Pressemappe: Maybach Exelero
Stuttgart
18.05.2005
Die Tests: 351,45 km/h - Hochgeschwindigkeits-Rekord für 23 Zoll Exelero Breitreifen auf Fulda/Maybach Concept Car
Höchste Herausforderung an Technik und Material - TÜV-Prüfung erteilt Testfreigabe
Sonntag, 1. Mai 2005, 5.45 Uhr, Sonnenaufgang über einem strahlend blauen süditalienischen Himmel. Auf dem 12,5 Kilometer langen Rundkurs von Nardo herrscht eine angespannte Atmosphäre. Klaus Ludwig, dreimaliger DTM-Sieger, sitzt mit Rennmontur und Helm, äußerlich völlig ruhig, am Steuer des Maybach Exelero und wartet auf die Startfreigabe für seinen Rekordversuch.
Diesem Höhepunkt des Projekts waren eine Reihe intensiver Tests, beginnend mit den verschiedenen Windkanalphasen, vorausgegangen. Die Ergebnisse daraus wurden dem Exelero jeweils optimierend angepasst.
Dann kam im März das Roll out in Turin, wo dem Auftraggeber Fulda Reifen offiziell der Maybach Exelero übergeben wurde.
Mitte April ging es dann auf die so genannte „Einfahrbahn“ im Werk Sindelfingen. Hier wurde das Fahrzeug bereits mit rund 200 km/h intensiv auf Motorfunktionen, Bremsen, Fahrwerk und Handling etc. geprüft.
Ende April schließlich erfolgte auf der DaimlerChrysler-Teststrecke in Papenburg die technische Auslotung des Exelero, d.h. die durchgeführten Testmessungen waren schon die Vorbereitung auf den Hochgeschwindigkeitsrekordversuch in Nardo. Es wurden z.B. Andruck-Flügel in verschiedenen Stellungen ausprobiert und weitere Anpassungen zur Optimierung von Geschwindigkeit und Stabilität vorgenommen.
Da das Exelero Fahrzeug sich langfristig im praktischen Einsatz bewähren sollte, war es entsprechend als Fahrmaschine ausgelegt und benötigte dazu eine Zulassung. Das bedeutete, der TÜV musste seinen technischen Segen zum Exelero geben. Peter Kühlwein, einer der erfahrensten Sachverständigen der TÜV Automotive GmbH, Gruppe Süd, testete und bewertete die sicherheitsrelevanten Fahrzeugkomponenten wie das Gestühl mit den Befestigungsgurten und die Gewichtsverteilung im Wagen. Alle Punkte wurden zur Zufriedenheit des TÜV-Ingenieurs abgehakt oder aber neu konfiguriert.
Als alle Beanstandungen vonseiten der DaimlerChrysler-Spezialisten, der Reifen-Ingenieure und des TÜV-Sachverständigen beseitigt waren, konnte der finale Einsatz in Süditalien erfolgen.
Das gesamte Team reiste bereits Donnerstag an. An diesem und dem folgenden Tag wurde der Exelero nochmals komplett durchgecheckt. Samstags schließlich prüfte das Team die gesamten Messeinrichtungen und führte Kontrollmessungen sowie einige Proberunden, am Steuer der technische Projektleiter Jürgen Weissinger, durch. Am frühen Sonntagmorgen war es dann soweit: Der abschließende Test konnte beginnen.
Um 7.09 Uhr drehte Klaus Ludwig bereits die erste Runde mit einem Ergebnis von 346 km/h. Bereits eine Runde später fiel der angepeilte Rekord von 350. 351,45 km/h zeigte die FIA-genormte Messeinheit, Hochgeschwindigkeits-Weltrekord! Dazu Klaus Ludwig nach dem Rekord: „Es war unglaublich, wie leicht sich das Fahrzeug bei dieser Rekordgeschwindigkeit handhaben ließ. Insbesondere die Reifen vermittelten ein absolut sicheres Gefühl. Hier stimmte einfach alles, Technik, Fahrwerk und Bereifung.“
Bernd J. Hoffmann, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Fulda Reifen, dankte allen beteiligten Teams für die hervorragende Leistung: „Jeder hat sein Bestes gegeben und damit diesen Erfolg möglich gemacht. Fahrzeug und Reifen ergänzen sich hervorragend.“
Eine Idee ist wahr geworden.
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