Der Unimog von Mercedes-Benz – der Erfolg einer Idee
Stuttgart
23.05.2011
Von 1951 bis 1963: Zusätzliche Baureihen vergrößern das Angebot
  • 1951: Im Juni beginnt die Serienfertigung in Gaggenau
  • 1955: Unimog S (Baureihe 404), Alleskönner für das Gelände
  • 1956: Unimog der Baureihe 411
  • 1957: Eine neue, geschlossene Fahrerkabine

Am 3. Juni 1951 beginnt die Produktion des Unimog, noch unter dem bisherigen Zeichen des Ochsenkopfes und ohne den Mercedes-Stern. Das kompakte, gerade mal 3,5 m lange Fahrzeug kommt wie bisher mit 25 PS (18 kW) aus. Die ebenso einfache wie geniale Konstruktion hat inzwischen längst ihre erstaunlich hohe Leistungsfähigkeit bewiesen.
Rationelle Fertigung im Automobilwerk
In Produktion und Vertrieb legt der Unimog jetzt den Vorwärtsgang ein: Der von Boehringer übernommene Verkauf wird Schritt für Schritt in die eingeführte Organisation von Daimler-Benz integriert, für den jedoch die Landwirtschaft ein neues Feld bedeutet. Die rationellere Fertigung im Automobilwerk senkt die Kosten und schafft die Voraussetzungen für ein marktgerechtes Angebot. Den Mercedes-Stern im Kühlergitter darf der Unimog jedoch erst ab Mai 1953 tragen, und die
Mercedes-Plakette ersetzt erst 1956 den bisher verwendeten Ochsenkopf.
Mit dem anfänglichen Einheitsmodell ist es auf Dauer nicht getan. Durch Weiterentwicklungen wächst der Unimog 1953 zur Baureihe 401/402. Er wird nunmehr alternativ zum weiterhin gefertigten eckigen Fahrerhaus mit Verdeck auch in einer Variante mit geschlossener Kabine angeboten. Die Fertigung übernimmt Westfalia, später vor allem als Hersteller von Reisemobilen bekannt.
Der Unimog S findet viele Kunden
Nun geht es mit den Innovationen und Erweiterungen in raschen Schritten vorwärts. 1955 fertigt Daimler-Benz den ersten Unimog S (Baureihe 404). Er verfügt über einen langen Radstand und ist für den Off-Road-Einsatz prädesti­niert. Im Hintergrund steht unter anderem der Bedarf der 1956 gegründeten Bundeswehr. Sie entwickelt sich im Laufe der langen Karriere des Unimog S – er wird ein Vierteljahrhundert lang bis zum Jahr 1980 gebaut – zum Großab­nehmer dieser Variante.
Der Unimog S trägt das typische ovale Kühlergitter mit eingefassten Rundscheinwerfern der Nutzfahrzeuge von Daimler-Benz aus dieser Zeit. Sein Fahrerhaus ist zeitlos und attraktiv gestaltet. Der Radstand wächst gegenüber dem
Ur-Unimog um rund einen Meter erst auf 2670 mm, dann auf 2900 mm. Unter der Haube des Unimog S arbeitet auch kein Dieselmotor wie im Ur-Unimog, sondern ein modifizierter Benziner aus dem Pkw. Er leistet anfangs 82 PS (60 kW) aus 2,2 Litern Hubraum, später sind es alternativ 110 PS (81 kW) aus 2,8 Litern.
Die Motorleistung steigt, zusätzliche Varianten kommen
Auch der Basis-Unimog 401/402 kennt keinen Stillstand: 1956 steigt seine Motorleistung von 25 auf 30 PS (18 auf 22 kW); die Bezeichnung ändert sich in Unimog 411. Überdies ist ein zweiter, längerer Radstand erhältlich. Ein Jahr später gibt es den Unimog wahlweise mit einem synchronisierten Getriebe an Stelle des bisher verwendeten klauengeschalteten Getriebes, 1959 ist es Serie.
Auch äußerlich ändert sich einiges: 1957 erhalten die geschlossenen Varian­ten mit langem Radstand ein neues Fahrerhaus. Bei diesen Innovationen und Programm-Erweiterungen stellt sich der Erfolg fast von allein ein: Im Mai 1961 rollt der 50 000ste Unimog in Gaggenau vom Band. Der „Ur-Unimog“ bleibt bis in die 70er Jahre der Stückzahlträger des Unimog-Programms. Oberhalb von ihm fächert sich die Palette ab den 60er Jahren weit auf.
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