Die A-Klasse: Pulsschlag einer neuen Generation
Stuttgart
25.06.2012
Die Dieselmotoren: Sparsam quer durchs Spektrum
Downsizing bei den Einstiegsmotoren und Downspeeding bei den leistungsstärkeren Aggregaten – das ist die Strategie von Mercedes-Benz bei den Dieselmotoren der neuen A-Klasse. Das breite Angebot erfüllt jeden Leistungswunsch und zeigt, welches Potenzial im Dieselmotor steckt: Erstmals wird mit dem A 180 CDI ein Mercedes-Benz nur 98 g CO2 pro Kilometer emittieren. Weiteres Highlight: Der A 220 CDI erfüllt bereits heute die erst ab 2015 verbindliche Euro-6-Abgasnorm.
Dank modernster Einspritztechnik und Aufladung überzeugen die Dieselmotoren mit höchster Effizienz und Umweltverträglichkeit. Der A 180 CDI startet mit 80 kW (109 PS) und bietet ein maximales Drehmoment von 250 Nm (Doppelkupplungsgetriebe) bzw. 260 Nm (Sechsgang-Schaltgetriebe). Im A 200 CDI beträgt die maximale Leistung 100 kW (136 PS), das maximale Drehmoment erreicht 300 Nm. Der A 220 CDI (lieferbar ab 12/2012) verfügt über 2,2 Liter Hubraum, 125 kW (170 PS) und 350 Nm, was die Fahrleistungen der A-Klasse in den sportlichen Bereich bringt.
Von der S- in die A-Klasse: Die Dieselmotoren der OM 651-Reihe
Seit seiner Weltpremiere 2008 setzt der unter dem Namen OM 651 bekannte Direkteinspritz-Dieselmotor Maßstäbe hinsichtlich Leistungs- und Drehmomentcharakteristik, Wirtschaftlichkeit, Abgas-Emissionen und Laufruhe. Er wird so universell eingesetzt wie kein Mercedes-Benz Dieselmotor zuvor und ist bis zur S-Klasse ein Vorbild als effiziente und kraftvolle Antriebsquelle. Für den Quereinbau wurden der Riementrieb der Nebenaggregate, die Turbolader-Einbaulage und die Luftführung geändert.
In der neuen A-Klasse kommen gleich drei Versionen zum Einsatz:
  • Dynamisch zu fahren, extrem effizient und vorbildlich sauber ist der
    A 220 CDI, der ausschließlich in Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe 7G-DCT erhältlich ist. Der 125 kW (170 PS) starke Topdiesel besitzt eine gewichtsoptimierte Kurbelwelle und bringt mit von unten verschraubten Einzellagerdeckeln und vier Gegengewichten rund sechs Kilogramm weniger auf die Waage als ein hubraumgleicher OM 651 in Längseinbau-Variante. Der einstufige Turbolader ist größer dimensioniert als bei den Varianten mit 80 und 100 kW. Der A 220 CDI ist mit einer Mehrwege-Abgasrückführung (siehe nächstes Kapitel) ausgerüstet, die den Stickoxidausstoß reduziert. Bereits heute erfüllt er die ab 2015 verbindliche Euro-6-Abgasnorm. Mit 112 g CO2 pro Kilometer (vorläufiger Wert) setzt der A 220 CDI in seinem Segment neue Maßstäbe. Mit 2,2 Litern Hubraum ist der Motor vergleichsweise großvolumig und damit bereits bei niedrigen Drehzahlen agil. „Downspeeding“ nennen die Motorenexperten von Mercedes-Benz diese Kombination aus großem Motor und niedrigen Drehzahlen. Dadurch konnte das das Schaltprogramm ECONOMY der 7G‑DCT betont ökonomisch und komfortabel ausgelegt werden. Wählt der Fahrer hingegen das Schaltprogramm „S“, wird deutlich schneller geschaltet und die Getriebeabstufung nutzt die Drehzahlreserven des Motors für optimale Dynamik. Die Fahrleistungen des A 220 CDI – erhältlich als BlueEFFICIENCY und Sport – liegen mit 7,8 Sekunden für den Standardspurt und 227 km/h Höchstgeschwindigkeit auf Sportwagenniveau.
  • In den Modellen A 180 CDI mit Doppelkupplungsgetriebe 7G-DCT und
    A 200 CDI kommt die Variante mit 1,8 Litern Hubraum zum Einsatz. Die Reduzierung des Hubraums erfolgt über eine Verkürzung des Hubs (83 mm statt 99 mm). Die deutlich längeren Pleuel sorgen für geringere Querkräfte-Reibung, reibungsoptimiert wurden auch die beiden Lanchester-Ausgleichs­wellen. Der einstufige Turbolader ist im Wirkungsgrad optimiert und verfügt über verstellbare Leitschaufeln. Mit einem Zylinderabstand von 94 Millimetern und dem Antrieb der Nockenwellen über Stirnräder standen der Quereinbau und die dafür nötige kurze Baulänge bei der Konstruktion des Motors von Anfang an im Lastenheft.
Alle drei Motoren verfügen zur Umsetzung der Start-Stopp-Funktion über eine Entkopplung des Riementriebs von der Kurbelwelle.
Weitere Gemeinsamkeiten sind:
  • Common-Rail-Technik mit auf 1.800 bar gesteigertem Raildruck. Der maximale Zünddruck beträgt 180 bar und trägt ebenfalls zur hohen Leistung und einem fülligen Drehmomentverlauf bei.
  • Die Ölspritzdüsen sowie die Wasserpumpe werden bedarfsgerecht geschaltet, um Energie und damit Kraftstoff zu sparen. Durch die geregelte Ölpumpe werden außerdem der Öldurchsatz und damit der Verbrauch reduziert.
  • Der Motorblock besteht aus Grauguss, der Zylinderkopf aus Aluminium.
  • Ein zweiteiliger Wassermantel im Zylinderkopf sorgt für maximale Kühlung im Bereich der Brennraumplatte; damit werden 200 bar Zünddruck und hohe spezifische Leistung möglich.
  • Die Honung der Grauguss-Laufbahnen wurde deutlich feiner ausgeführt als beim Vorgänger und trägt damit zum Verbrauchsvorteil bei.
  • Die freien Kräfte zweiter Ordnung, die bei einem Vierzylinder-Reihenmotor prinzipbedingt auftreten, kompensieren zwei unten im Motorblock angeordnete Lanchester-Ausgleichswellen, die reibungsarm in Wälzlagern statt in herkömmlichen Gleitlagern laufen.
  • Das Zweimassenschwungrad wurde gezielt auf die hohen Drehmomente bei niedrigen Drehzahlen ausgelegt, um die Schwingungsanregungen der Kurbelwelle vom Antriebsstrang abzukoppeln – dies trägt zur hohen Laufruhe bei.
Mit viel Mercedes-Benz Know-how: Der OM 607
Beim A 180 CDI mit Handschaltgetriebe setzt Mercedes-Benz auf die Kooperation mit Renault, um mit einem kleinen, leichten und reibungsärmeren Motor durch konsequentes Downsizing Verbrauchsvorteile erzielen zu können. Der Common-Rail-Vierzylinder mit 1.600 bar Raildruck wird aktuell in sechster Generation jährlich über 1,3 Millionen Mal produziert. Aus 1,5 Litern Hubraum schöpft der mit einer Niederdruck-AGR ausgerüstete Vierzylinder 80 kW (109 PS). Mit 98 g CO2 pro Kilometer zählt er zu den umwelt-freundlichsten Dieseln im Kompaktwagensegment. Der Abgasturbolader besitzt eine verstellbare Turbinengeometrie (VTG).
Der intern OM 607 getaufte Motor wiegt rund 30 Kilogramm weniger als ein OM 651. Zahlreiche Teile sind Mercedes-spezifisch: So besitzt der OM 607 die Motorlager vom Benzinmotor M 270 und ein spezielles Zweimassenschwungrad. Der am Getriebe angeflanschte Anlasser, der Generator sowie der Kältemittelverdichter stammen ebenso aus dem Mercedes-Modulbaukasten und werden durch einen Riemen mit sechs Rillen angetrieben.
Wie alle Mercedes-Motoren muss der OM 607 das umfangreiche Aggregate-Testprogramm auf Prüfständen und im Fahrzeugdauerlauf absolvieren. Der Applikationsaufwand, den Mercedes-Benz beim OM 607 betrieben hat, ist hoch. In einem gemeinsamen Projektteam mit Mercedes- und Renault- Mitarbeitern wurde der Motor besonders in den Bereichen NVH und Fahrbarkeit optimiert. Abstimmungsarbeit floss ebenso in die Umsetzung der serienmäßigen ECO Start-Stopp-Funktion. Zum Beispiel arbeitet diese Mercedes-spezifisch auch bei Temperaturen im Bereich von bis zu minus 10 Grad Celsius und kann so häufiger zur Verbrauchsminderung beitragen.
Die Daten der A-Klasse mit Dieselmotor im Überblick
Modell
A 180 CDI*
A 180 CDI **
A 200 CDI***
A 220 CDI**
Zylinder Anordnung/Zahl
 
R4
R4
R4
R4
Hubraum
[cm3]
1.461
1.796
1.796
2.143
Nennleistung
[kW/PS]
bei [1/min]
80/109 4.000
80/109 3.200-4.600
100/136 3.600-4.400
125/170 3.600-4.000
Nenndrehmoment
[Nm] bei [1/min]
260
1.750-2.500
250
1.400-2.800
300
1.600-3.000
350
1.600-3.200
Verbrauch kombiniert
[L/100 km]
3,8
4,1
4,3 (4,1)
k.A.
CO2-Emission kombiniert
[g/km]
98
109
111 (109)
k.A.
* Schaltgetriebe (FSG), ** Doppelkupplungsgetriebe (7G-DCT),
*** Werte für Doppelkupplungsgetriebe (7G-DCT) in Klammern
Ihr Presse-Kontakt
Wolfgang
Zanker
Leiter Baureihen Mercedes-Benz Cars, Testwagenmanagement, Sportkommunikation
Tel.: +49 711 17-75847
Fax: +49 711 17-91602
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