Die A-Klasse: Pulsschlag einer neuen Generation
Stuttgart
25.06.2012
Die Passive Sicherheit: Stabile Basis und intelligenter Schutz
„Ein Stern genügt“ – das ist die Philosophie von Mercedes-Benz in puncto Sicherheit. Das gilt auch für die neue A-Klasse. Zu den Sicherheits-Highlights, die weit über ihre Fahrzeugklasse hinausweisen, zählen Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer auch im Fond, das präventive Insassenschutzsystem PRE-SAFE® und die Aktive Motorhaube für den Fußgängerschutz. Hinzu kommen sieben serienmäßige Airbags und der automatische Mercedes-Notruf.
Die neue A-Klasse erfüllt das strenge Testprogramm der Marke. Dazu gehören nicht nur rund 30 verschiedene Aufprallkonfigurationen, die für Ratings und die weltweite Zulassung vorgeschrieben sind, hinzukommen auch neun firmeneigene Crashversuche wie der Dachfall- oder der Pfahltest.
Dass die neue A-Klasse Anforderungen erfüllt, die zum Teil weit über die gesetzlichen Bedingungen hinausgehen, zeigt ebenso ein interner Offset-Crash gegen eine künftige Oberklasse-Limousine von Mercedes-Benz: Auch als kleinerer Unfallgegner und bei hoher Aufprallgeschwindigkeit bietet die A‑Klasse ihren Passagieren einen intakten Insassenraum und beste Überlebenschancen.
Für das hohe Niveau an Passiver Sicherheit bildet die Rohbaustruktur die Basis, sowohl beim Material – der Anteil an höherfesten und höchstfesten Stahlblechen liegt bei 67 Prozent – als auch bei der konstruktiven Auslegung. Die konsequente Umsetzung einer freien Crashlänge von 435 Millimetern, die Lastverteilung über mehrere Ebenen hinweg, das neuartige Stirnwand- und Bodenkonzept sowie der Integralträger als Deformationselement sind wichtige Merkmale der Vorbaustruktur.
Insgesamt drei Längsträgerebenen – bestehend aus den geradlinigen vorderen Längsträgern, einer zweiten, oberen Ebene, die am Frontend aus stranggepresstem Alu-Kastenprofil befestigt ist, sowie einer dritten Ebene unten vor dem Integralträger – erlauben den gezielten Abbau von Energie.
Der Integralträger bildet die Momentstütze für den quer angeordneten Motor/Getriebeblock und die Anbindung der Komponenten für Vorderachse und Lenkung. Er besteht aus mehreren, zum Teil höchstfesten Stahlblechen und einem IHU-Rohr (Innen-Hochdruck-Umformen). Zur Optimierung des Deformationsverhaltens ist der Integralträger über zwei Aluminium-Streben nach vorne mit dem unter dem Frontend liegenden Aluminium-Kühlerträger verbunden. Über diesen dritten Lastpfad kann im Fall eines Frontalaufpralls frühzeitig Kraft in den Integralträger eingeleitet werden, um bestmöglichen Energieabbau zu gewährleisten.
Ein Crashkeil aus Kunststoff sitzt hinten in den vorderen Radhäusern und trägt dazu bei, dass sich bei einer hohen Aufprallgeschwindigkeit die Räder unabhängig vom Radeinschlag nicht unter die Vordertüren schieben. So lassen sich die Türen auch nach einem schweren Unfall öffnen.
Eine Besonderheit weist ebenso die Stirnwand auf: So genannte „Schlittschuhkufen“ vor den mittleren beiden Längsträgern leiten Kräfte in den Boden ein. Die durchgängige Bodenstruktur besteht aus insgesamt vier geradlinigen Längsträgern. Die Tunneldachverstärkungen vorne und hinten bilden mit dem Tunnel ein weiteres geschlossenes Profil zur Abstützung des Vorbaus.
Gezielte Verformung: Schutz beim Seitencrash
Steife Seitenstrukturen und definiertes Verformungsmanagement tragen dazu bei, den Überlebensraum der Insassen beim Seitenaufprall zu sichern. Dazu zählt beispielsweise der so genannte „Pfahlträger“, ein im hinteren Fußraum zwischen Mitteltunnel und Bodenseitenwand diagonal angeordneter Träger, der bei einer seitlichen Kollision mit einem Baum ein Aufreißen des Bodens verhindern soll.
Im oberen Bereich der B-Säule kommen hochfeste Stähle zum Einsatz, damit möglichst wenig Intrusion erfolgt und die Fahrgastzelle beim Seitenaufprall erhalten bleibt. Unten ist die B-Säule hingegen weicher ausgelegt, um einen Energieabbau zu ermöglichen. „Vampirzähne“ haben die Sicherheitsexperten von Mercedes-Benz anschaulich das Rissmanagement an den Innenseiten der B-Säule getauft. Bei einem schweren Seitencrash drückt der Gurtaufroller auf die Innenwand der B-Säule. Damit dies nicht zu einem strukturrelevanten, quer verlaufenden Riss führt, geben zahnähnliche kleine Aussparungen die Rissrichtung vor.
Fußgängerschutz: Umfangreiche Maßnahmen mit Aktiver Motorhaube
Der Schutz schwächerer Verkehrspartner spielt bei der Entwicklung der Mercedes-Personenwagen seit jeher eine wichtige Rolle. Zahlreiche Schutzmaßnahmen bei der neuen A-Klasse sollen dazu beitragen, das Verletzungsrisiko von Fußgängern zu mindern. Um beispielsweise die Belastungen zu reduzieren, die bei einem Anprall auf die Motorhaube des Fahrzeugs entstehen, wurden die Deformationsräume zwischen Motorhaube und den darunter liegenden Bauteilen optimiert. Dies geschieht einerseits durch eine entsprechende Anordnung von Komponenten wie zum Beispiel Steuergeräten oder Flüssigkeitsbehältern im Motorraum.
Zudem kommt bei der A-Klasse mit ihrer sportlich-flachen Karosserie eine Aktive Motorhaube zum Einsatz. Eine umfangreiche Sensorik in Verbindung mit intelligenten Algorithmen steuert bei einem Zusammenstoß mit einem Fußgänger Aktoren im Bereich der Motorhaubenscharniere an. Diese heben die Motorhaube um 65 Millimeter an. Der dadurch gewonnene zusätzliche Raum zwischen Motorhaube und Bauteilen im Motorraum sorgt dafür, dass ein aufprallender Kopf vergleichsweise geringe Beschleunigungen erfährt.
Die Verformungseigenschaften der Motorhaube wurden gezielt auf diese Anforderungen hin entwickelt. Durch den Einsatz von Aluminium sowie einer Verstärkung auf der Innenseite der Motorhaube können die Belastungen beim Aufprall weiter reduziert werden.
Auf allen Plätzen: Intelligente Rückhaltesysteme
Mit bis zu neun Airbags schützt die A-Klasse ihre Passagiere. Serienmäßig an Bord sind Fahrer- und Beifahrer-Airbag, ein Kneebag für den Fahrer, große, im Sitz untergebrachte Thorax-Pelvisbags, die Brust-, Bauch- und Beckenbereich schützen, sowie Windowbags. Diese erstrecken sich über beide Sitzreihen und reichen bis zum A-Säulen-Dreieck. Die Windowbags können die Köpfe der Insassen vor harten Kontakten bei einem Seitenaufprall schützen, und dazu beitragen, dass bei einem Unfall keine Gliedmaßen ins Freie gelangen. Fahrer- und Beifahrer-Airbag arbeiten zweistufig, abhängig von der prognostizierten Aufprallschwere. Zunächst füllt der Gasgenerator den Airbag mit 60 (Fahrer) beziehungsweise 70 Prozent Gas (Beifahrer). Wird eine höhere Aufprall-schwere prognostiziert, wird zusätzlich zeitversetzt die zweite Stufe des Gasgenerators aktiviert und der Airbag mit höherem Druck befüllt. Sidebags für den Fond sind auf Wunsch erhältlich.
In vielen Details spiegelt sich die hohe Sicherheitskompetenz der A-Klasse Entwickler wider. So gibt die deformierbare Lenksäule um bis zu 100 Milli-meter nach, wenn der Fahrer bei einem Unfall durch die Vorverlagerung Druck auf den Airbag ausübt. Viel Feinschliff wurde ebenso in puncto Komfort betrieben: Der Fahrerairbag ist mit einem Schwingungstilger im Lenkrad gekoppelt, was Vibrationen vermindert.
Die Kopfstützen für Fahrer und Beifahrer wurden neu entwickelt. Prämisse war die weitere Reduzierung des Risikos eines Schleudertraumas. Grundvoraussetzung für eine hohe Schleudertrauma-Prävention ist der bestmöglich einstellbare Abstand zum Hinterkopf der Insassen. Dazu ist auf der linken Seite der Kopfstütze (in Fahrtrichtung) ein Knopf angebracht. Durch Druck auf diesen Auslösemechanismus kann die Verriegelung der Kopfstütze gelöst und der Abstand zwischen Kopf und Kopfstütze vergrößert werden. Zur Verringerung des Abstands braucht der Knopf nicht betätigt werden. Somit ist eine Ein-Hand-Bedienung in allen Verstellpositionen möglich.
Familiengerecht: Umfangreiche Vorsorgemaßnahmen im Fond
Bei der Entwicklung der neuen A-Klasse haben die Sicherheitsexperten von Mercedes-Benz viel Wert auf die Sicherheit im Fond gelegt. So erfüllt das neue Modell die diesbezüglichen Anforderungen der NCAP-Institute in Japan und China, die bei ihrer Einstufung zum Beispiel auch die Bedienbarkeit der Gurte auf der Rücksitzbank berücksichtigen. Euro NCAP wird mittelfristig die Fondsicherheit ebenfalls bewerten, vermuten die Fachleute. Die A-Klasse ist bereits heute darauf eingestellt und damit nicht nur in ihrer Fahrzeugklasse vorbildlich: Auch an den äußeren Sitzplätzen im Fond sind serienmäßig Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer installiert. Im Aufrollmechanismus befindet sich ein Torsionsstab, der sich verdreht, wenn die Belastung auf den Stab einen definierten Wert überschreitet. So begrenzt er die Gurtkraft und reduziert die Insassenbelastung.
Bestens gerüstet für den Einsatz als Familienfahrzeug ist die A-Klasse auch durch die serienmäßigen ISOFIX-Kindersitzbefestigungen auf den äußeren Sitzplätzen. Darüber hinaus können die Kindersitze dank spezieller Verankerungspunkte mit oberen Haltebändern („Top Tether“) zusätzlich am Fahrzeug fixiert werden.
Innovation in der Kompaktklasse: Präventives Insassenschutzsystem
Erstmals ist für die A-Klasse das präventive Insassenschutzsystem PRE-SAFE® verfügbar. Damit wird diese Innovation, die 2002 in der S-Klasse ihre Premiere feierte, konsequent weiter demokratisiert.
Mit PRE-SAFE® nutzt Mercedes-Benz die Zeit zwischen dem Erkennen einer unfallträchtigen Situation und einer möglichen Karambolage für präventive Schutzmaßnahmen. Dadurch lassen sich die Insassenbelastungen beim Aufprall um bis zu 40 Prozent vermindern.
Kern von PRE-SAFE® sind die reversible mögliche Gurtstraffung, die Schließung von Seitenscheiben und Schiebedach bei erkannter kritischer Querdynamik und die Verstellung des vollelektrischen Beifahrersitzes mit Memory-Funktion in eine für die Wirkung der Rückhaltesysteme optimale Position.
Die Aktivierung von PRE-SAFE®erfolgt, wenn einer der folgenden Parameter erfüllt ist: Notbremsung, Panikbremsung, starkes Über- oder Untersteuern, kritische Lenkbewegungen oder starke Bremsunterstützung durch den adaptiven Bremsassistenten.
Automatischer Mercedes-Benz Notruf: Schnellere Hilfe am Unfallort
In Kombination mit COMAND Online verfügt die neue A-Klasse über den Mercedes-Benz Notruf. Wenn COMAND Online mit einem Mobiltelefon verbunden ist, kann der Mercedes-Benz Notruf nach einem schweren Unfall automatisch und binnen Minuten eine Notrufzentrale verständigen.
Nach dem Auslösen der Airbags oder Gurtstraffer werden die exakte GPS-Position des Fahrzeugs und dessen Fahrgestellnummer (VIN) per SMS an ein spezielles Emergency Center gesendet, die Positionsdaten dabei auch parallel per DTMF-Verfahren (Doppeltonmehrfrequenz). Selbst wenn die Insassen bewusstlos sind oder zum Beispiel auf einer Urlaubsreise nicht genau wissen, wo sie sich befinden, können die vom Emergency Center alarmierten Rettungskräfte genau und schnell informiert werden. Der Fahrer kann den Notruf auch manuell absetzen, da sich der Eintrag „MB Notruf“ immer an erster Stelle des Telefonbuchs befindet.
Außerdem baut das Emergency Center binnen Sekunden eine Sprachverbindung zu den Insassen auf. Besonders praktisch und unter Umständen im Notfall hilfreich: Kommuniziert wird dabei nicht in der jeweiligen Landesspra­che, sondern in jener Sprache, die der Fahrer bei COMAND Online eingestellt hat.
Über etwaige Mobilfunkkosten hinaus, die nur in einem speziellen Notfall entstehen, fallen für den Mercedes Fahrer für den Notruf keine zusätzlichen Kosten an, und abgesehen vom Handyvertrag ist auch keine vertragliche Bindung nötig.
Ihr Presse-Kontakt
Norbert
Giesen
Leiter Baureihen Mercedes-Benz Cars, Sportkommunikation
Tel.: +49 711 17-76422
Fax: +49 711 17-98651
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