„Truck Pur – BIC Event Hannover 2007“
Hannover
11.09.2007
ABH-Management bringt Aufbau und Mercedes-Benz Chassis zusammen
  • Zwei Drittel aller Lkw mit externen Aufbaulösungen
  • Fahrzeug- und Aufbauhersteller arbeiten Hand-in-Hand
  • Online-Portal macht die Aufbau-Arbeit leichter
  • Nach dreijähriger Umsetzungsphase: Weichen für die Zukunft gestellt
Ein Nutzfahrzeug ist wie das Andere – meint der Laie. Fachleute wissen: Genau das Gegenteil ist der Fall. Zwei von drei Lastwagen, die Jahr für Jahr die Mer­cedes-Benz Lkw-Werke verlassen, sind auf ihre Weise Spezialfahrzeuge.
Von den mehr als 100.000 Fahrzeugeinheiten, die im Jahr 2006 die beiden Mer­cedes-­Benz Lkw-Werke in Wörth und Aksaray (Türkei) verließen, waren fast exakt zwei Drittel reine Lkw-Fahrgestelle der Baureihen Atego, Axor, Actros und Econic. Das andere Drittel an Fahrzeugen rollte als Sattelzugmaschine von den Bändern – Fahrzeuge mithin, die schon nach der Montage einer Sattelkupplung einsatzbereit sind.
Qualitäts-Optimierung an den Schnittstellen
Die überwiegende Mehrheit allerdings wird erst durch den spezifischen Aufbau zu einem für den jeweiligen Einsatz maßgeschneiderten Arbeitsgerät. Dabei er­gibt sich die Qualität eines Mercedes-Benz-Lkw nicht nur aus der Güte seines Fahrgestells, sondern in ganz besonderer Weise aus der sach- und fach­gerechten Anbindung des Aufbaus an den Lkw. Die Qualitätsrisiken an den Schnittstellen sind um so leichter zu identifizieren und in ihrem Problem­potenzial zu mini­mieren, je enger Fahrzeug- und Aufbauhersteller, von denen es allein in Europa rund 7500 gibt, Hand-in-Hand arbeiten. Eine in der Transport- und Dienst­leistungs­branche auch diesbezüglich führende Position nimmt Mercedes-Benz mit seinem „Internationalen Aufbauhersteller-Manage­ment“ (ABH-Management) ein.
Mit der Kundenzufriedenheit als oberstem Ziel arbeitet ein ABH-Kernteam inner­halb der Lkw-Sparte von Mercedes-Benz permanent daran, das wesentliche Pro­jekt­ziel „Verbesserung der Qualität an der Schnittstelle zwischen Fahrgestell und Aufbau“ umzusetzen. Spezialisten aus den Bereichen Fahrzeugentwicklung, Quali­tätssicherung, Vertrieb, After-Sales (Nachkauf-Betreuung) und den wichtig­sten Absatzmärkten sitzen regelmäßig gemeinsam an einem Tisch, um Problem­felder frühzeitig zu erkennen und diese abzustellen.
Tiefgreifendes Miteinander
Ein Ergebnis des seit einigen Jahren forciert durchgeführten Schnittstellen-Managements ist die denkbar enge Einbindung der Aufbauhersteller in den Ent­stehungsprozess eines jeden Einzelfahrzeugs. Zahlreiche Schulungen oder Ver­anstaltungen wie die einmal jährlich durchgeführte „Truck and Body“ schaffen auf hoher Entscheidungsebene die Basis für tiefgreifendes Miteinander auf den Arbeitsebenen. In gegenwärtig 13 europäischen Mercedes-Benz Länder­organi­sationen wurden bereits nationale ABH-Management Funktionen einge­führt. Somit ist sichergestellt, dass Wissen, Erfahrung und Instrumente der ABH-Betreuung aus den Märkten und der Zentrale flächendeckend und einheitlich zum Einsatz kommen.
Bausteine erfolgreicher Zusammenarbeit
Mit dem Branchen-Informations-Center (BIC) in Wörth verfügt die Mercedes-Benz-Lkw-Vertriebsorganisation über eine branchenweit einzigartige Einrich­tung. Um als Aufbauhersteller diese ideale Vertriebsplattform nutzen zu können, muss dieser allerdings den Status eines „Qualified Partner“ erlangen. Diese zen­trale Voraussetzung muss seitens der Aufbauhersteller auch generell erfüllt sein, um mit Mercedes-Benz Lkw gemeinschaftlich am Markt zu agieren zu können.
Um als Qualified Partner von Mercedes-Benz Lkw aufgenommen zu werden, müssen Aufbauhersteller bestimmte Kriterien zu Qualitätsmanagement, Ent­wick­lung, Vertrieb und Service erfüllen. Ein kompetentes Expertenteam des ABH-Manage­ments bewertet Aufbauhersteller einheitlich auf Basis dieser Kriterien.
Derzeit gibt es europaweit rund 390 Qualified Partner von Mercedes-Benz Lkw. Knapp 70 Partner haben sogar noch einen weiterführenden Status als „General­unternehmerschafts-Partner“ und sind somit durch besonders enge Vertrags­verhältnisse mit Mercedes-Benz Lkw verbunden.
Internationale Aufbauhersteller, die in besonders komplexen Aufbausegmenten tätig sind, werden bei Export-Geschäften von Key-Account Managern aus dem ABH-Direktvertrieb betreut und unterstützt. Zielgruppengerechte Informations- und Schulungsveranstaltungen sowie ein E-Mail-Newsletter zu aktuellen, ABH-relevanten Themen runden den Informationsstrauß des ABH-Managements ab. Besonders hervorzuheben ist hierbei das Aufbauhersteller-Informationsportal als wichtigstes Instrument der Informationsversorgung.
Vertrauensvolle Zusammenarbeit in beiden Richtungen
Damit der rege Informationsfluss nicht zur Einbahnstraße gerät, gehen Aufbau­hersteller im ABH-Management von Mercedes-Benz Lkw auch den umgekehrten Weg: Spezielle Rahmen-, Fahrgestell- oder Anbaudetails werden so frühzeitig mit­einander diskutiert, dass absehbare Probleme an den Schnittstellen bereits im Vorfeld abgestellt werden können. Das heißt konkret: Schon in der Entwicklungs­phase neuer Fahrzeugfamilien und -generationen sitzen ABH-Entwicklungs­partner gemeinsam mit Mercedes-Benz-Lkw-Fachleuten an einem Tisch und nehmen im Rahmen ihrer branchenspezifischen Produktanforderungen Einfluss auf die Produktentstehung.
Angesichts einer derart tiefen, im Wettbewerbsumfeld einmaligen Zusammen­arbeit zwischen Fahrzeug- und Aufbauhersteller verwundert es nicht, dass von den Lkw-Aufbauherstellern durch das Mercedes-Benz ABH-Management ein qualitativer Beitrag gefordert wird. So verpflichten sich die Lkw-General­unter­nehmerschafts-Partner nicht nur zu einem dem Qualitätsanspruch der Marke Mercedes-Benz entsprechenden Service einschließlich der Teileversorgung und –doku­mentation, sondern sichern überdies auch zu, fällige Änderungs­umfänge an ihren Aufbauten im ABH-Portal zu dokumentieren.
Aufbauhersteller-Infomationsportal: Daten von Mercedes-Benz Lkw in Echtzeit
Ein wesentliches Werkzeug in der täglichen Arbeit stellt das Mercedes-Benz ABH-Infomationsportal (Aufbauhersteller-Infomationsportal) dar. Hier können registrierte Partner in Echtzeit auf Konstruktionsdaten zugreifen, um sich früh­zeitig und bis ins Detail über „ihr“ Basisfahr­zeug für ihren ganz spezifischen Aufbau zu informieren. Die spätere Vervollständigung des Lkw-Chassis zum Endprodukt kann somit zeitsparend und qualitätssteigernd bereits frühzeitig vorbereitet werden.
Ein wesentliches Ziel des Aufbauhersteller-Portals ist die bessere Anbindung der Produktplanungs- und Produktionsprozesse von Mercedes-Benz Lkw und den Aufbauherstellern im Sinne „Just-in-time". Heißt: Wenn in Wörth zum Beispiel ein Chassis auf das Produktionsband gelegt wird, kann der dazugehörige Aufbau bei dessen Hersteller ebenfalls bereits vorkonfiguriert werden. Die Produktion des Aufbaus kann quasi zeitsynchron erfolgen, Verlustzeiten bei der Gesamt­produktentstehung werden minimiert. Im Ergebnis sinken die Lieferzeiten für den Endkunden nachhaltig.
Informationsvielfalt auf Knopfdruck
Im Aufbauhersteller-Portal stehen Daten in einer Fülle bereit, die früher ganze Konstruktionsarchive füllten. Dazu zählen:
  • CAD-Daten zu mehr als 17.000 Fahrgestell- und Fahrzeugvarianten
  • Fahrgestell- und Fahrerhaus-Zeichnungen, technische Datenblätter, Motor-leistungsdiagramme, Aufbaurichtlinien, 3D-Rahmenzeichnungen
  • Auftragsdatensystem: Es beinhaltet u. a. auftragsbezogene Konfigurationen, Liefertermine und Zeichnungen von Sonderausstattungen
  • Ansprechpartnerdatenbank: der schnelle Weg zum richtigen Mercedes-Benz Experten für Technik, Qualitätsmanagement, Homologation etc.
  • Hotline: Schnelle Hilfe über ein Online-Mail-Anfrageformular; Hotline telefonisch, per E-Mail oder per Telefax erreichbar
Die erfolgreiche Geschichte des Aufbauherstellerportals seit Markteinführung zur IAA 2004 (Pilotmarkt Deutschland): Aktuell mehr als 17.000 Besuche pro Monat, 860.000 Seitenaufrufe pro Monat, 2900 Aufbauhersteller aus allen Kontinenten und mehr als 60 Ländern sind im Mercedes-Benz Aufbauhersteller-Infor­mations­portal registriert.
Zwischenbilanz ABH-Management nach dreijähriger Umsetzungsphase
Ein unabhängiges Marktforschungsinstitut befragte 223 europäische Aufbau­hersteller zur Zufriedenheit mit dem ABH-Management von verschiedenen Lkw-Herstellern.
Wesentliche Ergebnisse der Studie unterstreichen die positive Resonanz: Mer­cedes-Benz liegt in den Bereichen Betreuungsqualität und Kunden­orien­tierung vor seinen Mitbewerbern. Die gute Betreuung durch das ABH-Manage­ment wirkt sich nicht nur direkt aus, sondern auch indirekt: Sie verbessert das Mercedes-Benz-­Image und trägt substantiell zum Gesamteindruck eines Qualitäts­produkts bei. Die guten Erfahrungen mit dem ABH-Management beein­flussen zudem das Empfehlungsverhalten der Aufbauhersteller. Diese Kompetenz hat besondere Wachstumsbedeutung.
Zukunftspakete geschnürt
Für die Zukunft sind wichtige Weiterentwicklungen im engen Zusammen­spiel zwischen Mercedes-Benz Lkw und den Aufbauherstellern geplant. Dazu zählen der konsequente Ausbau von Kooperationen, um die Zuverlässigkeit und Qualität des Gesamtfahrzeuges gemeinsam mit den ABH weiter zu optimieren. Weiterhin sind hier die weiter intensivierte Einbindung von ABH in Produkt­entstehungs­prozesse, die weitere Internationalisierung des Aufbauhersteller-Informations­portals mit zusätzlichen Sprachen und länderspezifischen Inhalten, die länder­über­greifend einheitliche Ansprache von Aufbauherstellern durch homogene ABH-­Prozesse, sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit zur Stärkung ge­meinsamer Vertriebsargumente gegenüber dem Endkunden zu nennen.
Ihr Presse-Kontakt
Uta
Leitner
Produktkommunikation Lkw / Unimog / Omnibusse
Tel.: +49 711 17-53058
Fax: +49 711 17-91595
Claws
Tohsche
Produktkommunikation Lkw / Unimog
Tel.: +49 711 17-52068
Fax: +49 711 17-91520
Download gesamter Text
Aktionen
© 2014 Daimler AG. Alle Rechte vorbehalten. Anbieter | rechtliche Hinweise | CookiesDatenschutz | Nutzungsbedingungen