28. Oktober 1910: Der Ingenieur Hans Scherenberg wird geboren
Stuttgart
28.09.2010
  • Ein Techniker mit extrem breit angelegten Talenten
  • Prägend für viele Mercedes-Benz Fahrzeuge
  • 1970 erfolge die Gründung des Forschungsbereichs
Hans Scherenberg hat als Ingenieur die Technik des gesamten Produktspektrums der Daimler-Benz AG vor und nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt. Sein Name ist eng verbunden mit Innovationen wie dem Anti-Blockier-System ABS, der Benzineinspritzung und dem Fünfzylindermotor. Scherenberg wird am 28. Oktober 1910 in Dresden geboren. 1935 stößt er als junger Entwicklungsingenieur zur Daimler-Benz AG, für die er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1977 tätig ist. Er stirbt am 17. November 2000 in Stuttgart.
Scherenberg wird zunächst in der Dieselmotorenentwicklung tätig. Bereits 1936 wechselt er in die Flugmotorenentwicklung und erweitert dort immens sein technisch-wissenschaftliches Talent in den wichtigsten Bereichen des Verbrennungsmotorenbaus. Entwicklungen wie Aufladung, Schaltsaugrohre, Nockenwellenverstellungen, Vierventiltechnik und Benzineinspritzung verschaffen ihm einen Wissensvorsprung in der Motorentechnik, die er dem Automobil zuteil werden lassen wird, in vielen Fällen erst Jahre später.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt er 1952 zu Daimler-Benz zurück und wird Direktor der Pkw-Konstruktion. Er prägt Fahrzeuge wie beispielsweise die Mercedes-Benz Limousinen vom Typ 180 (Baureihe W 120) und 220a (W 180), den berühmten Flügeltürer 300 SL (W 198) mit seiner Benzineinspritzung sowie die überaus erfolgreichen Formel-1-Rennwagen W 196 R und den Rennsportwagen vom Typ
300 SLR (W 196 S).
1955 wird Scherenberg stellvertretendes Vorstandsmitglied, 1965 Chefingenieur des Konzerns und ordentliches Vorstandsmitglied. Zu den von ihm geprägten Höhepunkten der nachfolgenden Zeit gehört von 1970 an die Entwicklung des ersten Fünfzylindermotors im Pkw, die 1974 erst zum Mercedes-Benz 240 D 3.0 (W 115) führt und dann in einer zweiten Variante mit Turbolader 1977 zur ersten S-Klasse mit Dieselmotor, dem Typ 300 SD (W 116). Branchenprägend sind zudem die Experimental-Sicherheits-Fahrzeuge ESF der 1970er Jahre. Außerdem gründet Scherenberg 1970 die unternehmenseigene Forschungsabteilung, um den Produkten des Hauses einen technischen Vorsprung zu sichern.
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