Neuer Schwer-Lkw Actros: Der Mercedes-Benz unter den Lkw
Stuttgart
15.09.2011
  • Im Windkanal poliert und verbrauchsoptimiert
  • Der Traum vom Raum: ein Fahrerhaus wie noch nie
  • Ein echter Kraftprotz: viel Dampf bei niedrigsten Drehzahlen
  • Getriebe: schnell und präzise geschaltet
  • Assistenzsysteme: viele Schutzengel fahren an Bord mit
  • Mit 10 000-km-Test Rekordverbrauch nachgewiesen
  • Noch nie wurde ein Lkw so intensiv getestet
Seine Optik ist im Windkanal optimiert, seine Technik ein Meister­stück und sein Fahrerhaus eine einzigartige Kombination aus Arbeitsplatz und Wohnraum: Der neue Mercedes-Benz Actros ist der Maßstab für Lkw der Premiumklasse. Er kann mehr, als man vermutet, verbraucht viel weniger als gedacht, seine Abgase sind schadstoffarm wie sonst nirgendwo und er wurde intensiv getestet wie noch nie ein Lkw. Das IAA-Motto „Zukunft serien­mäßig“ – für den neuen Mercedes-Benz Actros ist es eine selbstverständliche Verpflichtung.
Im Windkanal poliert und verbrauchsoptimiert
Ein Lkw im Windkanal? Für Mercedes-Benz eine Selbstverständ­lichkeit. 2600 Stunden haben die Ingenieure den neuen Actros im Windkanal intensiv erprobt und optimiert. Angesichts einer Stirn­fläche von rund 10 m2, zusammengesetzt aus 4,0 m Höhe und 2,5 m Breite sowie einer Laufleistung von rund 150 000 km im Jahr kommt es schließlich auf jedes Detail des Fahrerhauses und seiner Anbauteile an. Die Form der Luftleitkörper auf dem Dach und die Dachgestaltung, Bugschürze, Eckbeplankungen und Fahrer­haus-Endkantenklappen wurden mit viel Detailarbeit ausge­tüftelt. Gelochte Lamellen der Kühlermaske, eine temperatur­abhängig gesteuerte Kühlerjalousie, nach unten verlängerte Tür­blätter, Seitenverkleidungen zwischen Vorder- und Hinterachse – all das wurde getestet, damit der neue Actros als sparsamster Lkw auf der Straße fährt.
Äußerlich tritt der neue Actros markant und kraftvoll wie jeder Mercedes-Benz auf. Selbstbewusst trägt er den Stern. Er greift optische Trends der aktuellen Pkw auf und transformiert sie in die Welt der Nutzfahrzeuge. Doch der neue Actros verzichtet auf modische Elemente, denn sein Produktlebenszyklus ist lang. Zum Start seiner Karriere setzt er ein optimistisch-freundlichen Lächeln auf – der neue Actros ist kraftvoll gestaltet, aber nicht aggressiv.
Der Traum vom Raum: ein Fahrerhaus wie noch nie
Solch einen Arbeitsplatz hätten viele gern: Die großzügige Fahrer­kabine des neuen Mercedes-Benz Actros setzt Maßstäbe in Raum­angebot und Ergonomie, in Materialqualität und Ausstattung. Das beginnt bereits beim neuen Multifunktionsschlüssel: Niveau­regulierung des Fahrwerks, Einschalten der Innenbeleuchtung, Abrufen wichtiger Betriebsdaten, Pegelstand des Kraftstofftanks und anderer Flüssigkeiten, Reifendruckkontrolle, Aktivieren von Zusatzheizung oder Standklimaanlage – dies und mehr funktio­niert mit dem neuen Alleskönner unter den Schlüsseln bereits aus bis zu 100 m Entfernung. Richtig: Ent- und Verriegeln der Türen übernimmt der Schlüssel ebenfalls.
Typisch für einen Lkw: Die Kabine des neuen Actros ist in unter­schiedlichen Ausführungen lieferbar. Ungewöhnlich: Es sind zwei Breiten und gleich sechs Höhen- und Dachvarianten lieferbar, präzise abgestimmt auf den individuellen Einsatzzweck. Außer­gewöhnlich: Beim neuen Actros verfügt die Mehrzahl der Kabinen über einen ebenen Fahrerhausboden, also an Bord über eine üppige Bewegungsfreiheit. Beeindruckend ist der neue Actros mit GigaSpace-Fahrerhaus und fast 12 m³ Raumvolumen – ein Traum von einem Raum.
Cockpit und Wohnbereich erstmals getrennt
Platz und Bewegungsfreiheit sind bei Fernverkehrs-Lkw von großer Bedeutung. In ihnen ist ein Fahrer mehrere Tage, mitunter sogar Wochen unterwegs. Das Fahrerhaus ist Arbeitsplatz, Aufent­haltsraum, Wohnzimmer und Schlafraum in einem. Deshalb sind beim neuen Actros Cockpit und Wohnbereich erstmals farblich und geometrisch voneinander getrennt. Materialqualität und Haptik der Einrichtung erreichen Pkw-Qualität gehobener Klasse – der neue Actros ist der Mercedes-Benz unter den Lkw.
Wie das gesamte Interieur ist der Fahrersitz eigens entwickelt worden. Seine Verstellmöglichkeiten sind faszinierend: Zu den üblichen Grundfunktionen addieren sich in der luftgefederten Komfort-Ausführung: automatische Gewichtsanpassung, einstell­barer Vertikaldämpfer, Anpassung der Seitenkontur und Sitztiefe, Schulteranpassung, Horizontalfederung und pneumatische Lendenwirbelunterstützung. Die Top-Ausführung verfügt sogar über eine Massagefunktion mit pulsierenden Luftkissen in der Rückenlehne.
Der Fahrer erhält Tipps zu seinem Fahrstil
Das Cockpit des neuen Actros ist perfekt auf den Fahrer aus­gerichtet. Das Multifunktionslenkrad mit seinem griffigen Kranz entspricht der aktuellen Pkw-Generation von Mercedes-Benz. Die Instrumente bieten mehr als die gewohnten Informationen: Das serienmäßige Telematikssystem FleetBoard wertet anhand zahlreicher Parameter fortlaufend den Fahrstil aus. Der Fahrer erhält aus den gewonnenen Daten fortlaufend Analysen und Tipps zu seiner momentanen Fahrweise.
Eine Vielzahl praktischer Ablagen nimmt große und kleine Gepäckstücke auf. Großflächige Ablagen sind ideale Aufstell­flächen für Kaffeemaschine, oder Laptop. Auf der Beifahrerseite ist wahlweise ein Klapptisch integriert. Die Innenbeleuchtung stellt sich auf den Fahrer ein: Deckenleuchten gewährleisten beste Ausleuchtung, die Arbeitsfeldbeleuchtung unterstützt beim Studium von Papieren. Die blendfreie grüne Nachtbeleuchtung erzeugt eine angenehme Atmosphäre bei Fahrten in der Dunkel­heit. Die indirekte blaue Ambientebeleuchtung mit effektvollen Lichtleitern unterstützt die Entspannung während der Pause.
Der Relaxbereich im neuen SoloStar Concept
Eine neue Dimension der Ruhezone an Bord eines Lkw gewähr­leistet das optionale neue SoloStar Concept. Zentraler Relaxbereich ist eine Rundecke auf der Beifahrerseite. Selbst große Fahrer können in dieser Sitzlandschaft ihre Beine ausstrecken und es sich gemütlich machen, ergänzt von einem Klapptisch. Noch entspannen­der sind die Betten des neuen Actros. Sie messen bis zu 2200 x 750 mm, mehr als genug selbst für Fahrer mit Garde­maß. Sieben-Zonen-Kaltschaummatratzen mit verstellbarem Rückenteil bieten einen Liegekomfort wie ein hochwertiges Bett zuhause. Das obere der beiden Betten ist mittels einer Wasser­waage nivellierbar.
Die Heizung mit Restwärmeausnutzung gewährleistet eine behagliche Temperatur während Pausen oder Wartezeiten. Bei längeren Aufenthalten tritt die Standheizung in Funktion. Zur Serienausstattung gehört ebenfalls eine Klimaanlage mit auto­matischer Temperaturregelung. Optional ist eine Stand­klima­anlage lieferbar: Sie speichert die während der Fahrt produzierte Kälte und temperiert damit nach Beendigung bis zu acht Stunden das Fahrerhaus – eine Erleichterung etwa in heißen Sommernächten.
Viel Platz für Gepäck – und den Rasierspiegel
Rekordverdächtige Maße und gute Zugänglichkeit sind Merkmale des Stauraums im neuen Actros. Er nimmt Vorräte und Gepäck selbst für lange Fahrten auf. Beim Actros GigaSpace summiert sich das Stauvolumen auf 975 l – doppelt so groß wie der Gepäckraum einer Mercedes-Benz C-Klasse. Die Außenklappen öffnen sogar weit genug zum Verstauen von Getränkekisten.
Details verwandeln das Fahrerhaus des neuen Actros in einen multifunktionellen Wohn(t)raum. In der Ablage über dem Bei­fahrer­platz verbirgt sich ein Handtuchhalter. Auch ein Rasier­spiegel mit flexibler Halterung fehlt nicht an Bord. Optional verfügt der Lkw über eine geräumige Kühlbox. Analog zu den Pkw mit Stern kann das Interieur des neuen Actros mit unter­schied­lichen Lines aufgewertet werden: Die Home-Line betont mit Zierelementen in Holzoptik und einem Türspiegel in Mandelbeige die Wohnlichkeit des neuen Actros. Hinzu kommt ein Lederlenk­rad, optional als Holz-Lederlenkrad. Die Style-Line verstärkt mit Chromteilen aus gebürstetem Metall und Türinnenspiegel aus schwarz-silbernem Velours die dynamische Ausprägung des neuen Actros. Eine Chromspange an der Sonnenblende, Abdeckungen der Spiegelgehäuse in Chrom und ein beleuchteter Mercedes-Stern verleihen dem neuen Actros einen extrovertierten Charakter
Ein echter Kraftprotz: viel Dampf bei niedrigsten Drehzahlen
BlueEfficiency Power heißt das Stichwort für die neuen Motoren im neuen
Mercedes-Benz Actros – Sauberkeit und Kraft. Die Daten sind eindrucksvoll wie das Fahrerlebnis: Aus 12,9 l Hubraum leisten die Reihensechzylinder in vier Stufen 310 kW (421 PS) und 375 kW (510 PS) mit Drehmomenten zwischen 2100 und 2500 Nm. Die Nenndrehzahl beläuft sich auf 1800 U/min, das maximale Drehmoment steht bereits bei 1100 U/min an. Doch diese Zahlen sind nur Anhaltspunkte: Schon bei 1400 Umdrehung­en erreichen die Motoren annähernd 100 Prozent ihrer vollen Leistung, hohes Drehmoment steht bereits bei 800 bis 900 U/min zur Verfügung.
Die Motoren sind technische Leckerbissen: Zwei gebaute, oben liegende Nockenwellen mit Rädertrieb und vier Ventilen pro Zylinder sind nur einige von vielen Stichworten. Herausragend ist die einzigartige Kraftstoff-Einspritzung auf Basis eines Common-Rail-Systems mit Druckverstärkung. Im Rail wird ein Druck von rund 900 bar erzeugt. Er wird in den einzelnen Injektoren auf bis zu 2100 bar verstärkt. Einspritzzeitpunkt und -menge sind ebenso variabel wie Einspritzdruck und der Druckverlauf. Ebenso innovativ ist die Aufladung der Motoren über einen Abgasturbo­lader mit asymmetrischem Turbinengehäuse. Dieses Verfahren verbessert das Ansprechverhalten.
Der Reihensechszylinder hat in umfangreichen Tests sowie in Ausführungen für andere Kontinente bereits seine extreme Halt­barkeit unter Beweis gestellt: Die neuen Motoren erreichen eine Laufleistung von mindestens 1,2 Millionen km ohne Überholung. Ebenso spektakulär sind die Wartungsintervalle: Je nach Einsatz vergehen zwischen den Ölwechseln bis zu 150 000 km.
Abgasreinigung: Der Auspufftopf als Chemiewerk
Ein Meilenstein in der Entwicklung bedeutet die effiziente Abgas­reinigung: Der neue Actros entspricht bereits der künftigen Abgasstufe Euro VI. Sie wird erst 2014 verbindlich. Für Euro VI ist ein hoher Aufwand nötig: Der neue Actros kombiniert SCR-Technik mit AdBlue-Einspritzung, Abgasrückführung und Partikel­filter – der Auspufftopf mutiert zu einem Chemiewerk für die Abgasreinigung. Wahlweise ist der neue Actros ebenfalls in einer Ausführung der aktuellen Abgasstufe Euro V lieferbar.
Getriebe: schnell und präzise geschaltet
Zu den faszinierenden Technikthemen rund um den Lkw gehört das Getriebe. Der neue Actros ist mit seinem PowerShift-Getriebe technisch führend. Das vollautomatisierte Zwölfgangaggregat schaltet schnell und präziser selbst als gute Fahrer. Die Bedienung erfolgt über einen Lenkstockhebel. Das Getriebe unterstützt den Fahrer auf vielfältige Weise: Passend zum Einsatz sind drei Fahr­programme wählbar, Standard, Economy und Power. Eine Kriech­funktion wie bei einer Automatik hilft beim Rangieren, ein Frei­schaukel-Modus auf glattem Untergrund. Der EcoRoll-Modus schaltet bei passender Gelegenheit selbständig in den Leerlauf und legt später automatisch den richtigen Gang ein – damit lassen sich Rollphasen kraftstoffsparend nutzen.
Ruhig dahinrollen mit nur 1260 Touren
Mit fünf unterschiedlichen Achsübersetzungen lässt sich der neue Actros für seinen Einsatz individualisieren. Je nach Aufbau, Gewicht und Topografie der typischen Strecken entpuppt sich der neue Actros damit als Lkw nach Maß. Die durchzugsstarken Motoren erlauben lange Übersetzungen: Mit der Serienachse rollt der neue Actros beim Autobahntempo von 85 km/h mit nur 1260 U/min dahin – eine Voraussetzungen für niedrigen Kraft­stoff­verbrauch.
Eine Luftfederung als Serienausstattung
Auch bei Lkw spielt das Fahrwerk eine große Rolle, wenn auch mit anderen Ausprägungen als bei einem Pkw. Der neue Actros verfügt serienmäßig über eine Luftfederung an der Hinterachse, wahlweise auch vorn. Zusätzlich verfügt das Fahrerhaus über eine Vierpunkt-Lagerung, in der Top-Ausführung sogar mit Luftfederung. Die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung arbeitet nicht nur exakt und zielgenau, die variable Lenkkraft­unter­stützung spart auch Kraftstoff. Dies gilt ebenfalls für die bedarfs­abhängig gesteuerten Nebenaggregate: Ob Lichtmaschine oder Luftpresser für die Bremsanlage, sie alle arbeiten vorwiegend zum Nulltarif im Schiebebetrieb.
Angesichts von 40 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht spielen die Bremsen eine besonders wichtige Rolle. Der neue Actros stoppt mit innenbelüfteten Scheibenbremsen an allen Achsen. Neu ist eine besonders wirkungsvolle dreistufige Motorbremse. Sie leistet bis zu 400 kW (544 PS) – mehr als der Motor. Nochmals stärker ist als weitere Zusatzbremse ein Retarder: Er erreicht eine heraus­ragende Bremsleistung von maximal 750 kW (1020 PS).
Assistenzsysteme: viele Schutzengel fahren an Bord mit
Im Dienste höchster Sicherheit stehen für den neuen Actros vielfältige Assistenzsysteme zur Verfügung. Der Abstandsregel-Assistent hält einen vorgegebenen Sicherheitsabstand konstant und passt die Geschwindigkeit an. Mit der neuen Stop-and-Go-Funktion regelt er jetzt sogar das Anfahren und Anhalten im Stau. Der Spurhalte-Assistent warnt rechtzeitig, falls der Lkw wegen einer Unaufmerksamkeit die Fahrbahn zu verlassen droht. Der serienmäßige Stabilitätsregel-Assistent entspricht einem ESP für Lkw. Seine Entwicklung bedeutete angesichts von Fahrzeug­kombinationen aus Sattelzugmaschine und Auflieger und der großen Differenz von rund 25 Tonnen zwischen Leergewicht und zulässigem Gesamtgewicht eine große Herausforderung. Der Active Brake Assist oder Notbrems-Assistent leitet bei Gefahr sogar selbständig eine Vollbremsung ein – einzigartig.
Manchmal machen Kleinigkeiten den Unterschied. Die sensierte Sattelkupplung informiert den Fahrer mit einer Anzeige im Fahrerhaus über den Verschlussstatus der Sattelkupplung. Der Außenspiegel mit Rangierfunktion erweitert durch automatisches Verstellen beim Einlegen des Rückwärtsgangs das Blickfeld um zehn Grad.
Mit 10 000-km-Test Rekordverbrauch nachgewiesen
Nutzfahrzeuge werden primär unter dem Aspekt höchster Wirt­schaftlichkeit entwickelt. Sie ist gleichbedeutend mit Umwelt­freundlichkeit, denn jeder gesparte Liter Kraftstoff senkt nicht nur die Kosten, er verringert Emissionen und schont Ressourcen. Trotz aufwendiger Abgasreinigung hieß deshalb eine wesentliche Vorgabe für den neuen Actros: Der Kraftstoffverbrauch soll weiter sinken. Was nach Quadratur des Kreises klingt, hat der neue Actros in einem umfangreichen Straßentest unter Beweis gestellt.
Ausgeladen auf 40 Tonnen, legten zwei neue Actros 1845 nach Abgas­stufe Euro V und Euro VI jeweils 10 000 km auf der typischen Ost-West-Route Rotterdam – Stettin – Rotterdam zurück. Als Vergleichsfahrzeug ging ein Actros 1844 der Vorgängerbau­reihe auf die Strecke. Mogeln war unmöglich: Der Verbrauchstest fand unter Aufsicht der Sachverständigenorganisation Dekra statt. Zahlreiche Aggregate und Tanks waren verplombt, alle Tankungen wurden kontrolliert.
Das Ergebnis verblüffte selbst Experten. Als Referenzwert legte der bekannt sparsame Actros 1844 einen Verbrauch von 27,1 Liter/100 km vor. Der neue Actros 1845 BlueTec 6 nach Abgas­stufe Euro VI – vorgeschrieben erst ab 2014 – erzielte 25,9 Liter/
100 km und lag damit um 4,5 % besser. Der neue Actros BlueTec 5 mit Abgasstufe Euro V erreichte sogar 25,1 Liter 100/km. Damit unterbot er den Referenzwert um 7,6 %. Umgerechnet heißt dies: Der neue Actros nähert sich pro Tonne Nutzlast einem Verbrauch von nur 1 Liter/100 km. Diesen faszinierend niedrigen Wert, erzielt mit serienmäßigen Schwer-Lkw im Alltagsverkehr, können selbst verbrauchsgünstigste Pkw nicht erreichen.
Noch nie wurde ein Lkw so intensiv getestet
Der neue Actros wurde nach den strengen Regeln der elf „Quality Gates“ von Daimler Trucks entwickelt. Sie steuern den Ent­wicklungs­prozess in definierten Schritten. Unzählige Einzeltests von Motoren, Getrieben, weiteren Antriebskomponenten, von Chassis und Fahrerhaus auf Prüfständen gehören zu diesem Prozess, ebenso Schlechtwege-Tests, Dauerlauftests, Funktions­tests oder Prüfungen in der Klimakammer. All dies ersetzt jedoch nicht die Härtetests des Gesamtfahrzeugs in der Realität. Der neue Actros legte 20 Millionen km auf der Straße zurück, unter anderem in der intensiven Kundenfahrerprobung im täglichen Einsatz.
Zwei unerbittliche Erprobungsphasen ergänzen die vielfältigen Tests. Seit 20 Jahren prüft Mercedes-Benz seine Lkw in der glühen­den Hitze der Sierra Nevada im Süden Spaniens. Die Strecke schlängelt sich über 45 km von Granada bis zum Wintersportort Solynieve mit Steigungen zwischen 8 % und 12 % empor. Die Außen­temperaturen liegen beim Start oberhalb von 40 Grad Celsius. Ein Martyrium nicht nur für die Technik, auch für die Versuchsfahrer – zugunsten der Vergleichbarkeit sind Klima­anlagen tabu. Auf etwas mehr als halber Höhe folgt ein Härtetest: Drei Mal anhalten und jeweils drei Minuten pausieren, dann kurzes Anfahren. Ergebnis ist mangels Kühlung durch den Fahrt­wind ein extrem heißer Motor, gemessen werden die Hitze­beständig­keit von Abgassystemen, der Fahrerhausaus­stattung, von Elektronik, Lenkung, Bremsen und Reifen.
Das Gegenteil erlebte der neue Actros bei Wintertests am Polar­kreis. Hier betreibt die Daimler AG seit vielen Jahren im finnischen Rovaniemi ein Testcamp für Lkw. Auf dem Prüfstand stehen hier das Kaltstartverhalten des Motors, dessen Temperatur­entwicklung, das Kaltstartgeräusch und das Verhalten des gesamten Antriebsstrangs inklusive Schaltung und Getriebe bei Tiefsttemperaturen. Gleiches gilt für die Aufheizung der Kabine, die Vereisung und Enteisung von Scheiben, Türen und Außenspiegeln, das Beschlagen von Scheinwerfern oder die Ver­schmutzung.
Fazit der Extremtests: Der neue Mercedes-Benz Actros hat bestanden. Die Serienfahrzeuge werden bei ihrem täglichen Einsatz solche Härtebedingungen niemals antreffen. Doch es ist beruhigend zu wissen, dass der neue Actros ihnen gewachsen wäre.
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