Der Unimog von Mercedes-Benz – der Erfolg einer Idee
Stuttgart
23.05.2011
Kurzfassung: Der Unimog: Eine quicklebendige Legende
  • Ab 1951 Produktion durch Daimler-Benz in Gaggenau
  • Das Modell Unimog S startet im Jahr 1955
  • Mittlere Baureihe 406 kommt 1963
  • Ab 1974 gibt es den Unimog auch in schweren Varianten
  • Baureihe 408/418: Ab 1992 Konzentration auf Ganzjahreseinsatz
  • Neue Geräteträger-Generation U 300 bis U 500 seit dem Jahr 2000
  • Das aktuelle Unimog-Programm

Entstanden in harten Zeiten, nämlich unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs, zählt der unverwüstliche Mercedes-Benz Unimog längst zu den wenigen lebenden Legenden des Automobilbaus. Über viele Jahrzehnte hat sich der Unimog als vielseitig einsetzbarer Geräteträger und Transportfahr­zeug in aller Welt bewährt, gebaut wurden bis heute rund 380 000 Einheiten. Geblieben ist seine Grundkonzeption: vier gleich große Räder, extreme Geländegängigkeit durch Portalachsen, Allradantrieb mit Differenzial­sperren vorne und hinten, kompakte Abmessungen und nicht zuletzt die Möglichkeit zum Antrieb einer Vielzahl von An- und Aufbaugeräten.
Erste Zeichnungen entstehen bereits 1945
Aus dem Herbst 1945 stammen erste Zeichnungen für ein landwirtschaftliches Fahrzeug von Albert Friedrich, zuvor Leiter der Flugmotoren-Konstruktion von Daimler-Benz. Friedrich gewann die Firma Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd als Entwicklungspartner. Die Serienfertigung des Universal-Motor- Geräts – kurz Unimog – startete 1948 beim Maschinenbau-Unternehmen Gebrüder Boehringer in Göppingen. Da die nachgefragten Stückzahlen hohe Investitionen erforderlich machten, übernahm Daimler-Benz im Herbst 1950 das Unimog-Geschäft. Im Werk Gaggenau begann am 3. Juni 1951 Fertigung des Unimog.
Ab Mai 1953 trug der Unimog den Mercedes-Stern. Im Mai 1955 verließ der erste Unimog der Baureihe 404 das Montageband. Dieser Fahrzeugtyp mit hochgeländegängigem Fahrgestell wurde bis 1980 gefertigt und in viele Länder der Welt geliefert.
Eine zusätzliche Baureihe für gestiegene Anforderungen
Da die Anforderungen wuchsen und immer vielfältiger wurden, ergänzte Daimler-Benz ab 1962 den Unimog durch eine größere Baureihe mit der Bezeichnung 406. Drei Jahre später folgte die Baureihe 416 als Ergänzung zur Baureihe 404.
Weitere Meilensteine in der Unimog-Geschichte bildeten die Baureihen 424 im Jahr 1974 und die Baureihe 435 im Jahr 1976. Damit waren die „Schweren Unimog-Baureihen“ geboren. Im Mai 1992 wurden die Baureihen 408 mit dem Unimog U 90 (Leichte Unimog-Baureihe) und 418 mit den Typen U 110 und U 140 (Mittlere Unimog-Baureihe) vorgestellt.
Das heutige Programm
Der Öffentliche Dienst, kommunale Lohnunternehmen, die Bau- und Energie­wirtschaft sowie die Industrie sind die Hauptabnehmer der Unimog-Geräte-träger U 300, U 400 und U 500 aus dem Jahr 2000. Eine auffällige Optik mit einer gleichermaßen funktional wie attraktiv gestalteten Kabine aus Faser­verbund-Werkstoff, die in Sekundenschnelle von links nach rechts ver­schiebbare Wechsellenkung Vario-Pilot, die neue Leistungshydraulik VarioPower und Motoren mit Leistungen aktuell bis zu 210 kW (286 PS) – der Unimog Geräteträger erfüllt die unterschiedlichsten Anforderungen einer heterogenen Kundschaft.
Für Einsätze unter extremen Geländebedingungen sind die Unimog der Baureihe
U 3000 bis U 5000 entwickelt worden, die im Jahr 2002 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Ihre Haupt-Einsatzgebiete finden diese hochgeländegängigen Fahrgestelle vor allem bei der Feuerwehr, im Dienste der internationalen Sicherheit, im Katastrophenschutz, als hochmobile Transport-, Service- und Wartungsfahrzeuge sowie als Basis für Expeditions- und Explorationsfahrzeuge.
Zur IAA 2006 ergänzte Mercedes-Benz sein Unimog-Programm mit dem U 20, unterhalb der Baureihe U 300, U 400 und U 500. Deren bewährte Tech­nik verbindet der U 20 mit niedrigerem Fahrzeuggewicht, ausgeprägter Wendig­keit und einem niedrigeren Preis. Der U 20 verfügt über ein Ganzstahlfahrer­haus aus der Großserie – es macht ihn zum ersten Unimog-Frontlenker - in seiner technischen Grundauslegung wurde er konsequent auf den täglichen Einsatz kleinerer und mittelgroßer Kommunen zugeschnitten.
Der Unimog U 20 kommt von Anfang an aus dem Werk Wörth. Dorthin war im August 2002 die Unimog-Produktion aus dem traditionsreichen Werk Gaggenau nach 51 Jahren und mehr als 320 000 Fahrzeugen verlegt worden.
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