Der neue Mercedes-Benz CLS: Kultivierte Sportlichkeit
Stuttgart
04.10.2010
Die Aktive Sicherheit: Neue Hilfen für den Fahrer
  • Premiere: LED High Performance-Scheinwerfer mit allen Lichtfunktionen
  • Premiere: Aktiver Totwinkel-Assistent und Aktiver Spurhalte-Assistent
  • Premiere: Aktiver Park-Assistent lenkt beim Einparken
Unfälle vermeiden und Unfallfolgen mindern: Das ist der ganzheitliche Ansatz der Mercedes-Benz Sicherheitsforschung, die das Unternehmen unter dem Begriff „Real Life Safety“ zusammenfasst. Im neuen CLS haben eine Reihe von Systemen Premiere, die den Fahrer weiter entlasten können. Dazu gehören der Aktive Totwinkel-Assistent und der Aktive Spurhalte-Assistent sowie LED High Performance-Scheinwerfer mit diversen Lichtfunktionen.Die Neuheiten bedeuten eine weitere Verbesserung der von den Ingenieuren des Hauses so genannten „Konditionssicherheit“. Eine wesentliche Rolle dabei spielen neben dem Federungs-, Sitz- und Geräuschkomfort beispielsweise Scheinwerfer- und Scheibenwischsysteme sowie eine einfache und sichere Bedienung. Hinzu kommen die PRE-SAFE®-Systeme, die den Fahrer warnen, unterstützen und beschützen können, wenn eine konkrete Unfallgefahr erkannt wird.
Premiere: LED High Performance-Scheinwerfer mit allen Lichtfunktionen
Der neue CLS besitzt auf Wunsch als erstes Automobil der Welt LED High Performance-Scheinwerfer, die den faszinierenden tageslichtähnlichen Farbeindruck der LED-Technologie mit Performance, Funktionalität und Energieeffizienz der heutigen Bi-Xenon-Generation kombinieren. Das neue Lichtsystem bietet das bereits in Mercedes-Benz Modellen mit Bi-Xenon-Scheinwerfern bewährte Intelligent Light System. Dessen insgesamt fünf Lichtfunktionen – Landstraßenlicht, Autobahnlicht, Erweitertes Nebellicht, Aktives Kurvenlicht sowie Abbiegelicht – sind auf typische Fahr- oder Wetterbedingungen abgestimmt.
Damit sind, anders als bei den ersten Fahrzeugen mit LED-Fahrlicht, keinerlei Abstriche mehr bei Funktionalität und Leistungsvermögen der Lichttechnik zu machen. Weitere Argumente für die neue, auf Leuchtdioden basierende Lichttechnologie: Die durchschnittliche Lebensdauer einer LED liegt mit 10.000 Stunden rund fünf Mal höher als die einer Xenonlampe; und LED-Fahrlicht ist der Farbe des Tageslichts am nächsten. Dadurch kommt LED-Licht den Sehgewohnheiten des Menschen entgegen. Untersuchungen zeigen, dass künstliches Licht das Auge umso weniger anstrengt, je näher seine Farbe am Tageslicht ist. Mit einer Farbtemperatur von 5.500 Kelvin liegt LED-Licht näher am Tageslicht (6.500 K) als Xenon-Licht (4.200 K). Der Fahrer erlebt diesen Effekt insbesondere durch tageslichtähnliche Farbeindrücke bei Nacht und das Gefühl, mehr Helligkeit auf der Straße zu haben.
Die Lichtspezialisten von Mercedes-Benz konnten die LED-Technologie erstmals auch mit dem innovativen Adaptiven Fernlicht-Assistenten verbinden, was zu einem völlig neuen Sicherheitslevel bei Nacht führt. Grundlegendes Prinzip des Adaptiven Fernlicht-Assistenten: Erkennt das System entgegenkommende oder vorausfahrende beleuchtete Autos, blendet es die Scheinwerfer ab und passt die Leuchtweite kontinuierlich so an, dass der Scheinwerferkegel vor den Fahrzeugen endet. Hinzu kommt als Option der Nachtsicht-Assistent Plus.
Doch gute Sicht ist nicht nur bei Nacht gefragt – und hängt auch von scheinbaren Nebensächlichkeiten ab. Damit CLS Fahrer trotz der coupéhaft geneigten Frontscheibe und A-Säule im Blick nach schräg vorn nicht behindert werden, sind die Außenspiegel nicht im Fensterdreieck montiert. Stattdessen fanden sie einen neuen Platz aufgeständert auf der Bordkante. Dadurch wird die Rundumsicht zum Beispiel speziell beim Abbiegen in Seitenstraßen verbessert.
Premiere: Aktiver Totwinkel-Assistent und Aktiver Spurhalte-Assistent
Zunehmend wichtiger werden heute Assistenzsysteme, die den Fahrer bei seiner komplexen Tätigkeit unterstützen. So tragen im neuen CLS neben den bewährten Technologien ABS, ESP® und Bremsassistent über ein Dutzend Fahr-Assistenz­systeme dazu bei, Verkehrsunfälle zu vermeiden und die Unfallschwere zu vermindern - von der Müdigkeitserkennung bis zur automatischen Vollbremsung bei erkannter akuter Aufprall-Unfallgefahr, vom Adaptiven Fernlicht-Assistenten bis zur Verkehrszeichenerkennung.
Neu ist der Aktive Totwinkel-Assistent. Er warnt den Fahrer, wenn bei einem Spurwechsel Kollisionsgefahr erkannt wird, weil auf der Nachbarspur ein anderes Fahrzeug unterwegs ist, das sich im Bereich des „toten Winkels“ des Außenspiegels befindet. Ignoriert der Fahrer die Warnhinweise des Systems und leitet den Spurwechsel dennoch ein, so greift der Aktive Totwinkel-Assistent ein. Durch einen Bremseingriff an den Rädern der gegenüber liegenden Fahrzeugseite entsteht eine Gierbewegung, die dem Kollisionskurs entgegenwirkt.
Erstmals mit dem ESP® vernetzt ist auch der Aktive Spurhalte-Assistent. Das System tritt in Aktion, wenn das Mercedes-Benz Modell ungewollt eine durchgezogene oder gestrichelte Linie rechts oder links der Fahrspur überfährt. In diesem Fall warnen eine Anzeige im Kombi-Instrument sowie Vibrationen des Lenkrads den Autofahrer. Reagiert der Fahrer im Falle der durchgezogenen Linie nicht auf die Warnung, kann der Aktive Spurhalte-Assistent durch das ESP® die gegenüberliegenden Räder abbremsen, um das Fahrzeug zurück in die Spur zu bringen und damit am Überfahren der durchgezogenen Linie zu hindern. Mehr zu diesen beiden Assistenten lesen Sie im Kapitel „Unter der Lupe: Assistenzsysteme“.
Premiere: Aktiver Park-Assistent inklusive PARKTRONIC
Mit dem Aktiven Park-Assistenten erfüllt sich für viele Fahrer im chronisch knappen Verkehrsraum Europas ein Traum: Der CLS erkennt Parklücken nicht nur, sondern kann auch helfen einzuparken. Möglich wird dies in der Kombination mit der neuen elektromechanischen Direktlenkung (siehe Kapitel Fahrwerk) und einer Reihe von Ultraschallsensoren. Das Komfortsystem hat folgende Funktionen:
  • Vermessung von potenziellen Parklücken nach Länge und Tiefe bis zu einer Fahrzeuggeschwindigkeit von 36 km/h
  • Berechnung einer geeigneten Einfahrspur von der aktuellen Position
    des Fahrzeuges aus
  • Ansteuerung der Lenkung zum Abfahren dieser Parkspur.
Zur Vermessung von Parklücken werden zwei weiterentwickelte Ultraschallsensoren verwendet, die rechts und links in den vorderen Stoßfänger integriert sind. Abhängig von der Geschwindigkeit und dem Fahrzyklus werden diese Sensoren zur Vermessung von Parklücken und zur Unterstützung der PARKTRONIC-Funktionalität verwendet.
Ab Unterschreiten von 30 km/h wird ein „P“-Symbol im Kombiinstrument eingeblendet, um dem Fahrer die aktive Parklückensuche anzuzeigen. Ist eine Parklücke gefunden, erscheint neben dem „P“-Symbol ein Pfeil. Standardmäßig zeigt der Pfeil auf Parklücken auf der Beifahrerseite. Ist der Blinker auf der Fahrerseite gesetzt, werden Parklücken auf der Fahrerseite angezeigt. Ein Einschalten der Parklückensuche ist nicht erforderlich. Durch die Ultraschallsensorik wird nur der potenzielle Parkraum geometrisch bewertet und nicht, ob dieser freie Raum auch wirklich ein Parkplatz ist. Die Verantwortung auch während des Einparkvorgangs bleibt beim Fahrer. Wird durch die Ultraschallsensoren ein Bürgersteig erkannt, wird parallel zu diesem geparkt.
Automatisch lenken: So funktioniert der Einpark-Vorgang
Der vom Aktiven Park-Assistenten unterstützte Einparkvorgang beginnt, wenn das eigene Fahrzeug in Fahrtrichtung vor der durch den Pfeil angezeigten Parklücke steht, der Fahrer den Rückwärtsgang eingelegt und einen entsprechenden Dialog mit Warnhinweisen über das Kombiinstrument mit dem System bestätigt hat. Der Fahrer betätigt während des Einfahrens in die Parklücke weiter Gas- und Bremspedal. Durch das Ansteuern der elektrischen Lenkung übernimmt der Aktive Park-Assistent in Abhängigkeit der vom Fahrer vorgegebenen Längsdynamik und der Parkspur die Querführung.
Die Maximalgeschwindigkeit für diesen Einparkvorgang ist auf 10 km/h begrenzt. Bei 7 km/h erscheint im Kombiinstrument der Hinweistext „Park-Assistent nur bis 10 km/h“, begleitet von einem Hinweiston. Die bekannte PARKTRONIC-Funktion steht uneingeschränkt zur Verfügung. Das System schaltet ab, sobald der Fahrer in die automatische Lenkraddrehung eingreift, das System über die PTS-Taste (Parktronic-Sensor) abschaltet, sowohl Fahrergurtschloss als auch Fahrertür geöffnet sind oder ein Systemfehler vorliegt.
Zum Gesamtsystem PARKTRONIC und Aktiver Park-Assistent gehören folgende Komponenten:
  • Steuergerät
  • zehn Ultraschallsensoren, davon zwei mit größerer Reichweite
  • PTS-Warnelemente auf der Instrumententafel und am Innenhimmel
    hinten
  • PTS-Taster.
Es sind bis zu maximal fünf Züge zulässig (rückwärts-vorwärts-rückwärts-vorwärts-rückwärts). Anschließend werden die Räder gerade gestellt. Der abschließende Parkzug wird im Kombiinstrument mit dem Hinweistext „Park-Assistent beendet“ angezeigt und von einem Quittierton unterstützt.
Hallo wach: ATTENTION ASSIST warnt vor erkannter Übermüdung
Laut Studien sind auf Autobahnen rund ein Viertel aller schweren Verkehrsunfälle auf übermüdete Autofahrer zurückzuführen. Demzufolge hat diese Unfallursache eine größere Bedeutung als Alkohol am Steuer. Mit dem serienmäßigen ATTENTION ASSIST im neuen CLS leistet Mercedes-Benz daher einen weiteren wichtigen Beitrag zur Unfallvermeidung: Die hochauflösenden Sensoren des Systems beobachten das Verhalten des Autofahrers und können vor allem anhand seiner Lenkradbewegungen erkennen, ob er müde oder unaufmerksam wird.
Der von Mercedes-Benz entwickelte ATTENTION ASSIST erfasst über 70 Parameter, die für die Müdigkeits-Detektion ausgewertet werden. Diese kontinuierliche Beobachtung ist wichtig, um den gleitenden Übergang vom Wachzustand zur Ermüdung erkennen und den Autofahrer frühzeitig warnen zu können. Auf Basis dieser Vielzahl von Daten ermittelt der ATTENTION ASSIST während der ersten Minuten jeder Fahrt ein individuelles Fahrerprofil, das in dem elektronischen Steuergerät des Fahrzeugs mit aktuellen Sensordaten und der jeweiligen Fahrsituation verglichen wird. Neben dem Lenkverhalten des Fahrers erfasst das Mercedes-Benz System Fahrbedingungen wie Geschwindigkeit, Längs- und Querbeschleunigung, Blinker- und Pedalbetätigungen sowie äußere Einflüsse wie beispielsweise Fahrbahnunebenheiten.
DISTRONIC PLUS: Weiter verbesserte Funktion
Der radarbasierte Abstandsregel-Tempomat DISTRONIC PLUS unterstützt den Fahrer bei Geschwindigkeiten zwischen null und 200 km/h, den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen automatisch anzupassen. Dabei kann er das Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen und es wieder beschleunigen. Damit eignet sich das System im Besonderen auch zum komfortablen Bewältigen des Stop&Go-Verkehrs. Erkennt das System, dass sich der Abstand zu schnell verringert, warnt es den Autofahrer optisch und akustisch.
Mit Einführung der neuen CLS-Generation wird die Funktionalität der DISTRONIC PLUS weiter optimiert. Sie reagiert jetzt früher auf einscherende Fahrzeuge und das Fahrzeug beschleunigt zügiger bei eigenem Spurwechsel und freier Überholspur. Durch das Einbeziehen von Informationen aus digitalen Karten (Navi) wurde die Regelung ebenso weiter verfeinert.
Weitere Helfer: Von ADAPTIVE BRAKE bis PRE-SAFE®-Bremse
  • ADAPTIVE BRAKE: Das Mercedes-Benz Bremssystem bietet Assistenzfunktionen für mehr Sicherheit und Komfort, zum Beispiel die HOLD-Funktion beim Warten an einer Ampel sowie die Berganfahrhilfe, die ein Zurückrollen beim Anfahren am Gefälle verhindern kann.
  • Adaptiver Fernlicht-Assistent:Das System blendet bei erkannten entgegenkommenden oder vorausfahrenden beleuchteten Fahrzeugen selbsttätig ab und steuert die Leuchtweite der Scheinwerfer je nach deren Abstand.
  • Bremsassistent PLUS: Das System kann durch Radarsensoren einen drohenden Auffahrunfall erkennen. Es berechnet die notwendige Bremskraftunterstützung und stellt sie sofort zur Verfügung, wenn der Auto-fahrer aufs Bremspedal tritt.
  • Fahrlicht-Assistent: Ein Sensor an der Frontscheibe erkennt die Lichtverhältnisse. So kann bei Dunkelheit automatisch das Licht eingeschaltet werden.
  • Geschwindigkeitslimit-Assistent: Eine Kamera an der Innenseite der Frontscheibe detektiert ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzungen an der Fahrbahn und gleicht diese Daten mit Informationen aus dem GPS-System ab. Das jeweils erkannte Tempolimit wird im Kombi-Instrument angezeigt.
  • Nachtsicht-Assistent PLUS: Auf dem Display in der Instrumententafel erscheint das realistische Graustufen-Bild einer Infrarotkamera, die das Geschehen vor dem Fahrzeug beobachtet. Erkannte Fußgänger werden in der Displayanzeige zusätzlich mit so genannten Fotoecken markiert.
  • PARKTRONIC: Ultraschallsensoren unterstützen den Autofahrer beim Einparken.
  • PRE-SAFE®-Bremse: Autonome Bremsung bei erkannter akuter Unfallgefahr. Zunächst wird der Fahrer akustisch und optisch gewarnt, wenn das System die Gefahr eines Auffahrunfalls erkennt. Reagiert er darauf nicht, nimmt das System eine autonome Bremsung vor. Dies geschieht in zwei Stufen: Etwa 1,6 Sekunden vor dem berechneten Unfall verzögert das Auto mit rund 40 Prozent (ca. vier m/s²) der maximalen Bremsleistung, warnt den Fahrer dadurch zusätzlich haptisch vor einem bevorstehenden Aufprall und aktiviert vorsorglich die reversiblen PRE-SAFE®-Insassen­schutzsysteme. Handelt der Fahrer danach immer noch nicht, aktiviert die PRE-SAFE®-Bremse rund 0,6 Sekunden vor dem nunmehr unvermeidbaren Aufprall die maximale Bremsleistung - und kann durch diese Vollbremsung die Aufprallschwere deutlich vermindern. So wirkt das System wie eine „elektronische Knautschzone“, die den Auto-Insassen noch mehr Schutz bietet. Die PRE-SAFE®-Bremse ist im Geschwindigkeitsbereich von 30 bis 200 km/h aktiv, wenn vorausfahrende Autos erfasst werden. Das System reagiert auch bei Annäherung an eine stehende Fahrzeugkolonne, wenn das Auto nicht schneller als 70 km/h fährt.
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Leiter Baureihen Mercedes-Benz Cars, Testwagenmanagement, Sportkommunikation
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Steffen
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