. Dies gelang unter anderem durch:
  • Auslegung des vorderen Fahrschemels als Crashelement, der sich gezielt verformen und beispielsweise beim Offsetcrash Energie in die stoßabgewandte Fahrzeugseite leiten kann.
  • Abgleitrampe am Bremskraftverstärker: Dadurch wird die unerwünschte Blockbildung zwischen Bremskraftverstärker und Dämpferdom verhindert. Der Bremskraftverstärker wird zudem in eine Drehbewegung versetzt, wodurch die mögliche Bremspedalintrusion minimiert wird.
  • Eine Crashfuge sorgt für das Überschieben des Kotflügels zur Fahrertür und verhindert eine verklemmte Tür nach dem Aufprall, die Türen lassen sich meistens mit geringem Kraftaufwand öffnen.
  • Höchstfeste Stähle in der A-Säule optimieren die Stabilität der Fahrgastzelle sowohl beim Frontalaufprall wie bei verschiedenen Überschlagszenarien und ermöglichen meist eine problemlose Türöffnung nach Offsetcrash.
  • Vorgezogene Schweller bauen einen direkten Lastpfad zum Vorderrad auf. Dadurch kann das mögliche Eindrehen und Eindringen der Räder in den Fußraum vermieden werden.
  • Bestmögliche Energieumsetzung beim Frontalcrash trotz relativ geringer Vorbaulänge durch die Aktivierung der Lastpfade von der vorderen Crashbox zum Längsträger, vom Rad zum Schweller und durch den deformierbaren Fahrschemel, der über den Motor-Getriebe-Verbund die Kräfte in den Kardantunnel leitet.
  • Die energieabsorbierende Lenksäule verformt sich unter Krafteinwirkung bis zu 100 Millimeter, dadurch wird zusätzlicher Deformationsraum zur Energieumsetzung freigegeben. Damit können die Belastungen des Fahrers im Kopf-, Nacken- und Thoraxbereich reduziert werden.
Seitenaufprallschutz durch intelligenten Karosserie-Rohbau
  • Wie bei der Auslegung im Frontbereich der M-Klasse überzeugt auch die intelligente Rohbaukonstruktion bei seitlichen Unfallkonfigurationen. Die gezielte Verteilung von hoher Steifigkeit und hoher Verformbarkeit sorgt für eine vorteilhafte Kinematik der Insassen beim Seitenaufprall:
  • Die B-Säule, eine wichtige Komponente bei seitlichen Kollisionen, ist im unteren Bereich stark verformungsfähig, im oberen Bereich dagegen sehr steif ausgeführt. Somit werden die Intrusion und die Intrusions-geschwindigkeit im unteren Bereich vermindert, während im oberen Bereich höchstfeste Stahlsorten an der Säulen-Außenseite ein ungünstiges Knicken der Säule im Seitenaufprall verhindern. Außerdem erhöht sich mit dieser konstruktiven Lösung die Stabilität der Fahrgastzelle bei Überschlägen.
  • Die Aussteifung der Bodenstruktur durch eine über die gesamte Fahrzeugbreite verlaufende Trägerstruktur aus höchstfestem Material und höchstfeste Verstärkungen im Fahrersitz-Querträger reduzieren die Verformungen vor allem beim Pfahlaufprall. Somit wird der Überlebensraum der Insassen noch besser gesichert und die Thoraxbelastung der Insassen reduziert.
  • Die Geometrie und Karosserieanbindung der Säulen und des Dachrahmens aus höchstfestem Material wurde im Sinne einer größtmöglichen Crashsicherheit optimiert.
Sicherer Abschluss: Die Heckpartie
Auch der Heckbereich der M-Klasse schützt bei Crashsituationen durch gezielte Verformungsarbeit die stabile Fahrgastzelle und kann so Belastungen für die Insassen minimieren. Einen Hinweis auf die außerordentliche Belastungsfähigkeit des Karosseriehecks der M-Klasse gibt ein spezieller Aufpralltest zur Überprüfung der Tankdichtigkeit. Dabei trifft ein Crashschlitten mit 80 km/h von hinten auf die M-Klasse. Das Tanksystem übersteht diesen fatalen Aufprall ohne Undichtigkeiten.
Die mehrteiligen hinteren Längsträger erhalten zur Erhöhung der Festigkeit, zur Steigerung des Energieabsorptionsvermögens und zur Verbesserung des Verformungsverhaltens einen durchgehend geschlossenen Querschnitt mit abgestuften Blechdicken (Tailored Blanks). Die Reserveradmulde ist integrierter Teil des Stahlbodens, ein Stahlbiegeträger trägt die hintere Stoßfänger-verkleidung und wird über zwei Crashboxen aus Stahl mit der Heckstruktur verbunden.
Umfassende Rückhaltesysteme für den Insassenschutz
Die passiven Insassenschutzsysteme ergeben zusammen mit den eingangs beschriebenen „elektronischen Knautschzonen“ und der intelligenten Karosseriekonstruktion ein höchstmögliches Schutzpotenzial und setzen die M‑Klasse an die Spitze ihres Marktsegments. Dabei kommen unter anderem neue Auslösestrategien zum Einsatz. Das System kann zum Beispiel einen drohenden Überschlag im Crashfall erkennen und dann Windowbag sowie Gurtstraffer bedarfsgerecht auslösen. Durch die neuen, großflächigen Seiten-Airbags und die Windowbags mit verlängertem Abdeckungsbereich können die Insassen bei einem Seitenaufprall von der Schulterpartie bis in den Beckenbereich homogener abgestützt werden.
Zusätzliches Schutzpotenzial ergibt sich auch für die Fondpassagiere durch Gurtstraffer und Kraftbegrenzer an den äußeren Sitzplätzen. Die Integration der optionalen Thoraxbags in die neigungsverstellbaren Klapplehnen ermöglicht eine bestmögliche Airbag-Position bei jeder Lehnenstellung. Die Komponenten der passiven Insassenschutzsysteme im Überblick:
  • Adaptive, zweistufige Airbags für Fahrer und Beifahrer
  • Kneebag für den Fahrer
  • Sidebags für Fahrer und Beifahrer (kombinierte Thorax-/Pelvisbags)
  • Sidebags auf Wunsch in der hinteren Sitzreihe
  • Windowbags über beide Sitzreihen von der A- bis zur C-Säule
  • 3-Punkt-Sicherheitsgurte auf allen fünf Plätzen
  • Pyrotechnische Aufrollerstraffung und konstante Gurtkraftbegrenzung sowie elektrisch reversibler Gurtaufrollstraffer vorne, Aufrollstraffer und einstufiger Kraftbegrenzer an den äußeren Sitzplätzen hinten
  • ISOFIX-Kindersitzverankerung
  • Gurthöhenverstellung für Fahrer und Beifahrer
  • Gurtstatusanzeige für Fondpassagiere im Kombi-Instrument
  • Automatische Kindersitzerkennung AKSE (optional) mit Deaktivierung des Beifahrer-Airbags bei Verwendung von speziellen Mercedes-Benz Kindersitzen
  • Bei einem Heckaufprall kann ein speziell dafür entwickeltes, passives Kopfstützensystem Belastungen für die Insassen mindern
Auch nach dem Crash: Schutz der Insassen
Auch nach einem Unfall kann die neue M-Klasse dazu beitragen, Folgeunfälle zu vermeiden und Insassen zu schützen. Nach einem größeren Crash wird zur Warnung des umgebenen Verkehrs die Warnblinkanlage automatisch aktiviert. Gleichzeitig erfolgt eine automatische Türentriegelung, damit Rettungskräfte (falls erforderlich) einen möglichst ungehinderten Zugang zu den Passagieren haben. Durch die partielle Öffnung der Seitenscheiben wird der Innenraum nach einer Auslösung von Airbags besser belüftet und entlüftet.
Bei einem detektierten Aufprall schaltet das zentrale Steuergerät zur Verringerung einer möglichen Brandgefahr das Kraftstoffsystem ab. Nach Ermittlung der Zylinderposition öffnet die Motorsteuerung die Einspritzventile von Zylindern, die sich nicht in Kompression befinden und entlastet den Kraftstoff-Hochdruckbereich durch direktes Ablassen der Restkraftstoffmenge in den Brennraum. Dadurch verringert sich die Gefahr von Kraftstoffaustritt nochmals. Zur Vermeidung von Kraftstoffverlusten sind alle M-Klasse Modelle zusätzlich an relevanten Stellen mit schnittfesten Kraftstoffleitungen ausgerüstet. Auch damit wird eine mögliche Brandentstehungsgefahr entschärft.
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