Kaum ist der Fuso Canter technisch und optisch komplett überarbeitet in seine nächste Generation gestartet, machen ihn seine Vorzüge in Sachen Wirtschaftlichkeit und Komfort zum „Liebling der Kommunen“. Ob als Kehrmaschine in engsten Gassen der Altstadtkerne oder bei der Grünpflege der Parkanlagen - der Leicht-Lkw überzeugt durch ein breites Einsatzspektrum, geringen Verbrauch trotz hoher Nutzlast, durch Umweltfreundlichkeit und Fahrsicherheit. Eine der herausragenden technischen Neuheiten des Fuso Canter TF ist das kompakte Doppelkupplungsgetriebe Duonic, das weltweit erstmals in einem Lkw arbeitet. Das Direktschaltgetriebe schont die Aggregate, entlastet den Fahrer speziell auf Kurzstrecken und verbindet den Komfort eines Automatikgetriebes mit der Wirtschaftlichkeit des Schaltgetriebes. Mit dem serienmäßigen Eco-Modus können - je nach Fahrer und Verkehr - bis zu 8 Prozent zusätzliche Kraftstoffeinsparung erzielt werden. Ein Start-Stopp-System (ISS) stoppt den Motor nach 5 Sekunden Standzeit, was den Verbrauch speziell im Innenstadtverkehr weiter senkt.
Der Euro-5-Vierzylinder-Turbodieselmotor mit 3,0 l Hubraum steht in den drei Leistungsstufen 96 kW (130 PS), 110 kW (150 PS) und 129 kW (175 PS) zur Verfügung.
Die Vorderachse der 3,5-t-Variante zeichnet sich durch eine Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern aus. Für den Fahrer bedeutet das in jeder Straßenlage ein leichteres und sicheres Handling sowie einen spürbar verbesserten Fahrkomfort. Neben Scheibenbremsen an beiden Achsen ist neuerdings auch ein elektronisches Bremssystem vorhanden. In den beiden oberen Gewichtsklassen wird der Canter auf Wunsch mit einem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) ausgestattet. Im grundlegend überarbeiteten Fahrerhaus - das für Fahrer und Beifahrer einen besseren Durchgang von links nach rechts ermöglicht - erleichtern ergonomische Sitze mit integrierten Kopfstützen, ein überschaubares Cockpit mit Multifunktionsdisplay, effektive Heizung und automatische Klimaanlage sowie ein neues Ablagenkonzept den Arbeitsalltag.
Modellvielfalt
Das Programm des neuen Fuso Canter wurde im Rahmen des Modellwechsels neu abgestimmt und deckt alle wesentlichen Segmente von Leicht-Lkw ab. Verfügbar sind der 6-Tonner (6S15) mit Standard-Kabine und 110 kW (150 PS) Motorleistung, der 3,5-Tonner (3S15) mit Standard-Kabine und 110 kW (150 PS) Motorleistung sowie der 3,5-Tonner (3C18) mit Comfort-Kabine und 129 kW (175 PS) Leistung. Neben den Gesamtgewichtsklassen wurden auch die zulässigen Achslasten und die Rahmenlayouts des Canter neu definiert, so dass Nutzlastgewinne bis zu 85 kg bei den 3,5 t-Modellen und bis zu 95 kg bei der 7,5 t-Variante erzielt werden.
So vielfältig wie die Aufgaben im kommunalen Einsatz sind, so fallen auch die Pluspunkte des Fuso Canter TF aus. Im Straßendienst punktet der Allround-Lkw mit seiner niedrigen Rahmenhöhe und den kompakten Abmessungen. In der Garten- und Landschaftspflege werden insbesondere die Doppelkabine für bis zu 7 Personen sowie der kleine Wendekreis geschätzt. Im öffentlichen Dienst kann der Canter TF als Links- oder Rechtslenker eingesetzt werden. Aufgaben aus dem Baubereich erledigt der „Liebling“ der Kommunen mit bis zu 5045 kg Fahrgestelltragfähigkeit und 3500 kg Anhängerlast.
Fuso Canter 7C18 AMT: Abfallsammler mit Faun-Aufbau
Auf der Ifat Entsorga 2012 ist in der Halle am Mercedes-Benz Stand ein Fuso Canter TF des Typs 7C18 AMT mit einem Aufbau der Faun Umwelttechnik zu sehen. Zu den Vorteilen des Abfallsammelfahrzeuges Faun Variopress II 007 mit einem Behälter-Volumen von 7,0 m³ und Zoeller-Schüttung vom Typ 202 zählt seine enorme Wendigkeit dank kompakter Maße des 4x2-Fahrgestells, die Nutzlast von ca. 2000 kg, der integrierte Balkenlifter für DIN Behälter bis 1100 Liter sowie eine Zykluszeit des Ladewerkes von rund 15 Sekunden.
Der glattflächige, gewölbte Sammelbehälter in verwindungsfreier Stahlbaukonstruktion ist komplett durchgeschweißt und lässt sich auf jeden geeigneten Chassis-Typ abstimmen. So kann eine optimale Ausnutzung des Abstandes zwischen Aufbau und Kabine zur besseren Achslastverteilung erfolgen. Das Heckteil mit Schaufelwerk besteht aus einem stabilen Rahmen mit zwei Seitenwänden und einer hochverschleißfesten Beladewanne. Durch eine spezielle Kinematik der Schwenkplatte werden eine hohe Standfestigkeit und eine optimale Verdichtung gewährleistet. Die Verdichtungsrate kann im Bedienpult des Fahrers individuell an die Sammeltour angepasst werden.
Fuso Canter 6C18 4WD: Allrad Canter mit Henschel-Pritsche
Auf der Aktionsfläche im Freigelände ist ein Allrad Canter 6C18 4WD mit einer Henschel-Pritsche ausgestellt. Das Fahrzeug bietet den kommunalen Anwendern eine hohe Flexibilität im Einsatz. Da sowohl ein 4x2- als auch ein 4x4-Antrieb möglich ist, kann man mit diesem variablen Fahrzeug jederzeit spritsparend unterwegs sein. Das erst seit Februar 2012 bestellbare Fuso Canter-Modell überzeugt durch größere Bedienerfreundlichkeit sowie besseres Fahrverhalten bei Schnee, Eis und Matsch, hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 6,5 t und wird wahlweise mit Einzel- oder Doppelkabine Comfort geliefert. Eine Besonderheit ist der zuschaltbare Allradantrieb mittels manuell verriegelbaren Radnaben und Allrad-Schalter im Cockpit.
Eine der interessantesten Aufbau-Varianten für den Allrad Canter ist die Serienpritsche von Henschel. Bei Fahrzeugen der 4x4-Klasse wird auf den gebogenen Rahmen des Fahrzeuges ein Hilfsrahmen als eine Einheit geliefert, der den Höhenunterschied perfekt ausgleicht. Dieser Hilfsrahmen wurde von Fuso und Henschel in Zusammenarbeit entwickelt. Die Bordwände sind aus 25 mm starken, eloxierten Aluminium-Hohlprofilen gefertigt und haben eine Höhe von 400 mm. Die Stirnwand wird mit stabilen Haltern am Pritschenrahmen befestigt. Alle Pritschen über 4570 mm Länge verfügen serienmäßig über eine steckbare Mittelrunge. Die Bodenplatten bestehen aus einer mehrfach verleimten Sperrholzplatte mit Siebdruckoberfläche.