Die A-Klasse: Pulsschlag einer neuen Generation
Stuttgart
25.06.2012
Die Aerodynamik: Strömungsgünstig Sprit sparen
Mit einem cw-Wert von cW= 0,27 ist den Aerodynamik-Experten von Mercedes-Benz bei der A-Klasse ein weiteres Meisterstück gelungen. Und die später folgende A 180 BlueEFFICIENCY Edition toppt diese Bestmarke für Steilheck-Fahrzeuge sogar noch: Mit Hilfe etlicher aerodynamischer Optimierungen kommt dieser Effizienz-Leuchtturm auf cW= 0,26.
Endlose Stunden am Rechner bei der Strömungssimulation und viel Feinschliff im Windkanal hatten ein klares Ziel: Die Grundform des A-Klasse Designs weiter zu optimieren, um einen ausgezeichneten Luftwiderstandsbeiwert zu erreichen. Gerade bei einem Steilheck-Modell mit kurzem hinteren Überhang keine einfache Aufgabe. Aber schon eine Verbesserung des cW-Werts um ein Hundertstel reduziert den Kraftstoffverbrauch um ein Zehntel Liter pro 100 km bei Autobahnfahrt mit ca. 120 km/h. Im NEFZ entspricht das einer CO2-Reduktion von einem Gramm pro Kilometer.
Mit einem cW-Wert von 0,27 und einer Stirnfläche von 2,20 m2 beträgt die Luftwiderstandsfläche cW x A weniger als 0,6 m2 – ein Bestwert für Steilheck-Fahrzeuge in diesem Segment.
Welche Detailarbeit dorthin führt, zeigen folgende Beispiele:
  • Die markanten Seitenspoiler neben der Heckscheibe („Finlets“) führen zu einer Nachlaufstruktur, die die verlustreichen Längswirbel, die sich an der D-Säule einrollen, deutlich reduziert.
  • Mit Hilfe von gezackten Radspoilern vorne und hinten – sie sind zum Patent angemeldet –, Schlitzen in den Radhäusern sowie optimierten Radzierblenden konnten die Strömungsverluste an den vorderen Radhäusern deutlich reduziert werden. Dadurch umströmt der Wind das Radhaus seitlich besser.
  • Die A-Klasse besitzt die von den großen Baureihen bereits bekannte verstellbare Kühlerjalousie. Die Lamellen hinter der Kühlermaske werden dabei weitgehend geschlossen, wenn kein besonderer Kühlluftbedarf herrscht.
  • Der Unterbodens ist ebenfalls aerodynamisch optimiert: Der Hauptboden ist bis zum hinteren Radlauf großflächig verkleidet, danach folgt eine zusätzliche Verkleidung des Hinterachsträgers. Der Endschalldämpfer wurde gleichfalls aerodynamisch optimiert.
  • Die neue A-Klasse besitzt die detailoptimierten Außenspiegel, die ihre guten aerodynamischen Eigenschaften bereits in den großen Baureihen S-, E-, C- und auch in der B-Klasse unter Beweis gestellt haben. Die Position des Außenspiegels ist mit der A-Säule so abgestimmt, dass die Strömung ohne große Interferenzen und Störungen entlang der Seitenscheibe vorbei geleitet wird.
Die Außenspiegel und die niedrige Stufenhöhe der A-Säule belegen darüber hinaus beispielhaft, dass es im Windkanal neben der Optimierung der Strömungsverhältnisse auch um die Minimierung von Windgeräuschen geht. Und neben Aerodynamik und Aeroakustik kommt häufig noch eine dritte Disziplin hinzu: Auch bezüglich des Wassermanagements müssen Außenspiegel und A-Säulen-Umströmung im Windkanal optimiert werden, um bei nasser Witterung möglichst gute Sicht nach hinten und seitwärts zu gewährleisten.
Mehr als bei bisherigen Baureihen haben die Aerodynamik-Experten von Mercedes-Benz bei der Optimierung der A-Klasse die Strömungssimulation (CFD, Computational Fluid Dynamics) eingesetzt: Jedes Bauteil wurde erst in mehreren Schleifen mit Hilfe der Strömungssimulation verbessert, bevor es seine aerodynamischen Eigenschaften bei Messungen im Windkanal unter Beweis stellen durfte.
Der numerischen Strömungssimulation liegen so genannte Finite Volumen als mathematisches Modell zugrunde. Aus rund 60 Millionen Hexaedern, also Würfeln, wird ein Volumen-Netz gebildet. Dieses umgibt die CAD-Daten der neuen Mercedes A-Klasse. So ließ sich in einem großen virtuellen Windkanal die Fahrt auf freier Fläche simulieren. Die Luft ließen die Mercedes-Ingenieure mit einer vorgegebenen Turbulenz strömen.
Neuer Maßstab bei cw-Wert und Verbrauch: BlueEFFICIENCY Edition
Etwas später folgt der A 180 CDI BlueEFFICIENCY Edition mit nochmals gesenkten Verbrauchswerten. Er gehört zu den effizientesten Fahrzeugen seiner Klasse. Dazu tragen etliche zusätzliche aerodynamische Optimierungen bei, die den cw-Wert von cW= 0,27 (Serie) auf cW= 0,26 verringern.
Zu diesen Maßnahmen zählen unter anderem:
  • die Teilabdeckung des Kühlergrills oben
  • aerodynamisch geformte Federlenkerverkleidungen, die die Unterbodenströmung an der Hinterachse verbessern
  • die Absenkung des Fahrwerks um 15 Millimeter
Ihr Presse-Kontakt
Wolfgang
Zanker
Leiter Baureihen Mercedes-Benz Cars, Testwagenmanagement, Sportkommunikation
Tel.: +49 711 17-75847
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